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Das Berghotel 218 - Heimatroman

Gerüchteküche

Heiterer Liebesroman aus dem Berghotel

Von Verena Kufsteiner

Großbauer Johann Bergmeister hinterlässt Frau und Tochter ein Vermögen samt Hof. Für Agnes Bergmeister ist der Tod ihres Mannes kein großer Verlust, denn er war zeitlebens ein rechter Hallodri. Während sie auf Reisen geht, will Tochter Luise nun endlich ihr Herzensprojekt vorantreiben: das obere Stockwerk für Feriengäste umbauen zu lassen.

Der Innsbrucker Architekt Ferdinand Loibl wird mit der ersten Bestandsaufnahme beauftragt und wohnt zu diesem Zweck im Berghotel. Ferdinand ist dem jüngst verstorbenen Johann Bergmeister wie aus dem Gesicht geschnitten. Köchin Rosi hat sofort einen Verdacht: Ferdinand muss sein unehelicher Sohn sein, der nun gekommen ist, um Luise ihr Erbe streitig zu machen.

Während sich das Gerücht verbreitet wie ein Lauffeuer, arbeiten Ferdinand und Luise nichtsahnend an den Umbauplänen. Zwischen den beiden herrscht sofort eine gewisse Vertrautheit. Langsam schleichen sich Schmetterlinge in Luises Bauch, und die junge Bäuerin kann ihr Glück kaum fassen. Bis zu jenem Tag, als das Gerücht sie erreicht. Luise ist wie vom Donner gerührt …

Wie an jedem Morgen trat Luise Bergmeister in aller Herrgottsfrüh vom Flur des Bauernhauses durch die Tür, die direkt in den Stall führte. Trotz der frühen Stunde zauberte ihr der Duft nach Heu und Stroh und das friedliche Schnauben der Tiere ein Lächeln ins Gesicht.

„Wir sind echte Glückskinder. Findest du nicht, Wotan?“, fragte sie den Schäferhund, der übermütig um ihre Beine sprang.

„Wuff!“ Wotan setzte sich vor sein Frauchen und himmelte es aus bernsteinfarbenen Augen an. Sein Schwanz klopfte auf den Boden und wirbelte Staub auf.

Lachend griff Luise in die Tasche, um ihm ein Leckerchen zuzuwerfen. Wotan fing es aus der Luft.

„Wer braucht schon einen Mann, wenn er einen Hund mit solchen Augen hat? Und jetzt geh mir aus dem Weg, damit ich meine Madeln begrüßen kann.“

Auf dem Weg in die Melkkammer streichelte Luise jeden einzelnen ihrer zwölf Lieblinge. Sie streichelte über Blessen, spürte warmen Atem und raue Zungen auf der Haut.

„Hey, Flo, friss mich net auf. Sonst ist niemand mehr da, der dich nachher füttern kann.“ Lachend wehrte sie sich gegen den Versuch eines Kälbchens, ihr Hosenbein anzuknabbern.

Während Wotan in einer Ecke auf Mäusejagd ging, krempelte Luise die Ärmel hoch. In der nächsten Stunde war sie damit beschäftigt, die Kühe zu melken und zu füttern. Erst als ihre Tiere versorgt waren, gönnte sie sich selbst eine Pause. Sie trat durch die hintere Stalltür nach draußen und umrundete das Bauernhaus. Inzwischen war die Sonne über die Berggipfel geklettert und schien hell vom blitzblauen Himmel. Weiße Wattewölkchen schwammen dort oben, als hätte ein Maler sie dorthin getupft. Die Vögel zwitscherten, überall summte und brummte es. Die Hühner, die im Hühnerhaus darauf warteten, hinausgelassen zu werden, gackerten vor sich hin.

Luise holte tief Luft. Wie herrlich es doch hier droben in St. Christoph war! Obwohl sie in dem Bergdorf aufgewachsen war, konnte sie manchmal ihr Glück nicht fassen. Das reinste Postkartenmotiv breitete sich vor ihr aus. Eine leichte Brise strich durch das Gras, Hahnenfuß und Schafgarbe schaukelten im Wind. Luises Blick wanderte hinauf zum Feldkopf mit seiner Kabinenbahn und dem Wetterturm. Dort droben fanden jedes Jahr die berühmten Abfahrtsrennen statt. Auch sonst war die Feldkopfhütte einen Besuch wert. Der Koch verstand sein Handwerk und verwöhnte die Gäste mit Tiroler Spezialitäten. Doch das war beileibe nicht der einzige Gipfel, der sich zu erkunden lohnte. Auch Hexenstein, Frauenhorn und Achenkegel waren immer eine Wanderung wert und belohnten die Mühen des Aufstiegs mit einem herrlichen Panorama.

Luise konnte nicht anders. Ob der Herrlichkeit musste sie ihre Lebensfreude hinauslachen. Wie sehr sie ihre Heimat doch liebte!

Angelockt von dem Heiterkeitsausbruch trat eine zierliche Frau mittleren Alters aus dem Bauernhaus. Der Kummer hatte feine Falten in das Gesicht geschnitzt, doch die Augen funkelten fröhlich. Sie ächzte, als sie den Koffer neben den anderen stellte, der bereits neben der Tür stand.

„Wie machst du das nur, dass du immer gute Laune hast?“

Luise lachte hinüber zu ihrer Mutter.

„Das liegt daran, dass es hier so wunderschön ist“, erklärte sie innig. „Ich verstehe gar net, warum du weg willst.“

„Wenn du erst einmal so alt bist wie ich, hast du vielleicht auch Sehnsucht nach ein bisserl Abwechslung.“ Agnes gab ihrer einzigen Tochter rechts und links ein Busserl auf die Wange. „Außerdem ist es ja net für immer. Wenn ich von meiner Reise zurück bin, wartet hier im Dorf schon meine hübsche, kleine Wohnung und meine Freundin Annamirl auf mich.“

„Und was ist mit mir?“

Zärtlich strich Agnes ihrer Tochter eine Strähne aus der Stirn, die die frische Brise dorthin geweht hatte.

„Bis ich in ein paar Monaten wieder da bin, hast du einen netten Burschen getroffen und deine alte Mutter ganz vergessen.“

Luise schüttelte den Kopf so energisch, dass der Pferdeschwanz auf ihrem Rücken hin und her tanzte.

„Ich hab dir schon hundert Mal gesagt, dass ich net den gleichen Fehler machen werde wie du. Ich komme sehr gut allein zurecht. Außerdem hätte ich eh keine Zeit für einen Mann, jetzt, wo das alles hier mir gehört.“ Sie öffnete die Arme, als wollte sie den ganzen Hof umarmen. „Und wenn ich mal kuscheln will, habe ich ja den Wotan.“

Wie um die Worte seines Frauchens zu unterstreichen, lief der Hund herbei und schmeichelte um Luises Beine.

Ein Schatten verdunkelte Agnes’ Gesicht. Eine Wolke hatte sich vor die Sonne geschoben.

„Du kannst doch net dein Leben mit einem Hund verbringen. Wenn du wenigstens einen Bruder hättest, dann wär mir leichter ums Herz.“

„Ich brauch keinen Mann. Wotan ist treu wie Gold und der beste Beschützer, den sich ein Madel wünschen kann.“ Der Schalk blitzte Luise aus den blauen Augen. „Erinnerst du dich daran, wie er neulich den Vertreter eingeschüchtert hat? Plötzlich war die Hagelversicherung gar nicht mehr so wichtig.“

Doch Agnes konnte nicht mit ihrer Tochter lachen.

„Es ist net jeder Mann so ein Hallodri wie dein Vater, Gott hab ihn selig“, murmelte sie. „Außerdem hat der Johann sich immer darum gekümmert, dass wir gut versorgt sind.“

Langsam versickerte das Lachen auch auf Luises Gesicht.

„Wiegt das Geld die vielen durchweinten Nächte und die Einsamkeit neben so einem Menschen auf?“

Agnes erschrak. „Das weißt du?“

„Ach, Mama, hast du wirklich geglaubt, ich bin blind und taub?“

„Aber wir haben doch nie gestritten“, verteidigte sich Agnes.

„Das net. Aber Kinder sind sensibel. Sie spüren, wenn Ärger in der Luft liegt. Sie haben sensible Antennen.“

Agnes war ehrlich erschrocken. Das hatte sie nicht gewusst. Sicher, Luise hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie nicht heiraten wollte. Aber sagten das nicht viele moderne, junge Madeln? Doch nun war es zu spät, um sich darüber zu unterhalten.

Das bestellte Taxi fuhr vor, um die Bergmeister-Agnes abzuholen. Vom Bahnhof aus sollte es in die große, weite Welt gehen.

„Jetzt mach net so ein Gesicht, Mama“, tröstete Luise ihre Mutter und nahm einen der beiden Koffer, während sich der Fahrer um den anderen kümmerte. „Ich bin glücklich so, wie es ist.“

„Aber wenn ich das gewusst hätte, wäre ich doch niemals weggefahren.“ Agnes saß auf der Rückbank, die Handtasche auf dem Schoß, und sah hinauf zu ihrer Tochter. „Dann würde ich hier bei dir bleiben.“

„Und deshalb ist es gut, dass ich den Mund gehalten hab.“

Luise beugte sich hinab, umarmte ihre Mutter und amtete noch einmal ihren Duft nach Sonne und Heu ein. Es war der Geruch ihrer Kindheit, die mit diesem Abschied endgültig zu Ende ging. Ein neuer Lebensabschnitt begann. Zum ersten Mal in ihrem Leben war Luise wirklich allein. Doch ihre geliebte Mama hatte ihr alles beigebracht, was sie wissen musste, um ein eigenständiges Leben zu führen. Und außerdem kam Agnes ja wieder. Kein Grund also für Traurigkeit! Und so lachte Luise fröhlich, als sie auf der Straße vor dem Hof stand und winkte, bis sie das ungeduldige Muhen aus dem Stall daran erinnerte, dass ihre Madeln an die frische Luft wollten.

***

Nach dem Frühstück nutzten die Gäste des Sporthotels „Am Sonnenhang“ den herrlichen Tag dazu, die Gegend zu erkunden oder Gipfel zu erklimmen. Der Sporttrainer Lukas Einrieder hielt die Besucher mit allen erdenklichen Sportarten auf Trab. Diejenigen, die sich einfach nur erholen wollten, konnten sich von der Physiotherapeutin Gerti Wachter in der Rosenstube mit Gesichtsbehandlungen und Massagen verwöhnen lassen. Angesichts dieser vielfältigen Möglichkeiten war es kein Wunder, dass Ruhe einkehrte im Restaurant.

Gemeinsam mit dem Serviermadel Anna hatte die Aushilfe Christl Imhoff die Spuren des Frühstücks beseitigt. Nun saß sie gemeinsam mit ein paar Kollegen an einem Tisch des Restaurants und polierte Besteck. Durch die weit geöffneten Fenster strömte frische Bergluft herein. In einer Ecke lief der Fernseher. Die Köchin Rosi starrte so gebannt auf die Mattscheibe, dass sie darüber sogar ihre Arbeit vergaß. Ihr Kollege und Chefkoch Leo Hofbacher bemerkte es.

„Seit wann interessierst du dich für die Schönen und Reichen dieser Welt?“, fragte er überrascht und hielt prüfend einen Löffel hoch. Die Sonne spiegelte sich darin, und zufrieden griff er nach dem nächsten Stück.

„Tu ich doch gar net. Ich mag nur den Moderator Sergio Rossi.“ Wie eine Liebeserklärung schlüpfte der Name über Rosis Lippen. „So ein charmanter, schöner Mann.“

Leo und die beiden Serviermadeln lachten noch, als sich die Hotelchefin Hedi Kastler zu ihnen gesellte.

„Grüß euch. Gerade ist das Taxi mit der Bergmeister-Agnes vorbeigefahren.“

Hedi griff nach Poliertuch und einer Gabel und setzte sich zu ihren Mitarbeitern an den Tisch. Auf Hochglanz poliertes Besteck war für die Hotelchefin Teil eines rundherum gelungenen Urlaubserlebnisses, das sie den Gästen des Berghotels bieten wollte. Dass die Bemühungen aller Mitarbeiter nicht umsonst waren, bewies die ständig steigende Anzahl an Stammgästen, die jedes Jahr wiederkamen. Obendrein hatte diese Arbeit noch einen weiteren Vorteil: Man konnte sich wunderbar dabei unterhalten.

„Es gibt keinen Menschen, dem ich diese Reise mehr gönne als ihr.“ Hedis Aufmerksamkeit wurde vom Fernseher abgelenkt. Eine Falte kräuselte ihre Stirn. „Oh, das ist ja Sergio Rossi mit seinem Promi-Magazin.“

„Findest du den auch so toll?“, fragte Rosi mit leuchtenden Augen.

„Ehrlich gesagt erinnert mich Sergio immer ein bisserl an den Bergmeister-Johann. Das kantige Gesicht, die grauen Schläfen, das charmante Getue.“ Hedi schüttelte sich. „Nein, die Erfahrung hat ja gezeigt, dass man schöne Männer nicht für sich allein hat.“

Leos Blick fiel über die Schulter seiner Chefin. Er hielt die Luft an. Andi Kastler war ins Restaurant gekommen. Lächelnd beugte er sich über die Schulter seiner Frau.

„Willst du damit sagen, dass ich kein schöner Mann bin?“

Hedi zuckte zusammen, um im nächsten Moment laut aufzulachen.

„Deine Liebe macht dich für mich zum schönsten Mann der Welt. Das muss dir genügen.“ Ihr Blick fiel aus dem Fenster. „Wenn ich mich net irre, warten die Herrschaften da draußen auf Mr. World, um mit ihm einen kleinen Rundgang ums Hotel zu machen.“

„Genau das wollte ich dir gerade sagen.“ Andi lachte.

Er drückte seiner Frau ein Busserl auf die Wange, winkte den Mitarbeitern am Tisch und verschwand wieder aus dem Restaurant. Ein paar Minuten später führte er die Gruppe mit launigen Worten über die Panoramaterrasse davon.

Das war die Gelegenheit, um wieder zum Gesprächsthema des Tages zurückzukehren.

„Wie lange bleibt die Bergmeister-Agnes denn weg?“, erkundigte sich Christl.

„Ein paar Monate dauert die Weltreise schon“, wusste Hedi zu berichten. „Und wenn sie wieder zurück ist, zieht sie mit der Weber-Annamirl in eine Wohnung hier im Dorf. Recht hat sie. Sie hat wahrlich genug geschuftet in ihrem Leben, während ihr Göttergatte auf der Pirsch war.“

Rosis Gedanken eilten weiter.

„Das heißt, dass die Luise ganz allein mit dem großen Hof bleibt?“

Was für ein schrecklicher Gedanke! Rosi war froh darüber, nach dem Unfalltod ihres Mannes wieder im großen Haus ihrer Eltern wohnen zur dürfen. So ganz allein? Nein, das wäre nichts für sie gewesen.

„So ein hübsches, fleißiges Madel wie die Luise bleibt net lang allein“, tat Leo seine Meinung kund. „Wenn ich mich net irre, schwanzelt der Deininger-Robert ja schon seit Jahren um sie herum. Diese Gelegenheit wird er sich net entgehen lassen.“

„Dazu gehören immer noch zwei“, stellte Hedi fest und legte den letzten Löffel in den Korb mit dem blitzenden Besteck. „Abgesehen davon ist niemand richtig allein in St. Christoph. Das ist ja das Schöne an unserem Dorf. Wenn Not am Mann ist, halten alle zusammen wie in einer Familie.“

Dem war nichts hinzuzufügen, und beflügelt von diesem schönen Gedanken ging die Arbeit an diesem Tag gleich noch besser von der Hand.

***

Nachdem Luise die Kühe auf die Weide gebracht hatte, dachte sie darüber nach, was als Nächstes zu tun war. Arbeit gab es schließlich genug auf dem Hof: Der Stall wartete darauf, ausgemistet zu werdend Die Zäune mussten abgegangen und auf Beschädigungen geprüft werden, die Wiese stand schon so hoch, dass sie zum ersten Mal gemäht werden konnte.

Trotzdem kehrte Luise nach kurzer Bedenkzeit zunächst ins Haus zurück. Ihr knurrender Magen hatte sie daran erinnert, dass sie noch gar nicht gefrühstückt hatte. Luise holte einen Laib Bauernbrot, frische Butter und ein goldgelbes Stück Käse aus der Speisekammer. Schwanzwedelnd lief Wotan neben seinem Frauchen her. Nachdem sie seinen Napf mit Trockenfutter gefüllt hatte, setzte sie sich mit einem Glas Milch und einem Käsebrot an den Holztisch. Durch das offene Fenster wehte das Knattern eines Rasenmähers herein. Während des einfachen aber köstlichen Mahls beschäftigte sich Luise mit ihrem Laptop. Jetzt, wo ihre Mutter weg war, wurde es endlich Zeit, sich um ihr Herzensprojekt zu kümmern. In einer geheimen Datei befanden sich die Pläne, an denen sie tüftelte, seit ihre Mutter ihr den Bauernhof vermacht hatte.

„Mach damit, was du willst“, hatte Agnes ihrer einzigen Tochter gesagt. „Von mir aus kannst du den Hof auch verpachten oder verkaufen. Wichtig ist mir nur, dass deine Träume Wirklichkeit werden und du glücklich bist.“

Beim Gedanken an diese Worte lächelte Luise still vor sich hin. Sie lebte ihren Traum schon längst, und noch viel mehr, seit ihr Vater vor ein paar Monaten plötzlich und unerwartet von ihnen gegangen war. Seitdem hatte sich schon vieles zum Guten gewendet. Endlich konnte Luise den konventionellen Betrieb auf Bio-Landwirtschaft umstellen. Sie hatte die verstaubten Hierarchien aufgelöst, den grimmigen Großknecht entlassen und die Felder und Wälder verpachtet. Jetzt fehlte nur noch die Umsetzung ihres Herzensprojekts.

Die Idee dazu war ihr eines Abends vor dem Fernseher gekommen. Die Reportage über Waisenkinder, die beim Urlaub auf dem Land zum ersten Mal über grüne Wiesen tollten und saubere Luft atmeten, hatte sie zu Tränen gerührt. Schnell war die Idee zu einem ungewöhnlichen Projekt geboren, von dem noch nicht einmal Agnes wusste. Zuerst wollte Luise sichergehen, nicht an einem Luftschloss zu bauen.

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