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​Der Schädel des Zauberers

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​Der Schädel des Zauberers

Art Norman


Und Leonardo de Aranaque sandte seinen Schatten aus! »Fliege, gleite, schwebe, renne, krieche zu Corros und befiehl ihm, meinem Willen zu gehorchen! Er soll Augen und Ohren öffnen, um zu hören, was mein Wille ist!« befahl de Aranaque. Und der Mann auf dem Knochenthron, dessen Anblick unwillkürlich an eine große häßliche Kröte in Menschengestalt erinnerte, beobachtete, wie sein Schatten sich von ihm löste und durch die Halle kroch. In der Mitte erhob der Schatten sich und winselte. »Doch wie, oh Herr und Gebieter, soll ich Corros erreichen, wenn ich nicht weiß, wo ich ihn finde?«
Leonardo de Aranaque richtete sich auf und streckte gebieterisch den Arm aus. Drei ausgestreckte Finger deuteten in eine bestimmte Richtung.

***

»Dort wirst du ihn finden. Du erkennst ihn an seiner magischen Ausstrahlung! Nun geh’ und handle!«
Und der Schatten entfloh, eilte hurtig davon und verließ das dämonische Schloß de Aranaque, diesen Stützpunkt im Nichts zwischen den Diesseits- und Jenseits-Sphären, um zu Corros zu gelangen und ihm Leonardos Befehl zu überbringen.
Corros - der Schrumpfkopf!
***
Taró war nicht leicht zu erschüttern. Die Umgebung, in der er sich aufhielt, war nicht jedermanns Sache. Ihm machte es nichts aus, daß überall Spinnen, Ratten, Giftschlangen und anderes bösartiges Gezücht lauerte, daß man bei jedem unvorsichtigen Schritt im Sumpf zu versinken drohte. Taró kannte sich hier aus. Fünfhundert Jahre seines Lebens hatte er hier zugebracht und vierhundertneunzig davon als Diener des Schrumpfkopfes. Wie lange er noch leben würde, hing davon ab, wie geschickt er sich anstellte. Sollte Corros mit ihm unzufrieden sein, vermochte er, ihm mit einem Wort den lebensverlängernden Zauber wieder zu entziehen, und Taró würde schlagartig zu Staub zerfallen. Denn viel zu lange lebte er schon, als daß nach dem Ende des Zaubers auch noch Zeit für nur einen einzigen Atemzug bleiben würde.
Doch Corros hatte keinen Grund, unzufrieden zu sein. Seit 490 Jahren war Taró ihm ein treuer und zuverlässiger Diener, der längst ohne Befehle wußte, was sein Herr von ihm erwartete.
Als Corros’ Diener hatte er eine Menge Dinge erlebt, die jeder Sterbliche als unmöglich bezeichnet hätte. Doch einen Schatten, der sich bewegte, ohne daß der zu ihm gehörige Körper irgendwo zu erkennen war, hatte er noch nicht gesehen.
Unwillkürlich schlug Taró das Bannzeichen. Doch der Schatten, der so unheimlich beweglich war, wich nicht von ihm, sondern erhob sich, stand aufrecht in der hellen Mittagssonne vor Taró und streckte seine Arme nach ihm aus. Taró wich zurück. »Geh«, ächzte er. »Geh zurück, woher du kamst!«
Der Schatten gab ein hohles, geisterhaftes Kichern von sich.
»Du wirst mich zu deinem Herrn führen, Taró. Ich weiß, daß er ganz in der Nähe weilt. Bring mich zu ihm, oder es ergeht dir schlecht!«
Taró wand sich. Er wußte, daß es ihm ebenso schlecht ergehen würde, wenn er einen ungebetenen Gast unangemeldet zu seinem Herrn führte. Andererseits - was würde es nützen, wenn er sich weigerte? Der Schatten schien sehr genau zu wissen, wo sich Corros befand, und Taró kannte seine Macht nicht. Vielleicht würde Corros verstehen und verzeihen…
Hatte er zu lange gezögert, zu lange überlegt? Die Hand des Schattens stieß vor, berührte Tarós Brust in Höhe des Herzens. Und für fünf Sekunden, die lange waren wie die Ewigkeit der glutroten Hölle, stand dieses Herz still.
Taró alterte!
Er, der mit seinen fünfhundert Jahren aussah wie ein zehnjähriger Junge, wuchs jäh empor zum Jugendlichen, wurde zum Erwachsenen. Sein Bart sproß, wuchs wie Finger- und Zehennägel auf unglaubliche Länge. Falten bildeten sich in Tarós Haut, seine dunklen Haare wurden grau und dünn.
Als der Schatten seine Hand zurückzog, glich Taró der Karikatur eines sechzig jährigen Mannes.
»Wirst du gehorchen?« fragte der Schatten drohend.
Taró nickte stumm. Hastig kürzte er Zehen- und Fingernägel, um sich überhaupt bewegen zu können. Bart und Haar, das bis zum Boden reichte, mußte er einstweilen mit sich schleppen. Und die Kraft seiner Jugend war dahin. Er war gealtert, er war zum Greis geworden.
Körperlich wie geistig.
Er hatte den jähen Hauch des Todes gespürt, der erstmals nach 500 Jahren nach ihm griff. Aber er wollte nicht sterben. Er hatte zu lange gelebt, um jetzt noch dieses Leben aufgeben zu wollen. Und er wußte, der Schatten konnte ihn töten. Er konnte den Zauber der Unsterblichkeit aufheben. Hatte er es ihm nicht gerade schlagend bewiesen?
Kalte Angst hielt Taró in seinem Griff. Sowohl der Schatten als auch Corros konnten ihn töten. Aber wenn er den Schatten zu Corros führte, so lebte er vielleicht noch ein paar Minuten länger, ehe Corros’ Zorn ihn vernichtete. Und diese Minuten wollte er wenigstens noch auskosten.
Und so führte er den Schatten zum Schrumpfkopf.
***
Corros tötete Taró nicht. Er wußte nur zu gut, was er an seinem langjährigen Diener hatte, und er fand, daß Taró durch seine Alterung schon genug bestraft war. So widmete er sich dem Schatten.
Weiße Blitze zuckten in ununterbrochener Folge aus seinen Augen wie Laserstrahlen und versuchten, den Schatten aufzulösen. Doch der Schatten hielt diesem magischen Feuer stand. Er zuckte nicht einmal hin und her, sondern sog das gleißende Licht in sich auf und verwandelte es in namenlose Schwärze, die er hinter sich wieder ausstieß und die sich über das Land legte wie eine düstere Hand des Grauens. Da erkannte Corros, daß dieser Schatten ihm zumindest gleichwertig war.
»Was willst du, Schatten?« fragte Corros. »Wer schickt dich zu mir, um mir meine kostbare Zeit zu stehlen?«
Leonardo de Aranaque sah durch die unsichtbaren Augen seines Schattens, und er sah einen faustgroßen, verwitterten Schädel mit ledriger, faltenreicher Haut und schlohweißem langem Haar. Der Schrumpfkopf hatte vor vielen tausend Jahren einmal einem mächtigen Zauberer gehört. Er war ihm abgeschlagen und verarbeitet worden, doch selbst als Geschrumpfter hatte er weder Leben noch Macht verloren. Da flohen seine Bezwinger vor ihm, aber er nahm furchtbare Rache. Seit jener Zeit lebte er zurückgezogen im Dschungel und kümmerte sich nicht mehr um die Geschichte der Welt. Doch er sah viel und wußte viel, denn er hatte reichlich Zeit zum Denken. Und er achtete darauf, daß seine Macht nie schwand, daß er nie außer Übung geriet.
Rotglühende Augen betrachteten den Schatten und erkannten, daß eine viel stärkere Macht hinter diesem stand.
»Mein Herr, der große Leonardo de Aranaque, entsendet mich«, sagte der Schatten. »Gewiß hörtest du von ihm. Selbst für die Hölle war er zu furchtbar, und so spie sie ihn nach neunhundert Jahren wieder aus in die Welt der Lebenden, um sie zu knechten. Und der Herr der Hölle stellte ihm eine Aufgabe, ohne zu sagen, wie diese Aufgabe gelöst werden sollte und von wem. Du, Corros, sollst die Befehle meines Herrn Leonardo hören und befolgen, um diese Aufgabe zu lösen.«
»Aufgaben interessieren mich«, gestand der Schrumpfkopf unbeeindruckt. »Sprich, und ich werde entscheiden, ob ich diese Aufgabe übernehme.«
»Du wirst sie übernehmen, oder dein langes Leben findet sein Ende, denn mein Herr weiß Mittel, die deine einstigen Bezwinger nicht wußten. Er hat die Macht, deine Existenz zu beenden.«
»Das berührt mich nicht. Sprich endlich. Du beginnst, mich zu langweilen, Stehler meiner kostbaren Zeit.«
In jener Dimension zwischen Diesseits und Jenseits lachte Leonardo ungläubig auf. Wie konnte einem, der seit Jahrtausenden lebte, die Zeit fehlen?
»Du wirst einen Menschen vernichten, der Professor Moronthor genannt wird«, befahl Leonardo durch den Schatten.
Der Schrumpfkopf verzog das faltige Gesicht zu einem breiten Grinsen.
»O ja, diesen Auftrag werde ich übernehmen. Nicht, weil du mich bedrohst. Sondern weil mich die Aufgabe reizt, wird doch in höheren Sphären geraunt, jener Moronthor sei einer der wenigen Unsterblichen. Es ist eine Herausforderung, das Gegenteil zu beweisen.«
Der Schatten machte eine ausholende Handbewegung.
»Es ist der Wille meines Herrn, daß ich in deiner Nähe bleibe, um dich zu überwachen. Denn er will sichergehen, daß du auch wirklich seinen Willen erfüllst. Und solltest du versagen, bin ich befugt, dich zu vernichten. Denn Versager haben im Reich de Aranaque keinen Platz.«
Die Miene des Schrumpfkopfes umwölkte sich zornig. »Übermütiger Sklave deines überheblichen Herrn, der du bist! Hebe dich hinfort, sofort!« Und er sprach einen Zauber.
Der Schatten kreischte und versuchte sich zu wehren, aber er mußte dem Zwang weichen, so überraschend kam er. Der Schrumpfkopf zwang ihn, die Schilfhütte zu verlassen und belegte sie mit einem Sperrbann, so daß der Schatten sie nicht mehr zu betreten vermochte.
Weitab in der anderen Welt knirschte, Leonardo hörbar mit den Zähnen. Noch nie hatte ihm jemand eine solche Abfuhr erteilt, und er war nicht gewillt, sich dieses bieten zu lassen.
Er befahl seinem Schatten, dennoch in der Nähe zu bleiben. Und er rief den Heerführer seiner Skelett-Krieger zu sich.
»Nimm eine halbe Hundertschaft, und versetze dich an jenen Ort, wo mein Schatten weilt. Sobald dieser es dir verkündet, wirst du die Schilfhütte jenes Schrumpfkopfes Corros dem Erdboden gleichmachen und ihn selbst, auf die Spitze einer Lanze gespießt zu mir bringen!«
»Ich höre und gehorche, o Herr und Gebieter«, knisterte der Skelett-Krieger und eilte davon.
Aber Leonardo de Aranaque war noch nicht zufrieden…
***
In den nächsten Stunden entwickelte Corros, der Schrumpfkopf, einen Plan. Er war bemüht, jedes Risiko eines Fehlschlages auszuschalten. Eine gigantische Falle entstand, aus der es kein Entrinnen geben würde. Und um diese Falle aufzuspannen, zog Corros an vielen Fäden.
Denn er wußte genug über Moronthor und seine Gefährten, um an alles zu denken. Es mußte perfekt sein, sonst würde es sein Ende werden. Nicht durch Leonardo, vor dem Corros sich nicht fürchtete. Sondern durch diesen Moronthor.
Leonardo war gekommen, er würde auch wieder gehen wie so viele Dämonen und Magier. Corros war seit vielen Jahrtausenden geblieben. So lange existierte er schon, daß er zum anstehenden Wechsel dieses ablaufenden Äons die Möglichkeit besaß, zum Dämon zu werden.
So, wie Leonardo, den Asmodis aus der Hölle verbannt hatte, um ihm diese Möglichkeit zu nehmen. Denn Leonardo war dem Fürsten der Finsternis zu gefährlich. Selbst das wußte Corros.
Er selbst aber konnte aus freiem Willen entscheiden, ob er zum Dämon werden wollte. Und er war sich da noch gar nicht so sicher…
***
Frankreich, Château Aranaque im Loire-Tal:
»In Libyen hatten wir besseres Wetter«, stellte Professor Moronthor fest und nippte am 40 Jahre alten Rotwein, den er in den unergründlichen und noch immer unerforschten Kellerräumen des Châteaus aufgestöbert hatte. Der Aufschrift des Etiketts nach mußte es hier einst eine eigene Weinkelterei gegeben haben, die zum Château gehörte. Und der Wein war nicht einer der sieben schlechtesten. Moronthor spielte mit dem Gedanken, ein wenig Geld zu investieren und diese Kelterei wieder zum Leben zu erwecken.
Nicandra Darrell, seine Sekretärin, Lebensgefährtin und Partnerin in zahllosen Abenteuern, schenkte ihm ihr strahlendes Lächeln. »Man kann nicht alles haben, chéri«, sagte sie. »Andererseits bekommen wir vielleicht Gelegenheit zum Schifahren.«
»Verzichte dankend«, brummte Moronthor. »Was glaubst du wohl, wie furchtbar glatt es in der Wüste war?«
»Glatt?«
»Natürlich! Oder gibt es einen anderen Grund, warum sie da so unheimlich viel Sand gestreut haben?«
Nicandra winkte ab. »Deine Witze waren mich schon mal moderner. Ich glaube, im Keller muß noch die Bartwickelmaschine stehen…«
Moronthor setzte das Glas ab und sah wieder durch das Fenster. Draußen tanzten die Schneeflocken. Unverkennbar wurde es wieder einmal Winter. Ihm machte es weniger aus. Durch seine ständigen Reisen rund um die Welt war er krasse Klimawechsel gewohnt und hatte keine großen Umstell-Schwierigkeiten. Vor zwei Tagen war er noch unten in Libyen gewesen, wo bei einer Ölbohrstelle des Valenius-Konzerns ein Dschinn sein Unwesen trieb. Doch das war noch nicht alles gewesen. Hinter dem Dschinn stand Moronthors uralter Feind, Amun-Re, der Diener des Krakenthrons von Atlantis. Und wieder einmal hatte Amun-Re eine Niederlage hinnehmen müssen, was seinen Haß auf Moronthor nur noch steigerte.
Moronthor wußte, daß irgendwann die endgültige Entscheidung fallen mußte. Und wer dann den Sieg herbeiführte, stand noch in den Sternen. Amun-Re war ein zäher, nicht zu unterschätzender Gegner von beträchtlicher Machtfülle. Etwa gleichzusetzen mit Leonardo de Aranaque, dem einstigen Erbauer des Châteaus. Der Schwarzmagier, den Moronthor anläßlich einer Zeitreise in die Vergangenheit zur Zeit des 1. Kreuzzugs kennengelernt hatte, war wegen seiner bösen Praktiken von der Hölle verschlungen worden. Doch jetzt führte er ein neues, zweites Leben, und sein Auftrag war, Moronthor zu vernichten, der schon damals sein Gegner geworden war. Und fast hätte Leonardo es auch schon einmal geschafft, den Meister des Übersinnlichen auszuschalten.
Moronthor verdrängte die Gedanken an seine Erzfeinde wieder. Bisher hatte er immer wieder überlebt und der dunkelmagischen Gegenseite Schlappen beigebracht. Und er hegte die Absicht, das auch in Zukunft in verstärktem Maße zu tun. Beim letzten Abenteuer war Nicandra Darrell nicht mit von der Partie gewesen. Als sie und Moronthor gleichzeitig zum Transfunk-Gerät springen wollten, hatte sie sich den Fuß verstaucht. Aber das hatte sie inzwischen so gut wie überstanden und fühlte sich bereits wieder putzmunter und zu neuen Taten bereit.
Moronthor hegte da eher die Hoffnung, ein paar Tage Ruhe zu haben. Und sehr zu seinem Ärger hatte nun der Schneefall eingesetzt. Moronthor liebte mehr die Sonne. Er gehörte nicht zu den Menschen, die die Schiausrüstung ins Auto luden, sobald die Temperaturen unter die Null-Marke sanken, und jedem Kubikmillimeter Schnee nachjagten. Die Kälte erinnerte ihn zu oft an die Auswirkungen Schwarzer Magie…
Er genoß wieder einen Schluck des alten, schweren Weins. »Was hältst du davon, Nici, wenn wir uns ins nächste Flugzeug setzen und gen Sommer düsen? Ein paar Tage können bestimmt nicht schaden…«
Nicandra hob die Schultern. »Warum nicht? Arbeit liegt im Augenblick nicht sonderlich viel an, und die Rechnungen für die Nachdrucke habe ich verflixt schnell geschrieben.« Drei der Fachbücher, die der Parapsychologe Moronthor verfaßt hatte, waren neu aufgelegt worden, und so würde wieder eine Menge Geld ins Haus kommen. Davon und von den Erträgen der verpachteten Ländereien von Château Aranaque finanzierte Moronthor seine vielfältigen und häufigen Reisen und Abenteuer.
»Und wohin fliegen wir?«
»Irgendwohin, wo die Sonne lacht«, schlug Moronthor vor. »Such dir ein Ziel aus, und buch die Tickets.«
Nicandra setzte ihr Glas auf den kleinen Marmortisch. »Bin schon unterwegs«, sagte sie vergnügt und wehte in Richtung Arbeitszimmer davon.
***
Amerika, Houston im Staat Texas:
Auch ein Hotel kann eine ganze Menge Platz bieten, vor allem, wenn man eine ganze Suite mietet. Und genau das hatte James T. Larkin getan. Geld genug hatte er. Er hatte über Beteiligungen seine Goldfingerchen im Ölgeschäft und kassierte jeden Monat mehr als eine satte Million Dollar ab. Da konnte man schon einmal gehörig zulangen und die Luxus-Suite im »Hilton International« in Beschlag nehmen, die sich sonst nur Ölscheichs und Dollarkönige leisteten.
Gesellschaft hatte Larkin auch. Zwei bildhübsche Girls aus Germany, mit langen blonden Haaren und nicht voneinander zu unterscheiden, weil sie eineiige Zwillinge waren.
Die beiden Schwestern machten einen Trip durch die USA. Sie hatten sich in Houston kennengelernt, und James T. Larkin hatte spontan versprochen, ihnen die Stadt und die Umgebung zu zeigen. Und ein Kurztrip nach Dallas, zur Southfork-Fernseh-Ranch, war inbegriffen. Mit dem eigenen Flugzeug war das weniger als ein Katzensprung.
Daß die Bekanntschaft keine Bindung auf Dauer sein konnte, war allen dreien klar, aber in der kurzen Zeit wollten sie mitnehmen, was sich anbot, und genießen. Gegenseitige Sympathei war mehr als genug vorhanden. Larkin sah gut aus und war trotz seines Reichtums einigermaßen natürlich geblieben, im Gegensatz zu den meisten anderen Geschäftsleuten.
Im geräumigen Bad rauschte die Dusche, nur zu hören, weil die Tür halb offenstand. Normalerweise hätte die Schallisolierung jedes Geräusch geschluckt. Monica Peters genoß die Annehmlichkeiten der Zivilisation. Ihre Schwester Uschi genoß unterdessen die Annehmlichkeiten, die Larkin ihr angedeihen ließ. Er war nicht nur reich, sondern auch einfallsreich und fantasievoll, konnte hervorragend küssen, und unter seinen Berührungen schmolz sie förmlich dahin.
Das Rauschen des Wassers hörte auf. Ein paar Minuten später betrat Monica wieder den großen Wohnraum mit dem weichen, zentimeterdicken Teppich und den kostbaren Stilmöbeln. James Larkin löste Uschis Umarmung und lächelte Monica zu.
Sie hob die Hand. »Hast du in deiner phänomenalen Zimmerbar auch ’ne Cola oder so etwas?« fragte sie. »Bleib ruhig, wo du bist - sag mir nur, wo das Kühlfach ist.«
Larkin streckte einen Arm aus und wies auf ein Schränkchen neben der Tür zum Schlafraum. »Bringst du uns was mit, Moni?«
Sie nickte und bewegte sich durch das Zimmer. Larkin lächelte. »Zieh dich bloß nicht wieder an - dann kann ich euch wenigstens endlich voneinander unterscheiden.«
»E

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