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Brian Carisi SF-Roman: Acan - Die Weltraumstadt

Brian Carisi SF-Roman: Acan - Die Weltraumstadt

Alfred Bekker

Published by Alfred Bekker präsentiert, 2018.

Inhaltsverzeichnis

Title Page

ACAN - Die Weltraumstadt

Copyright

1. DIE ALTE STATION

2. DIE BOTSCHAFT

3. DER KATZENMENSCH

4. AUFREGUNG IN LUTONIA

5. SPUREN IM WELTRAUM

6. DAS IMPERIUM VON AULAN

7. DER WEG NACH EDIN

8. REBELLEN AUF DER IMPERIUM II

9. DIE SONNENWAFFE

10. PATROUILLE DER GNUUR-PECA

11. DAS ERBE DER GNUUR-PECA

12. DIE KUGELN DER VERLORENEN

13. DIE HALLE DER SCHLÄFER

14. AN BORD DER IMPERIUM II

15. DER LORD UND DIE AMOKLÄUFER

16. DER DIKTATOR UND DER LAKORNIDE

17. DIE FLOTTE DER ROBOTER

18. DIE EXPERIMENTALWELT

19. DER RAT VON REA

20. DER GROSSE COMPUTER

21. FRIEDEN IM UNIVERSUM

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Also By Alfred Bekker

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About the Publisher

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ACAN - Die Weltraumstadt

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von Alfred Bekker

Der Umfang dieses Buchs entspricht 178 Taschenbuchseiten.

Die Völker der Aulaner und Lakorniden kämpfen um die Vorherrschaft in der Galaxis, während die Abenteurer Cart Rhegan und Walik Dark der legendären Weltraumstadt Acan begegnen... Eine kosmische Odyssee beginnt.

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1. DIE ALTE STATION

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Cart Rhegan und Walik Dark standen vor dem großen Panorama-Bildschirm der CORNWAY. Das Raumschiff war das Eigentum der beiden Prospektoren. Sie flogen gerade einen Planeten an, auf dem sie hofften etwas zu finden. Vor allem suchten sie das Metall Gioronium, das auf ihrer Heimatwelt Lakor sehr selten war.

„Das System scheint frei von Raumverkehr zu sein“, meinte Dark.

Rhegan nickte.

Er steuerte die CORNWAY geschickt weiter.

„Halt“, rief Dark.

„Auf dem Planeten befinden sich doch Raumschiffe.“

„Was für welche, Walik?“, fragte Rhegan.

Dark schaute wieder auf den kleinen Orterschirm.

„Es handelt sich um aulanische Schiffe“, berichtete Dark.

Rhegan schrak zusammen. Der Planet Aulan befand sich mit Lakor im Krieg. Aulaner und Lakorniden strebten gleichermaßen die Vorherrschaft im Weltraum an. Und dann war es vor einigen Wochen zur ersten Konfrontation gekommen. Aber was wollten die Aulaner auf diesem abgelegenen Planeten? Er hatte bestimmt keinen strategischen Wert und so würde sich die Errichtung eines Stützpunktes für die Aulaner nicht lohnen.

„Mich interessiert, was die da wollen“, meinte Dark.

Rhegan nickte wieder.

„Sollen wir auf dieser Welt landen?“, fragte er.

„Ja“, sagte Dark.

Rhegan schaute auf den Planetenkatalog, der vor ihm ausgebreitet lag. In diesem Katalog lief der Planet unter der Bezeichnung A-123-b und wurde als fruchtbare Welt beschrieben, auf der es unvorstellbare Vorkommen an Gioronium gab.

„Eine Landung auf A-123-b würde sich auf jeden Fall für uns lohnen“, meinte nun auch Rhegan. Die beiden Raumfahrer entschlossen sich dafür, auf dem Planeten zu landen.

Cart steuerte das Schiff in die Atmosphäre von A-123-b und landete schließlich sanft in einer Mulde. Die Mulde lag mitten im tiefen Dschungel. Sie war vor vielen Jahren von Prospektoren ausgehoben worden, die auf A-123-b ihr Glück gemacht hatten. Viele aber hatten auf diesem Planeten ihr Leben gelassen. Sie waren auf der Strecke geblieben. Den größten Teil dieser Leute hatte die unbarmherzige Natur des Planeten auf dem Gewissen.

Dark stellte mittels der Orter fest, dass Menschen in dieser Umgebung gut überleben konnten.

„Ich mache einen kleinen Spaziergang, Walik“, kündigte Cart an. Er nahm einige Messgeräte von der Wand und schnallte sich einen Waffengurt um. Dann ging er den langen Gang entlang zum Außenschott. Der Schott öffnete sich durch einen Knopfdruck und Cart schritt ins Freie. Die von Pflanzen freigehaltene Mulde war doch größer, als sie vom Panoramabildschirm der CORNWAY aus ausgesehen hatte. Hier würde nie wieder eine Pflanze wachsen können. Der Boden war vergiftet worden. Cart sah das kleine Wartungshäuschen. An ihm war ein Schild befestigt, auf dem PORT A-123-b stand. Das musste der Name dieses ehemaligen Prospektor-Raumhafens gewesen sein. Cart schritt näher an das Häuschen heran. Er sah eine alte Tafel, auf der Raumverbindungen zu den Nachbarplaneten A-123-a und A-123-c verzeichnet waren. Auf A-123-c musste sich der Haupthafen befinden, von dem aus direkte Verbindungen nach Lakor, Aulan und anderen wichtigen Planeten vorhanden waren. Auch dies konnte Cart dem Fahrplan entnehmen. Aber es fuhren nun keine Schiffe mehr. Weder nach A-13-c noch nach Aulan oder Lakor. Das System der Sonne A-123 war ein totes System. Schon seit einigen Jahrhunderten lebten hier keine Menschen mehr. Bis zu einem gewissen Grad hatte sich die Natur das zurückerobert, was der Mensch ihr abgerungen hatte. Aber die Mulde würde noch Jahrtausende lang kahl bleiben.

Vorsichtig stieß Cart Rhegan die Tür auf. Es war keine automatische Schiebetür, wie er sie von Lakor her gewöhnt war. Es war eine ganz einfache, konventionelle Tür, ohne jeden Komfort. Aber dieser Komfort konnte in dieser Wildnis den Tod bedeuten, denn die Tür musste jederzeit verschließbar sein, und genauso musste man sie immer und zu jeder Zeit öffnen können. Wenn aber einmal die Energieversorgung zusammenbrach, dann war dies nicht möglich, wenn man eine Schiebetür hatte.

Eine Schiebetür war auf Energie angewiesen, eine einfache nicht.

Die Hütte war von innen sehr unordentlich und verfallen. Man sah ihr richtig an, wie lange sie schon nicht mehr benutzt worden war. Aber eines sah Cart ganz deutlich: Hier hatten Leute zusammengearbeitet, die von den verschiedensten Planeten stammten. Damals hatten Lakorniden und Aulaner noch in Frieden zusammengelebt. Damals herrschte noch kein Krieg. Damals strebte noch keiner die Vorherrschaft an.

Aber die Zeiten hatten sich gewandelt. An die Stelle des relativ sicheren Friedens war der Krieg getreten. Nach dem gemeinsamen Sieg über das Sternunion-Imperium (SUI) hatten sich Lakor und Aulan zerstritten. Beide stritten sich um das Erbe des SUI. Und dabei wussten beide Seiten, dass das Sternunion-Imperium noch nicht tot war. Es spielte lediglich keine Rolle mehr. Aber es begann seine Macht zu sammeln, um im geeigneten Augenblick die miteinander streitenden Parteien zu vernichten.

Der Administrator des Handelsplaneten Luton hatte an die Regierungen der beiden Planeten appelliert, aber es hatte nichts genützt.

Cart dachte an alles dies, und ihm wurde die Unsinnigkeit des Krieges bewusst. In der Hütte war nichts Besonderes zu finden, und so trat Rhegan wieder ins Freie.

Plötzlich meldete sich sein Armbandfunkgerät mit einem langgezogenen Ton. Dark meldete sich.

„Komm sofort zurück zum Schiff, Cart! Die Aulaner bewegen sich auf die Mulde zu“, rief Walik Dark durch den Apparat.

„Gut, Walik, ich komme“, erwiderte Cart.

Er schaltete das Gerät ab und rannte zur CORNWAY.

Keuchend kam er in der Zentrale an.

„Die scheinen irgend etwas zu suchen“, empfing ihn Dark.

Cart schaute aus dem Fenster. Er sah, wie einige Kampfroboter aus dem Dickicht kamen. Sie wurden von mehreren Kampfgleitern begleitet.

„Wir sollten nach draußen gehen“, meinte Dark.

„Ich werde gehen“, sagte Cart. Er drehte sich zu Dark um. „Falls etwas schief geht, feuerst du sofort.“

Dark nickte.

Cart wandte sich ab und lief wieder zur Schleuse. Dann trat er ins Freie. Die Roboter waren schon ziemlich nahe herbei gekommen.

Ein Gleiter landete. Die Schiebetür ging auf, und ein Aulaner trat heraus. Er machte einige Schritte auf Cart zu und blieb dann stehen.

„Mein Name ist Sorm Haykort“, sagte der Mann.

„Ich bin Cart Rhegan.“

„Und was machen Sie hier, Mr. Rhegan?“

„Ich suche Gioronium. Aber eine viel interessantere Frage: Was treiben Sie hier?“

Haykort hüstelte.

„Ich bin der Kommandant der aulanischen Truppen auf A-123-b. Ich hätte gerne ...“

„Seit wann ist dieser Planet eine aulanische Kolonie?“

„Das verstehen Sie falsch, Rhegan. Dies hier ist keine Kolonie. Wir haben hier lediglich Truppen stationiert, die sofort wieder abgezogen werden, sobald sie ihre Aufgabe erfüllt haben.“

„Und worin besteht diese Aufgabe?“

„Darüber darf ich nicht reden. Aber nun zu Ihnen. Von wo kommen Sie, Mr. Rhegan?“

„Ich komme vom Freihandelsplaneten Luton“, log Cart.

„Aber Schiffe von dem Typ, den Sie besitzen, baut man ausschließlich in Lakor. Außerdem sprechen sie die intergalaktische Sprache mit einem typisch lakornidischen Akzent.“

Cart lächelte.

„Ich habe mich lange Zeit auf Lakor aufgehalten. Was mein Schiff angeht, so habe ich es auf Luton von einem Lakorniden gekauft.“

Haykort nickte.

„Okay, Sie können hierbleiben.“

Der Aulaner drehte sich um und gab den Seinen den Befehl zum Rückzug. Diszipliniert zogen sich die Soldaten und Roboter zurück.

Misstrauisch sah Cart ihnen nach.

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AM ABEND GINGEN CART Rhegan und Walik Dark noch einmal zu dem alten Schuppen am Raumhafen. Cart war immer noch davon überzeugt, dass die Aulaner hier etwas ganz Bestimmtes suchten. Gioronium? – Nein, es musste um mehr gehen. Cart hatte eine Ahnung, aber sie war noch unbegründet und spekulativ, und so sprach er nicht mit Walik darüber. Sorm Haykort – Cart hatte diesen Namen schon einmal gehört. Haykort war einer der führenden Männer auf Aulan. Es konnte nicht von ungefähr kommen, dass er selber hier auf A-123-b war. Die Aulaner mussten eine ungeheuer wichtige Sache suchen. Hatte sie etwas mit Lakor zu tun?

Cart und Dark hatten nun den Schuppen erreicht. Die Tür wurde aufgestoßen, und die Männer stürmten herein.

In der kleinen Hütte hatte sich nichts verändert. Aber Cart hatte eindeutig gesehen, wie einige Soldaten aus Haykorts Gleiter gesprungen waren, um gleich darauf in dem kleinen Häuschen zu verschwinden. Sie hatten das Gebäude offenbar durchsucht. Hatten sie etwas gefunden?

Plötzlich stolperte Dark über etwas.

„Verdammter Mist“, stöhnte Dark.

Rhegan sah gebannt auf den Boden.

„Das klang hohl“, meinte der Lakornide.

Er nahm einen Becher aus einem der Schränke und warf ihn ebenfalls auf den Boden. Es gab keinen Zweifel – unter dem Fußboden befand sich ein Hohlraum.

„Hier ist eine lose Platte im Boden“, rief Dark.

Er hob sie hoch und tat sie beiseite. Tatsächlich befand sich unter dem Boden ein nicht unbeträchtlicher Hohlraum.

Er war leer. Nur eine stabil wirkende Metallkassette befand sich hier. Sie war noch verschlossen, das erkannten die beiden Prospektoren auf den ersten Blick.

Rhegan hob die Kassette auf. Es war nicht schwer, sie mittels der Strahlpistole zu öffnen. Innen lag ein  fingergroßes Ortungsmodul mit Überlicht-Peilsender.

„Ob sie das suchen?“, fragte Cart.

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2. DIE BOTSCHAFT

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Cart legte das Ortungsmodul auf den Tisch.

„Ob unser Computer die darauf enthaltenen Daten entschlüsseln kann?“, zweifelte Walik.

Cart schaute verdrossen auf das Band.

„Wir sollten es versuchen“, meinte der Raumfahrer aus Lakor. Walik nahm das Band und steckte es in eine Öffnung beim Bordcomputer.

Es dauerte nicht lange, und die Maschine spuckte einen Papierstreifen aus. Walik hob ihn auf.

„Das ist interessant“, meinte er.

„Was ist inter...?“ Weiter kam Cart nicht, denn er wurde von dem Warnzeichen der Sensoren unterbrochen.

Er lief zum Fenster und sah, wie erneut ein Trupp Aulaner anrückte.

Er drehte sich zu Walik um.

„Was ist auf dem Ortungsmodul, Walik?“

„Es peilt die gegenwärtigen Koordinaten von Acan an“, murmelte Walik.

Cart zuckte zusammen. Die Koordinaten des sagenumwobenen Acan. Acan – die riesige Weltraumstadt.

Cart hatte von Acan gehört, doch hatte er alle Berichte als Raumfahrergarn abgetan. Es gab einen richtigen Acan-Mythos. Der Sage nach war Acan eine riesige Raumstadt, in der mehr als 20 Milliarden Menschen wohnten.

Aber Acan gab es doch gar nicht!

Acan war eine Phantasievorstellung einiger Raumfahrer.

Cart entriss Walik die Daten.

Nach diesem Zettel hatte Acan im Augenblick eine Umlaufbahn um den Planeten Luton eingenommen.

Aber was hatte der Handelsplanet mit Acan zu tun?

Die Lutonier wussten also von Acan.

Cart kannte auch jemanden, der behauptet hatte, schon einmal in Acan gewesen zu sein.

Es handelte sich hier um Shelbar Gryk, den Katzenmenschen. Er war ein alter Raumkapitän und lebte zurzeit auf dem Planeten Manolo.

Cart wandte sich an Walik.

„Ich bin gespannt, was die Aulaner nun wollen.“

Er wandte sich zur Schleuse.

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DIESES MAL KAM SORM Haykort wesentlich unfreundlicher auf Cart Rhegan zu.

Wieder begannen die Truppen den Schuppen zu durchwühlen.

Haykort stellte sich vor Cart auf.

„Haben Sie zufällig eine verrostete Kassette gesehen, Mr. Rhegan?“, fragte er in einem unfreundlichen Tonfall.

Cart schüttelte den Kopf.

„Ich habe nirgendwo eine Kassette gesehen. Warum suchen Sie denn nach ihr?“

„Das geht Sie nichts an, Rhegan.“

Cart nickte. Innerlich triumphierte er, dass er und Walik die Kassette vor den Aulanern gefunden hatten.

Woher wussten die Aulaner von dieser Kassette? Wussten sie auch von den Koordinaten? Es war zu vermuten.

„Ich warne Sie, Rhegan. Wenn Sie uns etwas verschweigen, dann können Sie etwas erleben“, drohte Haykort.

Der Aulaner wandte sich an einen der Soldaten.

„Sagen Sie Oberst Fargoni, dass er die Truppen abmarschieren lassen kann“, sagte er missmutig.

Er drehte sich um und ging. Cart ging auch. Er hatte keine Lust, sich weiter von diesem aulanischen Offizier bedrohen zu lassen. Als er in die Zentrale der CORNWAY zurückkam, wandte er sich sogleich an Malik.

„Wir starten, sobald die Aulaner weg sind“, befahl Cart.

„Was wollten die Aulaner diesmal?“, wollte Walik nun wissen.

„Sie waren tatsächlich hinter den Daten über Acan her“, antwortete Cart.

Er sah aus dem Fenster.

Haykort hatte seine Leute schon vollkommen aus der Mulde abgezogen.

„Wir können starten“, meinte Cart.

Walik schaltete die Maschinen ein und die CORNWAY erhob sich und ließ den Planeten A-123-b hinter sich.

Cart und Walik waren froh, nicht mehr diesem Sorm Haykort ausgeliefert zu sein.

„Wir fliegen nach Manolo“, sagte Cart an Walik gewandt.

„Was wollen wir denn auf Manolo?“, fragte Walik.

„Erinnerst du dich noch an Shelbar Gryk? Du weißt, dass der Katzenmensch immer behauptet hat, er hätte die Weltraumstadt Acan schon gesehen. Ich möchte wissen, was er weiß.“

„Du willst nach Acan fliegen, Cart.“

„Ich weiß es noch nicht, Walik. Ich habe mich noch nicht entschieden. Würdest du denn mitkommen?“

„Ja.“

„Dann sind wir uns also einig, Walik.“

Walik Dark starrte auf den großen Bildschirm, auf dem nur die endlosen Weiten des Alls zu sehen waren.

„Und du meinst, dass uns Gryk helfen kann?“, fragte Walik.

Cart nickte nur und setzte sich dann in einen der Schalensessel.

Er war müde und würde sich etwas ausruhen.

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3. DER KATZENMENSCH

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Die CORNWAY war im Raumhafen von Manolia Town gelandet. Manolia war die Hauptstadt des Freihandelsplaneten Manolo. Manolo gehörte der Gemeinschaft der Freihandelsplaneten (GFP) an, der unter anderem auch Luton angehörte.

Die Manolier hatten keinen solchen Reichtum, wie man ihn von Luton, Lakor oder Aulan her kannte, aber auch Manolo zeigte die typischen Merkmale eines GFP-Planeten. Sie alle begnügten sich mit der wirtschaftlichen Macht. Sie gründeten kein Imperium, wie Lakor oder Aulan es taten. Aber dennoch war Luton einer der mächtigsten Planeten geworden, und auch andere GFP-Planeten hatten eine große Macht entwickelt.

Man hatte auf Luton keinen Zweifel daran, dass die GFP das Erbe des Sternunion-Imperiums antreten würde. Mochten sich Lakorniden und Aulaner streiten, um was sie wollten. Sie würden die Hauptsache immer übersehen.

Walik und Cart gingen in die City von Manolia Town und erkundigten sich nach Shelbar Gryk.

Schließlich fanden sie den Katzenmenschen in einem Luxuszimmer in einem der besten Hotels von Manolo.

„Welch eine Freude, dich wiederzusehen“, wurde Cart von Gryk begrüßt.

Cart nickte nur.

Gryk wandte sich nun an Walik Dark.

„Wer ist das?“, fragte er.

„Das ist Walik Dark, mein Partner“, stellte Cart Rhegan vor. Gryk begrüßte auch ihn.

Der alte Raumfahrer Gryk schien immer noch derselbe geblieben zu sein.

Cart und Gryk hatten sich im Jahr 8890 zum letzten Mal gesehen. Nun schrieb man das Jahr 8896. Inzwischen war das Sternunion-Imperium zusammengebrochen, und Aulan und Lakor stritten sich um das Erbe des SUI.

„Wir haben mit dir zu reden, Shelbar“, sagte Cart. Die drei Männer setzten sich in einer Sitzgalerie nieder, und dann sprach Cart Rhegan.

„Du hast doch immer gesagt, du wärst in Acan gewesen.“

„Ja, das stimmt, Cart.“

„In welcher Position lag Acan damals?“

„Acan kreiste damals um den Planeten D-89-c, einen wilden Methanriesen, auf dem es bis heute Siedler gibt. Es existiert dort eine Stadt, Port D-89-c genannt. Als ich Acan gesehen hatte, hatte ich die Regierung von D-89-c darauf aufmerksam gemacht. Es wurden einige Raumschiffe gestartet, aber als sie ankamen, war Acan verschwunden. Die Stadt im All musste ihre Position geändert haben.“

„Und Acan hatte keine Spuren hinterlassen?“

„Nein, Cart. Es scheint sich bei Acan um ein gigantisches Raumschiff zu handeln.“

„Und man hat auf D-89-c keine Nachforschungen angestellt?“

„Nein. Man hat mich dazu verurteilt alle Kosten, die der Einsatz der Raumflotte verursacht hatte, zu tragen. Und das war nicht wenig, kann ich dir sagen.“

„Ich habe die neuen Koordinaten von Acan, Shelbar.“

Bei Carts letzten Worten schrak der Katzenmensch zusammen.

„Wo befindet sich Acan?“, fragte Gryk nun.

„In einer Umlaufbahn um Luton“, sagte Cart.

„Wir hatten vor, Acan aufzusuchen, Shelbar. Kommst du mit?“

„Habt ihr denn ein Raumschiff?“

„Ja!“

„Gut, ich mache mit. Übrigens wohnt in diesem Hotel noch ein Mann, der zu der Besatzung des Schiffes gehörte, die Acan gesehen hat. Han Suurbier ist sein Name. Ich bestehe darauf, dass er mitfliegen kann.“

„Gut, er kann mit“, gab Cart nach.

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AM NÄCHSTEN TAG BRACHEN Rhegan, Dark, Gryk und Han Suurbier mit der CORNWAY auf. Man hatte zuerst ausreichende Vorräte gesammelt. Dann ging die Reise los. Sie erreichten nach einer relativ kurzen Zeit Lutsol, die Sonne, um die Luton seine Bahn zog.

Doch hatte Luton seit einiger Zeit einen Satelliten.

Es handelte sich um eine riesige Raumstadt. Das musste Acan sein.

Die CORNWAY näherte sich vorsichtig dem Gebilde.

„Wir sollten auf Luton landen“, meinte Han Suurbier.

Cart nickte.

„Das wird wohl das Beste sein“, meinte er.

Sie landeten in Lutonia, der Hauptstadt Lutons.

Hier herrschte ein unvorstellbarer Reichtum. Man merkte richtig, dass man sich auf dem wichtigsten GFP-Planeten befand. Sie wurden beim Administrator des Planeten, Luun Thorkild, vorstellig. Schließlich gewährte man ihnen eine Audienz. Sie wurden in den schön ausgeschmückten Regierungspalast gebracht, wo sie mit Luun Thorkild zusammentrafen.

„Was wollen Sie nun von mir?“, fragte Thorkild.

Cart, Walik, Gryk und Han hatten inzwischen in bequemen Sesseln Platz genommen.

„Warum ist Acan in eine Umlaufbahn um Luton gegangen?“, fragte Cart Rhegan.

Thorkild sah seinen Stellvertreter Jason Vorcher ratlos an und sagte dann: „Acan? Das ist doch nur ein Mythos. Acan gibt es nicht.“

„Ich habe Acan mit eigenen Augen gesehen, Sir“, mischte sich Han Suurbier ein.

„Ich weiß sehr genau, dass der fremde Körper, der seine Bahn um Luton zieht, Acan ist.“

„Sie waren in Acan?“, fragte Jason Vorcher verwundert.

Suurbier nickte.

Thorkild und Vorcher schauten sich wieder ratlos an.

„Wissen Sie, wer Arc Wegu ist?“, wandte sich der Administrator von Luton an Suurbier.

Der Raumfahrer nickte.

„Arc Wegu ist der Lord von Acan. Mein Freund Gryk und ich haben schon selber mit ihm gesprochen.“

Luun Thorkild und Jason Vorcher sahen geheimnisvoll zu Cart und seinen Freunden. Sie waren ratlos.

Dann flüsterte Thorkild Vorcher etwas zu, was Cart Rhegan und die anderen nicht verstehen konnten. Vorcher erhob sich und verließ den Raum.

Misstrauisch sah Cart ihm nach. Luun Thorkild blieb bewegungslos sitzen.

„Warum hat Vorcher den Raum verlassen, Luun?“, fragte Gryk barsch.

Der Lutonier zuckte mit den Schultern.

„Er hatte noch einiges zu erledigen“, meinte er gleichgültig.

Doch Cart traute dem Frieden nicht so recht. Er tastete nach seinem Energiestrahler. Er steckte noch im Halfter. Luun bemerkte dies, sagte aber nichts.

Im nächsten Augenblick kamen einige Wachsoldaten in den Raum.

„Es tut mir leid, aber ich muss Sie für einige Zeit festhalten. Sie würden uns zu viele Unannehmlichkeiten bereiten“, eröffnete Luun nun.

Shelbar Gryk wollte seinen Handstrahler ziehen, aber Han Suurbier hielt ihn zurück.

„Es hat keinen Zweck, Shelbar“, sagte Han.

Sie wurden von den Sicherheitsbeamten abgeführt.

*

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SIE WAREN ALLE ZUSAMMEN in einer Zelle. Eigentlich war die Zelle der vier Raumfahrer ganz wohnlich.

„Mir hat man immer gesagt, dass die Freihandelsplaneten die freiesten des Universums seien“, brummte Walik Dark.

„Offenbar ein Irrtum“, bemerkte Han Suurbier.

„Es ist mir jetzt kein Rätsel mehr, warum die Freihandelsplaneten so schnell zur führenden Macht aufstiegen. Sie werden Hilfe aus Acan erhalten haben.“

Cart Rhegan hatte bei diesen Worten die Hände zu Fäusten geballt.

„Was ist denn daran so verwerflich, die GFP zu unterstützen?“, fragte Walik Dark.

„Du hast recht, Walik“, meinte Han Suurbier.

„Die GFP errichtet keine Tyrannei, wie es das SUI tat, und außerdem könnten so den Auseinandersetzungen zwischen Aulan und Lakor ein rasches Ende bereitet werden.“

„Wir müssen hier raus“, murmelte Shelbar Gryk.

Han lief auf und ab.

„Wir haben keine Chance“, meinte Han. „Der Raum ist vollkommen abgeschlossen.“

„Halt mal“, rief Cart Rhegan. „Wir können atmen! Also muss irgendwo ein Belüftungssystem sein.“

Walik Dark nickte.

„Wir sollten mal die Wände abtasten“, schlug er vor.

Die Raumfahrer machten sich daran die Wände abzutasten. Kein Millimeter wurde ausgelassen. Aber man hatte ja Zeit, und so brauchten sie sich nicht zu beeilen.

„Hier“, rief Gryk.

Der Katzenmensch hatte eine lose Platte im Fußboden gefunden. Mit Hilfe von Han Suurbier löste Gryk die Platte vollends und legte sie beiseite. Unter der Platte kam ein Gitter zum Vorschein, unter der eine Art Schacht gähnte. Das musste der Luftschacht sein. Irgendwo musste es einem doch durch den Schacht gelingen, ins Freie zu gelangen.

„Da müssen wir rein“, meinte Cart.

Han nickte und ging dann zu den Betten. Er riss kurzerhand die Laken von den Betten der Gefangenen und begann aus ihnen ein Seil zu flechten.

Noch einmal überprüfte er das Seil auf seine Belastbarkeit, dann war es fertig. Er führte es den anderen vor.

Ein Aufzug wäre den Männern zwar lieber gewesen, aber Han Suurbiers Seil war die einzige Chance, aus dem Gefängnis von Lutonia zu entkommen.

Cart befestigte das Seil sorgfältig am Schachteingang, und Han ließ es dann langsam herunter.

Zuerst wurde Walik Dark heruntergelassen, dann folgte Han Suurbier, und als dritter kletterte Cart Rhegan. Shelbar Gryk kam zuletzt dran, weil der Katzenmensch das größte Gewicht besaß.

Nun waren sie alle auf dem Boden des Schachtes. Der Schacht selber war alles andere als sauber. Dazu hatten die Männer noch unangenehme Gerüche und schleimige Kriechtiere auszuhalten, die hier in den Schächten ihr armseliges Dasein fristeten.

Hinter einem Gitter bemerkten sie nun einen anderen Gang. Er schien die Fortsetzung des Schachtes zu sein.

Das Gitter wurde nach einigen Anstrengungen der Mänenr und mit Hilfe der Krallen des Katzenmenschen entfernt, und so konnten Cart und die anderen ihren Weg fortsetzen.

Es war kein angenehmer Weg, aber der einzig mögliche.

„Das sieht aber mehr nach einem Abflusskanal aus als nach einem Lüftungsschacht“, meinte Walik Dark.

„Ist das nicht egal?“, fragte Cart Rhegan.

„Diese Insekten“, stöhnte Shelbar Gryk.

„Wir scheinen wirklich in einem Abflusskanal gelandet zu sein“, vermutete Han Suurbier.

Überall war es glitschig und rutschig. Die Insekten waren fast nicht mehr auszuhalten und die Gerüche wurden immer unerträglicher. Dazu kam noch eine fast vollkommene Dunkelheit, die die Männer fast blind umherirren ließ.

Cart fragte sich, ob man ihre Flucht schon entdeckt hatte. Er schaute auf die Leuchtziffern seiner Uhr. Um diese Zeit kam normalerweise ein Roboter und brachte ihnen, was sie zum Leben brauchten. Sie mussten ihre Flucht also schon entdeckt haben. Was würde man unternehmen? Würde man die Kanäle vergasen, so dass sie hier ersticken mussten? Das konnte gut sein. Aber warum wollte Luun Thorkild die Existenz Acans leugnen?

Wussten die Aulaner, dass Acan hinter dem raschen Aufstieg Lutons stand? Suchten die Aulaner deshalb nach den Koordinaten? Wussten die Verantwortlichen in Lakor Bescheid?

Die Männer standen jetzt zeitweise knietief im Schlamm. Sie stolperten, standen wieder auf, stolperten und liefen weiter. Irgendwann musste der Ausgang kommen. Nur wann, das wusste keiner. Jetzt kam die erste Gangbiegung. Die Männer sahen die Schatten von Leuchtstoffröhren, die vor langer Zeit einmal gebrannt hatten. Doch die Lampen waren erloschen. Nach der Gangbiegung konnten die Männer noch nicht das Licht der Sonne sehen. Statt dessen sahen sie fast nichts. Sie taumelten vorwärts, nur von den Mauern geleitet und von den Insekten geärgert.

Plötzlich hielt Cart Rhegan an.

„Stopp, Leute, ich habe etwas gehört.“

Die Männer horchten angestrengt.

„Schritte“, sagte Han schließlich.

Cart nickte.

„Die sind sicher wegen uns hier unten“, meinte Gryk.

„Sie werden eine gute Ausrüstung bei sich haben, wenn unsere Vermutung stimmt und sie wirklich uns suchen“, spekulierte Walik Dark.

„Was meinst du damit?“, fragte Cart.

Dark zuckte mit den Schultern.

„Ich dachte nur, dass wir sie unter Umständen überwältigen können.“

Gryk kraulte seine Barthaare.

„Kein schlechter Gedanke“, fand der Katzenmensch.

Die Schritte wurden lauter.

„Wir müssen uns verstecken“, meinte Han Surrbier.

„Da in die Nische“, befahl Cart.

Die Männer gehorchten und versteckten sich in einer Nische. Die Männer sahen jetzt einige Gestalten in Spezialanzügen und mit Scheinwerfern ausgerüstet. Es waren insgesamt drei Mann.

„Die schaffen wir“, meinte Gryk.

Dem Katzenmenschen machte die Dunkelheit wenig zu schaffen. Er konnte seine Pupillen derart erweitern oder verengen, das er sich bei grellem Licht und annähernder Dunkelheit immer noch orientieren konnte.

Mit einem tollkühnen Satz sprang Gryk auf die Gestalten zu. Mit wenigen Handgriffen und übermenschlichen Kräften überwältigte Gryk die kleine Patrouille. Cart, Han und Walik zogen die Kombinationen der Überwältigten an. Diese zogen die zerschlissene Kleidung der drei an. Gryk musste seine alte Kleidung anbehalten. Ihm wären die Kombinationen auf alle Fälle zu klein gewesen.

Die drei Mitglieder der Patrouille sahen sich betroffen an. Cart Rhegan trat zu ihnen.

„Wer war der Kommandant von eurer Patrouille?“, fragte Cart.

„Ich, Mister“, meldete sich einer der Männer.

„Wie ist Ihr Name?“

„Leutnant Temistokles O’Shay“, antwortete der Mann.

„Und wie heißen Ihre Kollegen?“

„Ren Borker und John Cabot!“

Cart blickte von einem zum anderen.

O’Shay war ein etwas älterer Mann. Die Haarsträhnen flogen ihm wild durch das Gesicht und sein Bart schien einen Rasierapparat nicht zu kennen. Cabot und Borker waren hingegen noch sehr junge Kadetten. Ren Borker hatte eine Wunde an der linken Schulter – sie musste von Gryks Krallen stammen. Wenn jemand etwas über Acan wissen würde, dann war es Temistokles O’Shay.

„Warum kreist Acan um Luton?“, fragte Cart.

O’Shay hustete. Er wusste ganz genau, dass die Frage an ihn gerichtet war, aber dennoch antwortete er nicht. er tat einfach so, als hätte er die Frage nicht gehört. Cart ballte seine Hände zu Fäusten.

„Antworten Sie, Mr. O’Shay!“, rief Cart.

Der Leutnant blickte zu Cart herüber. Der Lakornide sah jetzt das spitze Kinn und das dürre Gesicht O’Shays, in dem die Knochen deutlich sichtbar waren. Es war ein markantes Gesicht mit einem kühnen Profil.

Das Gesicht hatte in seiner Hässlichkeit eine eigentümliche Schönheit, die den Blick Cart Rhegans gefangenhielt.

„Also gut“, sagte O’Shay. „Ich weiß nicht alles, aber immerhin etwas. Acan hat Luton Hilfe angeboten. Schon vor einigen Jahren hatten wir Kontakt mit Acan. Es bestand aber immer äußerste Geheimhaltepflicht. Und dann ist Acan vor drei Monaten hier im Lutsol-System aufgetaucht.“

„Wissen Sie über die genauen Pläne der Raumstadt Bescheid, Mr. O’Shay?“

Der Leutnant schüttelte heftig den Kopf.

„Nein, das wissen nur wenige. Außer Luun Thorkild und Jason Vorcher nur noch Ellery Woodman, der Chef der Datenabteilung von Luton.“

„Was wollt ihr eigentlich? Warum interessiert ihr euch für Acan?“, wandte sich John Cabot an Cart Rhegan.

„Wir wollen das Geheimnis eines alten Mythos lüften.“

„Ihr wollt nach Acan?“, fragte Cabot nun.

„Ja“, sagte Cart Rhegan nur.

Er wandte sich nun wieder Temistokles O’Shay zu.

„Führen Sie uns hier raus, O’Shay. Aber ich warne Sie. Wenn Sie Dummheiten machen, sind Sie dran, das verspreche ich Ihnen.“

Die Gruppe setzte ihren Weg fort. O’Shay führte sie, und Ren Borker und John Cabot wurden von Walik und Gryk streng bewacht.

Der Leutnant führte sie durch die langen Gänge. Er bewegte sich in diesem Labyrinth mit traumwandlerischer Sicherheit. Er musste schon oft hier unten gewesen sein.

„Sagen Sie, ist dies nun ein Luftschacht oder ein Abflusskanal?“, wurde Ren Borker von Han Suurbier gefragt.

„Ein stillgelegter Abwasserkanal“, gab Ren Auskunft.

„Dahinten! Ein Lichtschimmer!“, rief Walik Dark.

Sie hatten es geschafft. Sie waren entkommen.

Sie liefen auf die Öffnung zu. Früher war hier einmal eine Kläranlage gewesen, aber das war schon mehr als 30 Jahre her. Nun war hier nichts außer einem stinkenden Müllhaufen, der die Landschaft verunstaltete.

Seufzend stiegen Cart und seine Gruppe ins Freie. Endlich konnten sie ihre Scheinwerfer ausschalten.

„Wo finden wir diesen Ellery Woodman?“, wandte Cart Rhegan sich an Temistokles O’Shay.

„Wissen Sie, er ist ein Faulpelz. Er kümmert sich selten um seinen Job. Meistens hält er sich in einem der Hotels von Lutonia City auf.“

„Und wissen Sie genau, wo?“

„Nein. Er wechselt außerdem alle paar Wochen seinen Wohnsitz. Er ist ein Narr, aber was soll man machen. Das Datenwesen auf Luton ist zwar seine Sache, aber er kümmert sich nicht darum. Die Arbeit lässt Woodman von seinen sogenannten ‚Agenten’ machen.“

Han Suurbier nahm Cart zur Seite.

„Wir können den Leutnant und seine Leute noch nicht laufen lassen“, brummte Han.

Cart nickte nur. er wusste, dass sie ihren Plan sofort verraten würden. Und dann würden sie bestimmt nicht mehr an Ellery Woodman herankommen.

„Wir werden sie weiter hierbehalten müssen“, meinte Cart zu Han.

Die Männer setzten ihren Weg fort. Der Müllplatz war auch alles andere als eine angenehme Umgebung, aber gegen die Kanäle war er das Paradies.

Um den Müllplatz herum war ein Wald angelegt worden. Er war wirklich nicht groß, aber er gewährleistete, dass die Leute auf der Straße hinter dem Wald nichts mehr von dem alten Müllplatz sahen.

Sie durchquerten das Dickicht und sahen auf die Straße. Es war eine riesige Geschäftsstraße. Die Leute drängten sich. Cart drehte sich zu Walik um.

„Du und Gryk – ihr werdet unsere Gefangenen bewachen. Han und ich werden uns nach diesem Ellery Woodman erkundigen.“

„Und wo treffen wir uns wieder?“, wollte Gryk wissen.

Cart Rhegan deutete auf den Boden.

„Genau hier, Shelbar.“

Der Katzenmensch nickte, und Cart machte sich zusammen mit Han Suurbier auf den Weg.

S

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