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Cocktails

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Man nehme: 1–2 cl Bar-Latein

Cocktails mixen – mit ein bisschen Hintergrundwissen sehr unterhaltsam!

Wie der Cocktail zu seinem Namen kam – man weiß es nicht genau! Fest steht nur, dass das Wort »Cocktail« in den USA seit über 200 Jahren geläufig ist. Einer von vielen Geschichten zufolge ist es mit »Hahnenschwanz« zu übersetzen und geht auf die in den Südstaaten beliebten Hahnenkämpfe zurück: Der Besitzer des Siegerhahns erhielt die Schwanzfedern des Verlierers als Trophäe und spendierte dann eine Runde scharfer Mixgetränke, die mit dem Trinkspruch »On the cock’s tail!« hinuntergekippt wurden. Nach einer anderen Legende ist das Wort »Cocktail« die Kurzform von »cock tailings« (engl. cock im Sinne von »Zapfhahn«) – einem Gemisch aus hochprozentigen Resten (engl. tailings), die der Wirt in ein Gefäß zusammengoss und dann an weniger betuchte Gäste günstig verkaufte. Sicher belegt ist jedoch keine der vielen Geschichten, die sich um den Cocktail ranken.

Zu seiner Entstehung lässt sich da schon mehr sagen. Wahrscheinlich ist, dass die Idee, Drinks zu mixen, aus einer Not heraus geboren wurde: Die im 19. Jahrhundert in den USA hergestellten und erhältlichen Whiskeys waren nämlich derart hochprozentig und herb, dass sie für viele nur in Kombination mit Früchten, Zucker, Honig und anderen Zutaten genießbar waren.

Was ist was? Unter dem Oberbegriff »Cocktail« versammeln sich rund 30 Unterarten an Mischgetränken. Ganz klassisch versteht man unter einem Cocktail einen sogenannten Shortdrink, der wenig Flüssigkeitsvolumen hat und meist nur aus Spirituosen besteht. Weil im Geschmack oft trocken, eignen sich Shortdrinks gut als Aperitifs: Sie werden als Magenöffner vor dem Essen gereicht. Klassischer Shortdrink und Aperitif in einem ist zum Beispiel der Martini Cocktail (>). Shortdrinks auf süßer bzw. Likör- und Sahnebasis wie etwa der Golden Dream (>) werden dagegen nach dem Essen als Digestifs gereicht. Zwischen Aperitifs und Digestifs liegen die Medium Drinks – auch sie »short« und stark, aber immer mit einem erfrischenden Anteil Zitronen-, Limetten- oder anderem Fruchtsaft.

Das Gegenstück zu den Shortdrinks sind die Longdrinks: Mixgetränke mit größerer Flüssigkeitsmenge. Die Bandbreite ist riesig und reicht von ganz einfachen Mischungen wie Gin Tonic bis hin zu ausgefeilteren Mixturen wie Caipirinha (>) oder Tropical Drinks à la Piña Colada (>).

Richtig gemessen: Die Zutaten für Cocktails werden in Zentilitern gemessen, abgekürzt cl. 1 Zentiliter entspricht 10 Millilitern (kurz: ml). In den USA misst man die Zutaten in Ounce (kurz: oz) ab. 1 oz entspricht etwa 2,8 cl – praxisgerecht gerundet 3 cl. Sehr aromatische, stark hervorschmeckende Zutaten wie beispielsweise Angostura (siehe >) werden minimal dosiert bzw. in dashes in den Cocktail gegeben. Das englische Wort dash bedeutet Schuss bzw. Spritzer (so auch in den Rezepten in diesem Buch bezeichnet). Fürs einfache Portionieren gibt es sogenannte Dash-Bottle-Aufsätze (online z. B. bei www.barstuff.de).

Top 6 der Barhelfer

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1 | Barmaß

Da gute Cocktails ein genaues Abmessen der Zutaten verlangen, ist ein Barmaß ein Muss. Besonders praktisch: ein Doppelmaß aus Edelstahl (auch »Jigger« genannt) für 2 und 4 cl. Geradezu perfekt: Das Barmaß hat zusätzlich eine Feinskala für 1 und 3 cl. Für erste Mixversuche taugt auch ein Schnapsglas mit 2-cl-Eichung.