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Der Geschmack von Lebertran

Einschulungsfoto

Litanei 1

Sei ein liebes Kind.

Hör auf zu quengeln.

Sei ruhig.

Sitz still.

Geh spielen.

Litanei 2

Widersprich nicht.

Renn nicht.

Benimm dich anständig.

Sei brav.

Nimm ein Taschentuch.

Popel nicht in der Nase.

Spuck nicht.

Rotz nicht.

Das gehört sich nicht.

Das macht ein Mädchen nicht.

Räum deine Sachen auf.

Lass das.

Litanei 3

Wasch dir die Hände vor dem Essen.

Iss deinen Teller leer.

Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.

Schmatz nicht.

Halt die Hände auf dem Tisch.

Führ den Löffel zum Mund.

Mit vollem Mund spricht man nicht.

Sitz gerade.

Litanei 4

Pass auf, wo du deine Füße hinsetzt.

Halt den Mund.

Fass das nicht an.

Nimm doch Rücksicht.

Frag nicht.

Litanei 5

Ärger deine Schwester nicht.

Sei nicht eifersüchtig.

Geh in dein Zimmer.

Sei gehorsam.

Schreib dir das hinter die Ohren.

Sei fleißig.

Litanei 6

Sei nicht so baselig.

Sei vorsichtig.

Stell dich nicht so an.

Reiß dich zusammen.

Keine Litanei 7

Steh auf.

Beeil dich.

Putz die Zähne.

Pack die Schultasche.

Vergiss nichts.

Lies nicht so viel.

Mach deine Schulaufgaben.

Mach das Licht aus und schlaf.

Das Kind im Brunnen

Es ist ein Tag im späten Frühling, feucht, nicht kalt, nicht warm, der Himmel bedeckt. Die Mutter hat schon einen ziemlich dicken Bauch. Seit die Mutter einen dicken Bauch hat, ist sie oft müde, schlecht gelaunt. Das Kind soll leise spielen, sagt die Mutter. Sie hat Kopfschmerzen. Das Kind spielt leise, holt die Töpfe aus dem Regal in der Kammer neben der Küche, spielt Topfschlagen. Die Mutter schreit, hör auf, nennst du das leise? Das Kind versteht nicht. Es ist zwei Jahre alt. Es kann schon sprechen, begreift viele Wörter, begreift aber die Mutter nicht. Das Kind weint.

Nach Hause

Da steht er. Der Mann. Der Vati. Er lächelt freundlich. Das Kind lächelt vorsichtig zurück. Der Mann hockt sich hin und breitet die Arme aus. Komm. Das Kind zögert, macht einen kleinen Schritt, bleibt stehen, sieht die Tante an.

Sammeltassen

Die kleine Tante kommt oft, fast täglich. Mit der kleinen Tante darf das Kind hinaus in die Felder, im Sommer Klatschmohn und Kornblumen pflücken, im Winter Engel in den Schnee malen.

Der Schneider mit der Scher

Ab, als ob Papier es wär.

„Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann

Das Kind kennt die Geschichte von dem Daumen lutschenden Konrad auswendig. Wie oft haben die Mutter und die kleine Tante sie ihm schon erzählt, mit erhobenem Zeigefinger.

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