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Blonde Urlaubspartnerin gesucht: Redlight Street #61

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Inhaltsverzeichnis

  • Blonde Urlaubspartnerin gesucht
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Blonde Urlaubspartnerin gesucht

REDLIGHT STREET #61

von G. S. Friebel


Der Umfang dieses Buchs entspricht 117 Taschenbuchseiten.


Nina ist einsam. Ihre Ehe ist gescheitert und nun gibt es keinen Menschen mehr, dem sie etwas bedeutet. Selbst ihre ehemaligen Freunde haben sich von ihr zurückgezogen. Doch eines Tages schellt es an der Tür und der Nachbar stellt sich vor. So etwas wie eine Freundschaft entwickelt sich, und so erzählt sie ihm eines Tages, dass sie auf eine Anzeige in der Zeitung geantwortet habe. Sie beabsichtigt, zum Jahreswechsel mit einem charmanten Herrn nach Spanien zu reisen. Allerdings kommt Nina nicht wieder nach Hause...


1

Sie hatte heftige Kopfschmerzen und sehnte sich nach Ruhe und einer guten Tasse Kaffee. Dann würde diese Pein vorübergehen und sie würde wieder klar denken können.

Nina Klee legte ihre Fingerspitzen an die Schläfen und stöhnte kurz auf. Alles war so schwierig, so neu, so umwerfend. Seit ein paar Monaten lebte sie wie in einem Strudel, und wenn sie nicht aufpasste, wurde sie noch mit in die Tiefe gezogen. Dann war alles vorbei. Aus eigener Kraft würde sie sich nie mehr aufrichten können.

Ihr Blick fiel auf die Uhr, aber der Zeiger kroch so langsam, dass man das Gefühl haben konnte, er sei angeklebt.

»Na, Kleechen, hat man es mal wieder so eilig?«, wurde sie angesprochen.

Sie zuckte unwillkürlich zusammen und blickte dann mit gekrauster Stirn ihre Kollegin Renate Meier an.

»Wie meinen Sie das?«

»Nun, seit einer Viertelstunde haben Sie bald ein dutzendmal auf die Uhr geschaut. Das zeugt doch davon, dass man was vorhat, nicht wahr!« Sie seufzte schwer und beugte sich dann wieder über ihre Arbeit.

Nina vergaß für einen winzigen Augenblick ihre Kopfschmerzen und sah sie überrascht an.

»Auf was für Gedanken Sie immer kommen, wirklich, ich bin erstaunt.«

Renate Meier lachte. »Mir können Sie nichts vormachen, ich weiß Bescheid. Wünsche Ihnen viel Vergnügen.«

»Ich habe wirklich nichts vor. Ich bin froh, wenn ich zu Hause bin. Dann lege ich mich auf das Sofa und denke an gar nichts mehr.«

»Und das soll ich Ihnen abnehmen?«, spöttelte Renate Meier.

Nina Klee dachte: Wieso bemühe ich mich und versuche dieser Kuh zu erklären, dass ich nicht das bin, wofür sie mich hält? Es sollte mir doch ganz schnurz sein, was die denkt!

Die Meiersche, wie sie die andere im stillen nannte, war froh, dass sie ihre Arbeit unterbrechen konnte. Sie war eine Klatschtante, man hatte Nina vor ihr gewarnt, gleich zu Anfang. Niemand wollte gern mit ihr zusammenarbeiten. Aber sie hatte gesagt: »Das macht mir nichts aus. Ich persönlich rede nicht viel. Außerdem kann sie ruhig versuchen, in meinem Innenleben herumzuwühlen. Viel wird sie da nicht finden.« Und hatte noch gelacht. Damals war sie ja so froh gewesen, dass man ihr diese Stelle angeboten hatte. Sie bekam gutes Gehalt, und die Arbeitsstelle lag in ihrer Nähe. Sie brauchte also nicht mit dem Bus zu fahren wie die anderen. Ihr Auto hatte sie vor einem halben Jahr verkauft. Zu viele Erinnerungen hatten sie damit verknüpft.

»Stille Wasser sind sehr tief«, schreckte die Kollegin sie aus ihren Gedankengängen auf.

»Wirklich? Sie müssen es ja wissen.«

»Das weiß ich auch«, wieder ein schwerer Seufzer.

Fräulein Meier, nun wurde sie ja Frau Meier gerufen, war an die fünfzig Jahre alt und, wie man so schön sagte, noch Jungfrau. Nie hatte sich ein Mann für sie interessiert, und das machte sie oft sehr grämlich und bärbeißig. Besonders die ganz jungen Kolleginnen mussten unter ihr leiden. Darum hatte man ihr Nina Klee ins Zimmer gesetzt. Nina war achtundzwanzig, blond und bildhübsch. Sie hätte jedem Titelmädchen die Reklame stehlen können, das heißt, wenn man sie entdeckt hätte.

In Fräulein Meiers Augen waren junge Mädchen oder junge Frauen, die hübsch waren, eine gute Figur besaßen, so etwas wie männermordende Vampire. Sie ließ sich einfach nicht davon abbringen. Diese schrecklichen Frauen umgarnten alle Männer, brachten sie zu Fall. Sie hielten sie davon ab, nach den wirklich guten Frauen zu sehen, zum Beispiel nach ihr. War sie nicht die beste Frau von der ganzen Welt? Bei ihr würde es ein Mann wirklich gut haben. Er müsste nicht so leiden wie bei diesen leichtlebigen und nervösen Mädchen, die alle Augenblicke ihre Launen wechselten.

»Sicher wartet schon wieder jemand auf Sie! Na ja, in einer Viertelstunde ist ja Büroschluss, dann können Sie schnell aufspringen und ihm in die Arme fallen.«

Nina wurde allmählich wütend.

»Hören Sie, Frau Meier, ich habe keinen Mann, der auf mich wartet, kapiert? Ich habe die Nase gestrichen voll, bis hierhin; und jetzt lassen Sie mich in Ruhe.«

»Und das soll ich Ihnen glauben?« Renate Meier lachte schallend.

Nina starrte sie an.

»Hören Sie«, tat sie vertraulich. »Ihre Scheidung, dabei hatte doch bestimmt ein zweiter Mann eine Rolle gespielt. Sie wollen mir doch nicht sagen, dass Sie Ihren guten Mann verlassen haben, nur so! Sie hatten doch einen heimlichen Freund, nicht wahr? Und Ihr Mann ist Ihnen leider auf die Schliche gekommen.«

»Wer hat Ihnen denn diesen Quatsch erzählt?«, fragte Nina ganz entgeistert.

»Das braucht man mir nicht zu erzählen, so etwas weiß man eben, meine Liebe«, antwortete sie spitz.

Nina dachte: Gleich platzt mein Kopf. Ich halte das nicht mehr aus. Sie ist wirklich schrecklich. Warum lässt sie mich nicht in Ruhe?

»Wenn Sie schon alles wissen, warum verschonen Sie mich dann nicht mit Ihrem Gerede«, war ihre spitze Antwort. Sie konnte einfach nicht mehr höflich sein. Alles hat seine Grenzen.

Frau Meiers Mund schnappte zu.

»Jetzt auch noch die Beleidigte spielen, das haben wir gern! Aber bilden Sie sich bloß nicht ein, dass Sie hier Ihr Werk weiter treiben können.«

»Welches Werk?«

»Nun, unsere jungen Männer ins Unglück zu stürzen.«

O nein, dachte sie hilflos. Begreift sie denn immer noch nicht, dass ich froh bin, eine gute Stelle gefunden zu haben, dass ich meine Ruhe haben will. Dass ich nichts, aber auch gar nichts anderes will als meine Ruhe?

Zum Glück war jetzt Büroschluss, und sie konnte ihr entfliehen. Und das tat sie so hastig, dass die Meiersche ganz blanke Augen bekam. Also, sie hatte doch recht gehabt! Sofort stürzte sie ans Fenster und wollte sehen, welcher der jungen Männer, die unten auf der Straße standen, auf Nina gewartet hatte.

Unten standen in der Tat Männer, aber das waren meistens Ehemänner, Verlobte oder Freunde, die hier warteten und die Mädchen und Frauen mit dem Wagen mitnahmen.

Als Nina auf die Straße trat, stach ihr die Kälte in die Haut. Aber sie spürte auch eine große Erleichterung in sich. »Dem allem bin ich mal wieder für ein paar Stunden entflohen«, murmelte sie vor sich hin.

Dann dachte sie: Ich habe alles eingekauft, ich werde jetzt einen langen, langen Umweg machen, und vielleicht bringt die frische Luft es fertig, dass ich meine Kopfschmerzen verliere. Ich möchte wirklich keine Tabletten nehmen. Sie zog sich ihre Fellmütze über die Ohren und ging los. Sie sah nicht, wie Frau Meier enttäuscht den Kopf zurückzog. Sie konnte auch nicht wissen, dass Nina jetzt über ihr kurzes Gespräch nachdachte. Seit eineinhalb Jahren war sie nun geschieden. Mit vierundzwanzig hatte sie geheiratet, aber die Ehe hatte nur zwei Jahre gedauert. Sie hatte erfahren, dass ihr Mann sie mit jeder betrog, die bereit war, sich mit ihm ins Bett zu legen. Sie hatten eine sehr lange Aussprache gehabt. Er hatte ihr gesagt, es sei seine Natur, er könne nicht anders. Lieben würde er diese Frauen nicht. Er könne nicht nur mit einer allein leben. Sie, Nina, würde er wohl lieben, aber das mit den anderen Frauen, also, das würde wohl immer wieder passieren.

Sie hatte sehr viel Verständnis für ihn gehabt, bis sie merkte, dass er sie schamlos belog. Und da hatte sie einen Strich unter das Ganze gezogen. Sie hatte sich so entsetzlich geschämt und war gegangen. Alles hatte sie ihm gelassen, die hübsche Wohnung, alles. Nur ihr kleines Auto hatte sie behalten. Und das alles war passiert, als sie ihre gute Stelle aufgegeben hatte, denn sie war schwanger gewesen. Aber vor lauter Ärger und Aufregung hatte sie das Kind verloren. Darunter litt sie am meisten. Wenn sie es behalten hätte, wäre es jetzt schon ein Jahr alt. Oft dachte sie daran zurück. Dann hätte sie jetzt einen Menschen gehabt, für den sie hätte sorgen können.

So stand sie mit leeren Händen da, das Herz zerrissen und so entsetzlich einsam. All ihre Freunde hatten sich zurückgezogen. Sie wusste ganz genau, dass Fred noch von ihnen eingeladen wurde. Er war ja so witzig und amüsant. Und dann: Man konnte mit ihm einen Seitensprung wagen, ohne dass der eigene Mann es merkte. Wie mussten sich doch die angeblichen Freundinnen über sie lustig gemacht haben! All die Zeit hatten sie davon gewusst, ihn selbst benutzt; nur die eigene Frau hatte nichts erfahren. Das hatte schon bitter weh getan.

Zuerst hatte sie sich wie ein wundes Tier zurückgezogen und nichts hören noch sehen wollen. Ein kleines Vermögen der Eltern war vorhanden. Aber die Zinsen reichten zum Leben nicht aus, und so dauerte es nicht lange, bis es aufgebraucht war. Ihr blieb also nichts anderes mehr übrig, als sich eine Arbeit zu suchen. Der Mensch braucht nun einmal Geld, wenn er am Leben bleiben will.

So hatte sie denn diese Stelle angenommen und verdiente wirklich sehr gut. Sie besaß englische und französische Sprachkenntnisse und konnte Briefe in diesen Sprachen schreiben und übersetzen. Manchmal dachte sie daran, sich als Dolmetscherin ausbilden zu lassen. Dazu benötigte sie aber noch eine Menge Fachkenntnisse.

Nina blieb vor einem Schaufenster stehen und besah sich die Auslagen. In diesem Augenblick wurde ihr erst bewusst, dass sie vor einem Spielzeugladen stand und dass Weihnachten vor der Tür stand. Das zweite Weihnachtsfest, das sie mutterseelenallein verbringen würde. Genauso allein wie die Meier.

Sie lächelte bitter. Niemand würde ihr das glauben.

»Nur weil ich gut aussehe, muss ich gleich an jedem Finger einen Mann haben?«, murmelte sie. »Lachhaft! Dabei bin ich scheu und finde sehr schlecht Anschluss. Aber ich zeige es nicht, überspiele es geschickt, und deswegen halten sie mich für kalt und raffiniert. Sollten sie doch! Mir ist das doch gleich, wirklich völlig gleichgültig.«

Wieder starrte sie auf die Auslagen. Um sie herum hasteten Menschen mit Paketen davon. Alle waren sehr in Eile, nur sie nicht. Denn sie hatte nicht einen einzigen Menschen, dem sie zu Weihnachten etwas schenken konnte.

Als ihr Blick auf eine hübsche Puppe fiel, traten ihr Tränen in die Augen. Sie hätte jetzt Mutter eines kleinen Mädchens sein können, oder eines Buben. Dann hätte sie ihm jetzt einen dieser dicken flauschigen Teddys geschenkt, aber . . . Nein, es war nicht gut, alte Sachen aufzuwärmen. Das machte alles noch viel schlimmer.

Fred war damals in die Klinik gekommen und hatte gesagt: »Sei doch froh, dass du es auf so elegante Art und Weise losgeworden bist. Was willst du denn mit einem Wurm? Das macht doch nur Arbeit und ist lästig.«

Sie hatte ihn entsetzt angestarrt.

»Das ist doch nicht dein Ernst?«

»Natürlich ist das mein Ernst«, sagte er. »Kinder sind eine Last und kosten außerdem noch sehr viel Geld.«

Da hatte sie gespürt, dass Fred überhaupt kein Herz besaß. Er war innen hohl und ganz kalt. Er war überhaupt nicht in der Lage, jemanden zu lieben. Er liebte nur sich und sonst keinen Menschen. Alles tat er mit Bedacht. Sie, Nina, hatte er nur geheiratet, weil sie fabelhaft aussah und seine Freunde sich die Finger nach seiner Frau leckten. Aber er wusste ganz genau, dass sie ihn nie betrügen würde. Er hatte sie geheiratet, um andere zu ärgern, darum.

Wie sehr hatte sie sich geschämt, wie sehr sich gedemütigt gefühlt. Und dann die Scheidung. Er hatte nur mit den Schultern gezuckt und gesagt:

»Du musst selbst wissen, was du willst. Gut, wenn du dich scheiden lassen willst, bitte, ich habe nichts dagegen. Solche Mädchen wie dich findet man immer wieder mal.«

Ihre Backen brannten jetzt noch ganz heiß, wenn sie daran zurückdachte. Als würde sie von irgend jemandem beobachtet, floh sie jetzt durch die Straßen, nach Hause in die kleine Wohnung. Erst als sie in ihrem kleinen Wohnzimmer stand, wurde sie langsam ruhiger.

»Ich bin verrückt.«

Nina wischte sich die Tränen ab, besah sich im Spiegel und lächelte bitter.

»Wenn ich so weitermache, sehe ich bald alt und verknittert aus, so wie die Meier. Ich muss mich wirklich zusammennehmen.«

Aber dann hörte sie in sich wieder die leise Stimme: Du bist allein, allein, einsam, wofür lebst du eigentlich?

Sie zog den Mantel aus, ging in die Küche, setzte Wasser auf, tat Kaffeepulver in die Maschine. Bald surrte der kleine Motor, und wenige Augenblicke später zog Kaffeeduft durch die Wohnung.

Nina ging hin und her und besah sich alles, als hätte sie heute zum ersten Mal diese Wohnung betreten. Sie war schön, geschmackvoll eingerichtet, und man konnte Freude an dieser Wohnung bekommen. Aber sie wirkte doch auf eine Art und Weise kalt, weil nur sie darin lebte und sonst keiner. Nie bekam sie Besuch, nie konnte sie stolz ihre kleine Wohnung vorführen. Immer blieb die Tür verschlossen. Nie ertönte die Klingel.

Bestimmt ist sie schon eingerostet, dachte sie unwillkürlich.

Sie lebte in einem Hochhaus, und hier kümmerte sich keiner um den anderen. Nina wusste noch nicht einmal, wer ihre Nachbarn waren. So kalt und herzlos konnte man unter vielen Menschen leben.

Nachdem der Kaffee fertig war, setzte sie sich damit in die Sofanische und nahm die Zeitung zur Hand. Dabei dachte sie: Was werde ich an Weihnachten machen? Wir haben frei, zwischen Weihnachten und Neujahr brauche ich nicht ins Büro. Du mein Gott, so lange ohne Menschen leben, das ist ja schrecklich!

Als sie die Heiratsanzeigen las, lächelte sie bitter. Aber gleichzeitig sagte sie sich: Die haben es gut, nicht alle Ehen gehen kaputt. In guten Ehen hat jeder einen Menschen, auf den er sich verlassen kann. Man muss nicht so schwarz sehen, oft wird die zweite Ehe besonders glücklich.

»Aber wie kann ich eine zweite Ehe eingehen, wenn ich nicht einmal einen Mann kenne?«

Sie sprach viel mit sich selbst.

»Vielleicht sollte man auf so eine Anzeige antworten?«

Aber sie schüttelte sofort den Kopf.

»Unmöglich, grässlich! Nein, das kann ich nicht. Da würde ich mich zu Tode schämen, nein. Wenn man sich dann treffen muss, und dann sieht man ganz anders aus, als der andere es sich vorgestellt hat. Das Bedauern in seinen Augen, nein, ich würde zu Tode erschrecken.«

Dann studierte sie die Anzeigen der Heiratsvermittler.

»Und wenn man nun dahin geht? Hier in der Nähe gibt es sogar ein Büro.«

Nein, das widerstrebte ihr genauso. Sie war einfach zu schwach und hatte zu wenig Mut. Nach außen wirkte sie kühl und beherrscht, weil sie blond war. Hieß es nicht immer, diese kühlen Blonden!

Pah, dachte sie bitter, wenn die wüssten, wie es in mir aussieht! Aber wer interessiert sich schon dafür?

Aber dann fielen ihre Augen auf eine Anzeige die unter »Vermischtes« stand. Unwillkürlich hielt sie die Zeitung näher an ihre Augen, dann las sie:

»Welche liebevolle, attraktive 25 bis 29 J. junge Frau mit etwas Kleingeld fliegt m. jungen Mann, 33 J., 185 cm über Silvester oder länger zu den Kanarischen Inseln oder einer anderen Insel des Glücks. Bildzuschr. unter BB 5476.«

Sie musste zweimal lesen, um den Inhalt auch wirklich zu verstehen. Dann ließ sie die Zeitung sinken und schaute vor sich hin.

Leise lachte sie auf.

»Verrückt, das ist ja wirklich verrückt«, aber wieder nahm sie die Zeitung zur Hand und las. Dann erhob sie sich und ging hin und her. Um besser nachdenken zu können stellte sie das Radio an. Eine leise, zärtliche Musik ertönte. Er riss an ihren Nerven.

»Vielleicht ist er auch so einsam wie ich? Vielleicht sucht er auf diesem Weg auch einen Menschen, mit dem er sich unterhalten kann. Er hasst das Andere bestimmt auch. Und so ist er auf die lustige Art gekommen. Wirklich, Humor muss er haben, sonst wäre ihm das wirklich nicht eingefallen.«

Dann setzte sie sich wieder hin und nahm abermals die Zeitung zur Hand. Lange starrte sie auf die Zeilen.

»Sollte ich mich wirklich melden?«

Rasch überlegte sie. Nun, Geld hatte sie schon. Da war noch der Rest des Vermögens, und ihr Gehalt verbrauchte sie nie ganz. Sie konnte sich diesen Spaß wohl leisten.

Wieder lachte sie auf.

»Jetzt fange ich schon an zu rechnen. Wirklich lustig ist das. Aber seit ich diese Anzeige gelesen habe, ist mir ganz anders.«

Erneut schenkte sie sich eine Tasse Kaffee ein und dachte dann: Durch das Hinschreiben vergibt man sich noch nichts. Vor allen Dingen werde ich schreiben: Wenn er sich wirklich interessiert, dann soll er mich besuchen. Ich werde nicht in irgendein Cafe gehen und eine Blume mit mir führen oder Ähnliches. Nein, er muss dann schon zu mir kommen.

Silvester auf einer Insel des Glücks! Du meine Güte, nicht mehr allein sein, einmal richtig glücklich sein, einmal alles vergessen, einmal.. .

Nun begann sie schon zu träumen.

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