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Geschäftsessen meistern

Inhaltsverzeichnis

  1. Hinweis zum Urheberrecht
  2. Impressum
  3. Vorwort
  4. Die Vorbereitung
    1. Wann macht ein Geschäftsessen Sinn?
    2. Auswahl des Restaurants
    3. Einladung ins Restaurant
      1. Reserviert ist reserviert
    4. Die Sitzordnung
      1. Sitzordnung mit zwei Gästen
      2. Sitzordnung mit mehreren Personen
    5. Dresscode
    6. Besonderheiten in anderen Kulturen
      1. Frankreich
      2. Spanien
      3. Religiöse Besonderheiten
  5. Die Begrüßung
    1. „Welchen Tisch hätten Sie denn gern?“
      1. Läuft doch wie geschmiert!
    2. Von der Tür bis zum Tisch
      1. Auftreten als Gastgeberin
      2. Begrüßung am Tisch
      3. Bekannte am Nachbartisch
    3. Wen stelle ich wie vor?
      1. Wenn Sie Gast sind
    4. Wohin mit Taschen, Handys und Co.?
    5. Small Talk statt Big Talk
      1. Sammeln Sie vorab Infos
      2. Die richtigen Gesprächsthemen
      3. Small Talk mit schwierigen Tischpartnern
        1. Der Schweiger
        2. Der Neugierige
        3. Der Vielredner
        4. Der Zudringliche
        5. Der Alleswisser
      4. Der Einstieg in den Small Talk
      5. Das Ende des Small Talks
    6. Der Aperitif
      1. Beim Stehempfang
      2. Beim Dinner
    7. Besonderheiten in anderen Kulturen
      1. Großbritannien
      2. Japan
      3. China
  6. Beim Essen
    1. Die Küche spricht französisch
    2. Essen bestellen
      1. Damen- bzw. Gästekarten
      2. Allergien, Diäten und andere Einschränkungen
        1. Test: Sind Sie ein guter Gastgeber?
      3. Wie Sie ein perfektes Menü zusammenstellen
    3. Die Getränke
      1. Welcher Wein zu welchem Essen?
      2. Eine Wissenschaft für sich: Was passt zu Fischgerichten?
      3. Bierkultur
      4. Der Kult ums Wasser
      5. Wein probieren
      6. Das Korkgeld
      7. Zuprosten oder Anstoßen?
      8. Füllmengen
      9. Kleines Einmaleins des Kaffees
    4. Tischmanieren
      1. Die richtige Haltung
      2. Die Serviette
      3. Brot & Brotteller
      4. Mit dem Essen beginnen
      5. Vom Tisch entfernen
      6. Das Gedeck
      7. Die viktorianische Besteckhaltung
      8. Essen mit den Fingern
        1. Mit der Hand oder mit der Gabel
        2. Klassisches Fingerfood
      9. Die Bestecksprache: 20 nach 7 oder 20 nach 4?
      10. Suppen
      11. Fisch bei Tisch
    5. Verhalten am Buffet
      1. Frühstücksbuffet und Brunch
      2. Essen im Stehen
    6. Pleiten, Pech und Pannen
      1. Rotweinglas umkippen
      2. Kleckern
      3. Das Haar in der Suppe
      4. Echte Reklamationsgründe
      5. Unaufmerksames Personal
      6. Nervige Nachbargäste
      7. Mag ich nicht!
      8. Unangenehme Tischpartner
      9. Das Essen dauert und dauert
    7. Besonderheiten in anderen Kulturen
      1. Neuseeland und Australien
      2. USA
      3. Fernost
      4. Europa
  7. Nach dem Essen
    1. Wie man ein Essen galant beendet
    2. Bezahlung und Trinkgeld
      1. Die Rechnung kommt und kommt nicht
      2. Der Letzte zahlt die Zeche – wirklich?
    3. Die Zigarette oder Zigarre danach
      1. Das Zigarren-Ritual
    4. Garderobe und Verabschiedung
      1. In den Mantel helfen
      2. „Auf Wiedersehen“
      3. Die französische Verabschiedung
      4. Wer verabschiedet sich von wem?
      5. Der Zug durch die Gemeinde
    5. Der Heimweg Ihrer Gäste
      1. Wer sitzt wo im Auto?
      2. Grundsätzliches zu Auto & Fahrstil
    6. Besonderheiten in anderen Kulturen
      1. Trinkgelder
      2. Bezahlung der Rechnung
      3. Nach dem Essen
        1. Indien
        2. China
        3. USA
        4. Russland
  8. Ein großes Fest organisieren
    1. Je größer der Event, desto aufwendiger die Planung
    2. Wann sollte die Einladung verschickt werden?
    3. Einladungszusätze und ihre Bedeutung
    4. Sitzordnung in feierlichem Rahmen
    5. Tischformen
    6. Gastgeschenke
    7. Reden und Ansprachen
      1. Die Begrüßungsansprache des Gastgebers
      2. Die protokollarische Reihenfolge
      3. Wie man eine Rede aufbaut
    8. Eine Auswahl an Tischreden
      1. Sachliche Rede für Geschäftspartner
      2. Reden für Kollegen
        1. Beispiel 1
        2. Beispiel 2
      3. Legere Rede
        1. Alternative:
  9. Die Autorinnen
  10. Weitere Literatur
  11. Stichwortverzeichnis
  12. Arbeitshilfen online

[1]

Hinweis zum Urheberrecht

Abbildung

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Vorwort

Als Gastgeber eines Geschäftsessens geht es Ihnen wie einem Regisseur. Sie müssen viele, manchmal eigenwillige Charaktere unter einen Hut bringen. Sie folgen einem Ablaufplan, einem Drehbuch, und müssen auf das Budget achten. Von Ihren Handlungen hängt entscheidend der Erfolg des Essens ab. Dieser besteht darin, Ihr Team oder das ganze Unternehmen so gut wie möglich zu repräsentieren. Die Hauptrollen spielen dabei jedoch andere: Ihre Gäste. Ähnlich wie Schauspieler haben auch diese Aufgaben beim Geschäftsessen: Sie sollten sich im besten Licht darstellen können und damit ihre Rolle als Gesprächs- und Tischpartner so gut wie möglich ausfüllen.[2]

Damit Ihnen all dies als Gastgeber und Gast „oscarreif“ gelingt, haben wir für Sie unsere Erfahrungen aus mehr als zehn Jahren Knigge-Seminaren und unzähligen Geschäftsessen zusammengestellt. Sie können in diesem TaschenGuide unter anderem nachlesen, welche Fettnäpfchen lauern und wie Sie sie geschickt umgehen. Sie erfahren, welche Regeln bei der Vorbereitung, bei der Begrüßung und bei Tisch gelten. Zahlreiche Checklisten unterstützen Sie bei der Umsetzung eines gelungenen Essens.

Viel Erfolg dabei wünschen Ihnen

Anke Quittschau & Christina Tabernig

Die Vorbereitung

Mit der richtigen Vorbereitung legt man den Grundstein für ein gelungenes Geschäftsessen, bei dem sich die Gäste wohlfühlen.

In diesem Kapitel erfahren Sie u. a.,

  • wie man das passende Restaurant auswählt,

  • wie man Missverständnisse bei der Einladung vermeidet,

  • wie man seine Gäste am besten platziert.

Wann macht ein Geschäftsessen Sinn?

Gespräche mit Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, aber auch mit Projektteams und Mitarbeitern lassen sich gut mit einem Geschäftsessen verbinden. Auch wenn man von Geschäftsessen spricht, dreht sich dabei nicht ausschließlich alles um geschäftliche Themen. Eine solche Verabredung bietet daher die Chance, sein Gegenüber auch persönlich kennenzulernen. Außerdem kann man in entspannter Atmosphäre so manche Dinge besprechen, die im sterilen Meeting-Raum nicht auf der Tagesordnung stehen.[3]

Schon im Mittelalter, als nur wenige Menschen lesen oder schreiben konnten, sagte man: Was an einem Tisch gesprochen wird, ist ein Vertrag. Wenn wir diesen Gedanken fortsetzen, bedeutet das, dass die Gespräche bei Tisch durchaus verbindlich und von großem Wert für eine Geschäftsbeziehung sind.

Geschäftliche Essen bieten sich an:

  • zur Akquisition von Neukunden

  • zur Feier bzw. Bestätigung eines Geschäftsabschlusses

  • als Motivationsveranstaltung für Mitarbeiter

  • bei Produktneupräsentationen

  • zum Kennenlernen bei Firmenzusammenschlüssen und Kooperationen

  • für Gespräche mit dem Aufsichtsrat

  • für Bewerbungsgespräche

Auswahl des Restaurants

Geschäftsessen sind heikel. Läuft alles gut, können sie der Auslöser für den heiß ersehnten Auftrag sein, läuft etwas schief, können sie ihn gefährden. Deshalb sollte das Essen für alle so angenehm wie möglich gestaltet werden. Dabei geht es nicht nur um das leibliche Wohl, sondern auch um die richtige Atmosphäre.

Ob Ihr Geschäftsessen ein voller Erfolg wird, kann sich bereits bei der Restaurantwahl entscheiden. Hier einige Tipps, die bei der Entscheidung für das richtige Lokal helfen.

  • Überlegen Sie, welche Zielsetzung sich aus Ihrer Restaurantwahl ablesen lässt. So kann sich der andere bei der Einladung in ein teures Gourmet-Restaurant fragen, ob sich das auch in Ihren Preisen niederschlägt.[4]

  • Bei Einladungen gelten in manchen Unternehmen heute strenge Compliance-Richtlinien. Achten Sie deshalb als Gastgeber wie als Eingeladener darauf, dass die Veranstaltung überwiegend Geschäftscharakter hat und der gängigen Geschäftspraxis entspricht.

  • Grundsätzlich empfiehlt es sich, weder ein zu teures noch ein zu günstiges Restaurant zu wählen.

  • Gäste, die von auswärts kommen, freuen sich meist über regionale Küche.

  • Prüfen Sie (eventuell über die Assistenten der Einzuladenden), in welchem Umfeld Ihr Gast sich wohlfühlt. Lassen Sie sich auch über seine Lieblingsspeisen informieren. Ist Ihr Kunde Vegetarier oder Diabetiker oder darf er aus anderen Gründen bestimmte Dinge nicht essen?

  • Besuchen Sie mit wichtigen Kunden möglichst nur Lokale, die Sie kennen, auf die Sie sich hundertprozentig verlassen können und in denen auch Sie sich wohlfühlen.

  • Achten Sie darauf, dass die Tische nicht zu eng stehen. Firmeninterna, Strategiegespräche sowie Bewerbungen gehen niemanden am Nebentisch etwas an. Es gibt Restaurants, die Ihnen eine diskrete Atmosphäre, z. B. in eigenen Salons oder Séparées, anbieten. Fragen Sie bei der Reservierung, ob Sie in einer ruhigen Ecke mit Abstand zu den anderen Gästen platziert werden können.

  • Bei mehr als sechs Gästen sollten Sie vorab ein Menü bestellen, um den Ablauf zu beschleunigen und der Küche die Sicherheit zu geben, dass alle Speisen vorrätig sind.[5]

  • Wählen Sie einen für beide gut erreichbaren Ort und eine für den Gast günstige Zeit.

  • Überprüfen Sie die Parkmöglichkeiten.

Wichtig

Sie sollten immer vor Ihren Gästen im Lokal sein, um noch eventuelle Korrekturen bei der Tischwahl oder Detailabsprachen mit dem Service vornehmen zu können.

Einladung ins Restaurant

Eine gute Einladung beginnt damit, dass man deutlich macht, wer denn später die Rechnung im Restaurant übernimmt.

Beispiel:

Möchten Sie Ihre Kunden nach einem erfolgreichen Meeting zum Essen einladen, sagen Sie: „Gerne möchte ich Sie zum Abschluss des Tages zum Essen einladen. Es gibt einen guten Italiener und ein traditionelles Gasthaus ganz in der Nähe. Was gefällt Ihnen besser?“

Formulieren Sie wie im Beispiel, wird deutlich, wer die Rechnung zahlt. Häufig gibt es jedoch auch Varianten, aus denen die Einladung nicht hervorgeht.

Beispiel:

„Wollen wir den Rest noch beim Essen besprechen?“, oder: „Es ist schon spät. Lassen Sie uns etwas essen gehen.“

Ist das Geschäftsessen zeitlich weit im Voraus geplant, organisieren Sie vorab mit dem Restaurant, dass man Ihnen die Rechnung in die Firma schickt. So bekommen die Gäste nichts vom Zahlvorgang mit.

Reserviert ist reserviert

Mal eben per Telefon einen Tisch reservieren – das ist schnell geschehen. Doch dann sagt der Geschäftspartner kurzfristig ab. An den reservierten Tisch denkt jetzt keiner mehr. Es ist mehr als ein Gebot der Höflichkeit, eine Reservierung zu stornieren, denn ein Gast, der zu spät oder gar nicht absagt, macht sich im Zweifelsfall schadenersatzpflichtig. Der Wirt kann ihm dann seine Vorbereitungskosten und den entgangenen Gewinn in Rechnung stellen (so entschied z. B. das Landgericht Kiel, Aktenzeichen: 8 S 160/97). Wer im Restaurant nur Name und Anzahl der Personen hinterlässt, kommt natürlich schadlos aus der Reservierung raus. Aber sobald ein Menü bestellt ist, muss rechtzeitig storniert werden.[6]

Die Sitzordnung

Überlegungen zur Sitzordnung gehören zu den Dingen, die beim Geschäftsessen oft vergessen werden. Wer aber mit dem Restaurantbesuch einen Zweck über die Nahrungsaufnahme hinaus verbindet, dem sollte es durchaus wichtig sein, wer wo sitzt und mit wem kommunizieren kann. Als Gastgeber sollten Sie zunächst überlegen, wer Ihr Ehrengast ist und wen Sie mitnehmen, um allen Gästen einen passenden Gesprächspartner zur Seite setzen zu können. Haben Sie Ihre Begleitung ausgewählt, kommunizieren Sie ihr die entsprechenden Verantwortlichkeiten und Ihre Wünsche im Vorfeld.

Beispiel:

„Herr Huber, wenn Sie sich heute Abend bitte um Herrn Dr. Schneider, den Finanzleiter des Kunden, kümmern würden. Ich werde mich neben den Geschäftsführer setzen.“

Sitzordnung mit zwei Gästen

Bei zwei Gästen sollte man als Gastgeber auf die Blickrichtung achten. Setzen Sie die Gäste nicht zu weit auseinander, damit Sie mit beiden gut Blickkontakt halten können. Der Gastgeber sitzt mit Blick in Richtung Service.

Gute Sitzpositionen sind die folgenden.

Abbildung

1. Variante: gute Sitzordnung bei zwei Gästen

Abbildung

2. Variante: gute Sitzordnung bei zwei Gästen[7]

Ungünstige Sitzpositionen sehen so aus.

Abbildung

Ungünstige Sitzordnungen bei zwei Gästen

Sitzordnung mit mehreren Personen

Bei Tischordnungen in größerer Gesellschaft gilt: Je näher man dem Gastgeber sitzt, desto höher ist der Rang oder die Wertschätzung.

Der Ehrengast sitzt rechts vom Gastgeber. Der Gastgeber ist so platziert, dass er in den Raum schauen kann und mit dem Service per Blickkontakt kommunizieren kann. Die anderen Gäste sollten sich so verteilen, dass sie sich mit den ihnen zugeordneten Gästen gut unterhalten können. Auf jeden Fall sollte eine „Frontenbildung“ – auf der einen Tischseite die Gäste, auf der anderen Tischseite die Gastgeber – vermieden werden.

Abbildung

Empfehlenswerte Sitzordnung bei größeren Gesellschaften mit Ehrengast

Wichtig

Setzen Sie sich als Gastgeber niemals mit dem Rücken zum Service. Sie sollten per Blickkontakt mit ihm kommunizieren können.

Dresscode

Zu einem guten Essen gehört auch stilvolle Kleidung. Für die Herren gilt: Ein Sakko ist Pflicht, und es bleibt auch bis zum Ende an. Eine Krawatte gehört heute zwar noch immer zum guten Ton, ist aber bei einem Restaurantbesuch kein Muss mehr. Bei offiziellen Veranstaltungen machen Sie die Krawattenfrage vom angegebenen Dresscode auf der Einladung abhängig. Damen sollten im Businessoutfit erscheinen, wenn kein ...

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