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Dino-Land - Folge 04

Inhalt

  1. Cover
  2. Über diese Serie
  3. Über diese Folge
  4. Über die Autoren
  5. Impressum
  6. Duell in den Lüften
  7. In der nächsten Folge

Dino-Land – Rückkehr der Saurier

Ein fehlgeschlagenes Militärexperiment erzeugt einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum. Mitten in der Wüste Nevada erscheint ein 150 Millionen Jahre alter Dschungel – und mit ihm die Dinosaurier. Doch damit nicht genug: Das Dschungelgebiet breitet sich unkontrolliert aus und umgekehrt wird alles, was sich in der Gegenwart befindet, in die Vergangenheit gerissen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Anomalie auch Las Vegas erreicht und alles und jeden darin verschlingt!

Auch Marc »Red« Littlecloud, Mitglied einer Spezialeinheit des US-Marine Corps, wird in den Malstrom der Ereignisse gezogen. Die Lage scheint aussichtslos, dennoch versucht er zusammen mit Militär und Polizei, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Doch in einer so fremdartigen Umgebung, unter Dinosauriern, unbekannten Krankheiten und Großwildjägern, gibt es keine Gnade …

Willkommen in »Dino-Land«: Ein wahrgewordener Albtraum aus den Federn von Wolfgang Hohlbein, Frank Rehfeld und Manfred Weinland.

Sie sind überall - und es gibt kein Entkommen …

Über diese Folge

Zwei Jahre später …

Nach dem Verschwinden von Las Vegas sind die Zeitbeben allmählich verebbt; das Gebiet, das nun »Dino-Land« genannt wird, ist einigermaßen stabil. Hubschrauber-Patrouillen sichern die Grenze zwischen Urzeitdschungel und Nevada-Wüste. Obwohl täglich Tausende Menschen die Aussichtspunkte besuchen, unterliegt »Dino-Land« noch immer strengsten Sicherheitsmaßnahmen und ist nur den Wissenschaftlern zugänglich. Doch der Frieden täuscht.

Unter der Oberfläche brodelt es, bahnt sich eine neue Katastrophe an. Und dann findet ein Forscher die Hornplatte eines Stegosaurus – mit einer eingeritzten Nachricht an sich selbst, die nachweislich über 100 Millionen Jahre alt ist …


Ein fehlgeschlagenes Militärexperiment erzeugt einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum. Mitten in der Wüste Nevada erscheint ein 150 Millionen Jahre alter Dschungel – und mit ihm die Dinosaurier. Ein wahrgewordener Albtraum aus den Federn von Wolfgang Hohlbein, Frank Rehfeld und Manfred Weinland.

Willkommen in »Dino-Land«: Sie sind überall - und es gibt kein Entkommen …

Über die Autoren

An der Serie »Dino-Land« haben die Autoren Wolfgang Hohlbein, Frank Rehfeld und Manfred Weinland mitgewirkt. Jeder von Ihnen hat bereits jahrelange Erfahrung im Schreiben von Action-, Fantasy-, Science-Fiction oder Horrorromanen. Mit Dino-Land gelang ihnen ein temporeicher und spannungsgeladener Genre-Mix, der sich einer der ältesten uns bekannten Bedrohungen widmet: Den Dinosauriern.

 

Dino-Land

 

Frank Rehfeld

Duell in den Lüften

 

DUELL IN DEN LÜFTEN

Die Bestie, die aus den wabernden Rauchschwaden des abgestürzten Hubschraubers gestapft kam, war ein gestaltgewordener Albtraum.

Bereits zuvor hatte der Tyrannosaurus einen grauenerregenden Anblick geboten, aber nun war er verletzt und erinnerte weniger an ein Tier denn an einen Dämon, der direkt aus den tiefsten Tiefen der Hölle emporgestiegen zu sein schien. Sein Gesicht war verwüstet, eine Maske aus weißen Knochensplittern und zerfetztem Gewebe, in dem sich nur noch ein Auge befand. Seine Flanke war aufgerissen, und Ströme von dunklem, fast schwarzem Blut quollen aus seinem Körper und tränkten den Wüstensand.

Es war das Entsetzlichste, das Boris Corman jemals in seinem Leben gesehen hatte.

Der Tyrannosaurus Rex schrie; ein von unmenschlichem Zorn und Schmerz erfülltes Brüllen, das in Cormans Ohren gellte und seine Furcht zu panischer Angst aufpeitschte. Um ihn herum erklangen die Schreie seiner Frau Helen und seiner beiden Zwillingstöchter Sandy und Tippy, doch er nahm es kaum wahr.

Einzig Littlecloud, der von der Polizei gesuchte Verbrecher, der das Wohnmobil vor wenigen Minuten in einer gestohlenen Polizeiuniform angehalten hatte und zu ihnen gestiegen war, schrie nicht. Er besaß sogar genügend Kaltblütigkeit, sich blitzschnell herumzudrehen, der hinter ihm stehenden Tippy den Blick auf das schreckliche Bild zu versperren und ihr einen leichten Stoß zu versetzen, der sie direkt in die Arme ihrer Mutter taumeln ließ.

Corman wusste nicht, wie er es schaffte, das Wohnmobil in Gang zu setzen, aber es fuhr mit durchdrehenden Reifen und einem so heftigen Ruck an, dass Littlecloud beinahe von seinem Sitz geschleudert worden wäre. Sofort riss Corman das Lenkrad herum, doch das große Fahrzeug gehorchte nur schwerfällig. Die Reifen fanden im lockeren Wüstensand nur wenig Halt, und so näherte sich das Wohnmobil dem Saurier noch weiter.

Die einzige Chance bestand darin, mit möglichst hoher Geschwindigkeit an ihm vorbeizukommen, um ihm dann davonfahren zu können. Einem gesunden Tier hätten sie gewiss nicht entkommen können, doch so schwer verletzt, wie der Saurier war, konnte er mit Sicherheit nicht mehr allzu schnell laufen.

Nur Sekunden später begriff Corman, wie grausam er sich getäuscht hatte. Der Tyrannosaurus kam wie ein todbringendes Gebirge aus Fleisch und Knochen und mörderischen Krallen herangestapft, viel schneller, als es ihm mit diesen schrecklichen Wunden hätte möglich sein dürfen, und gleich darauf ging ein furchtbarer Ruck durch das Fahrzeug.

Die Welt schien in einem Chaos aus splitterndem Glas, reißendem Metall und Schmerzen unterzugehen. Corman fühlte sich nach vorne gerissen und knallte mit dem Kopf so hart gegen das Lenkrad, dass es unter dem Aufprall zerbrach. Benommen wurde er in seinen Sitz zurückgeschleudert.

Gleich darauf traf ein weiterer, noch schlimmerer Hieb des Sauriers das Wohnmobil und stieß es fast um. Wie durch einen dichten Schleier sah Corman einen kleinen Körper mit blonden Haaren durch die Luft fliegen und gegen die Windschutzscheibe prallen, ohne richtig zu begreifen, um was es sich handelte.

Eine der gewaltigen Klauen des Tyrannosaurus’ brach durch das Dach, verfehlte Corman um eine Winzigkeit und riss mit einer geradezu mühelos erscheinenden Bewegung die Seite des Wohnmobils auf. Irgendwo hoch über sich sah Corman den gewaltigen Schädel der Bestie.

Im nächsten Moment brach das immer noch mit beachtlicher Geschwindigkeit rollende Fahrzeug zur Seite aus.

Corman sah, wie eines der Räder abgerissen wurde und durch die Luft wirbelte, dann vollführten Himmel und Erde einen wahnwitzigen Tanz um ihn herum. Die Schnauze des Wohnmobils bohrte sich in eine Sanddüne, und Corman fühlte sich von unvorstellbaren Gewalten gepackt und durch die Luft gewirbelt.

Er wusste nicht, wie oft er sich überschlug, bis er schließlich den Boden auf sich zurasen sah. Der Aufprall raubte ihm fast die Besinnung, und er überlebte den Sturz nur deshalb, weil der nachgiebige Sand die schlimmste Wucht milderte. Alles um ihn herum wurde schwarz, und er war sich nicht sicher, ob er nicht doch für einen Moment das Bewusstsein verlor, aber wenn, dann konnte es sich nur um wenige Sekunden handeln.

Mühsam wälzte Corman sich herum, sodass er auf dem Bauch zu liegen kam. Jeder Muskel tat ihm weh; er fühlte sich, als ob eine Rinderherde gerade ein halbes Dutzend Mal über ihn hinweggetrampelt wäre. Sein Körper war über und über mit Blut besudelt, ohne dass er wusste, wie viel davon sein eigenes war.

Er stemmte seinen Oberkörper in die Höhe und sah sich um. Ein Stück von sich entfernt sah er den Tyrannosaurus Rex. Der Zusammenprall hatte die Bestie noch weiter verletzt. Selbst ein Tier dieser Größe und Wildheit hätte längst tot sein müssen, aber es hatte sich bereits wieder erhoben und taumelte mit ungelenken Schritten erneut auf das Wohnmobil zu.

Der Anblick verlieh Corman noch einmal neue Kraft. Im Wagen befand sich seine Familie, das war alles, was im Moment zählte. Taumelnd kam er auf die Beine, schwenkte die Arme und begann zu brüllen, so laut er nur konnte. Er musste die Bestie ablenken. Sein eigenes Leben war ihm in diesen Sekunden gleichgültig, wenn es ihm nur gelang, das Helens und der beiden Kinder zu retten.

Der Saurier ignorierte ihn.

Corman hörte nicht auf zu schreien und schwenkte die Arme noch wilder, doch die Bestie nahm nicht einmal Notiz von ihm, sondern stampfte weiter auf das Wohnmobil zu. Mit letzter Kraft taumelte Corman auf sie zu, doch schon nach wenigen Schritten versagten seine Beine ihm den Dienst. Er blieb mit dem Fuß an einem winzigen Sandbuckel hängen und stürzte nach vorne. Es gelang ihm nicht mehr, den Sturz mit den Händen abzufangen.

Er spürte noch den Aufprall, doch noch bevor der Schmerz sein Gehirn erreichen konnte, verlor er das Bewusstsein - und erwachte!

Noch immer gellten Schreie in seinen Ohren, und erst nach Sekunden wurde Boris Corman bewusst, dass er selbst sie ausstieß. Einen gnädigen Moment lang verspürte er nichts als grenzenlose Erleichterung, dass er sich nicht zusammen mit der Albtraumbestie in der Wüste befand, sondern sicher und wohlbehalten in seinem Bett lag.

Dann holte ihn die grausame Erinnerung ein und fegte die Erleichterung mit Schmerz und Verzweiflung beiseite. Es war kein Albtraum gewesen, sondern die nackte Realität, und auch wenn das Erlebnis bereits gut zwei Jahre zurücklag, hatte er es noch lange nicht überwunden. Vermutlich würde es ihm nie gelingen.

Binnen weniger schicksalhafter Minuten war sein gesamtes Leben damals zerstört worden. Er war nicht gestorben, sondern hatte wie durch ein Wunder sogar nur einige leichte Verletzungen davongetragen, doch gerade dieses Wunder erschien ihm noch heute wie ein besonders böser Streich des Schicksals. Seit damals verging kein Tag, an dem er sich nicht gewünscht hatte, ebenfalls tot zu sein.

Was ein harmloser Familienausflug nach Las Vegas hatte werden sollen, war zu einer Reise in die Abgründe der Hölle geworden und hatte in der Apokalypse geendet. Helen und Sandy waren tot, ermordet von einer Bestie, wie es sie seit Jahrmillionen nicht mehr auf der Erde gegeben hatte. Und Tippy, seine zweite Tochter …

Boris Corman ballte die Hände so fest zusammen, dass ihm die Nägel ins Fleisch schnitten. Der körperliche Schmerz vertrieb kurzfristig die viel schlimmere Pein in seinem Inneren. Oft hatte er daran gedacht, seinem sinnlos gewordenen Leben selbst ein Ende zu setzen, war letztlich aber dennoch immer davon zurückgeschreckt. In ihm waren nur noch Schmerz und Hass, aber gerade dieser Hass war es, der ihn noch am Leben erhielt.

Er würde sich rächen.

Sie würden alle für das büßen, was das Ungeheuer ihm und seiner Familie angetan hatte.

Alle.

Corman starrte mit hasserfülltem Blick zur Decke hinauf und bemühte sich, die Gedanken an die Vergangenheit zu verdrängen. Wichtig war jetzt nur noch die Zukunft, die Aufgabe, die er sich selbst gestellt hatte.

Seine Rache.

Das einzige, was er noch für Helen, Sandy und Tippy tun konnte.

Seine Arbeit näherte sich bereits der Vollendung. Nicht mehr lange, dann würde er sein Ziel erreicht haben.

***

Es gab Tage, an denen man glatt verzweifeln konnte, weil einfach alles schiefging. Für Betty Sanders war dies ein solcher Tag.

Sie atmete ein paarmal tief durch, um sich nicht von ihrer Enttäuschung und ihrem Ärger überwältigen zu lassen. Dabei warf sie den beiden uniformierten Wachsoldaten, die mit umgehängten Maschinenpistolen ein paar Schritte entfernt standen, einen scheuen Seitenblick zu. Die beiden zeigten einen ebenso gelangweilten Gesichtsausdruck wie der Mann hinter dem schussfesten Glas in der Pförtnerloge, mit dem sie sprach.

»Hören Sie, Mister«, unternahm sie einen neuen Anlauf. »Meine Redaktion hat mir mitgeteilt, es wäre alles geregelt. Mister Schneider wäre informiert und bereit, sich mit mir zu einem Interview zu treffen.«

»Professor Schneiders Sekretärin sagt, sie wüsste nichts von einem Termin mit einer Betty Sanders vom TIME-LIFE-Magazin«, gab der Pförtner mit stoischer Ruhe und so besonderer Betonung auf dem akademischen Grad Schneiders zurück, als müsste dieser allein schon ausreichen, Betty vor Ehrfurcht auf die Knie sinken und von weiteren Belästigungen absehen zu lassen. Oder als hätte sie sich einer mittelschweren Majestätsbeleidigung schuldig gemacht, indem sie den »Professor« einfach unterschlug.

»Rufen Sie sie noch einmal an«, bat Betty. »Ich bin sicher, es handelt sich nur um ein Missverständnis. Oder, noch besser, lassen Sie mich kurz selbst mit ihr sprechen. Es wird sich alles aufklären.«

Der Pförtner schüttelte den Kopf. Es war unverkennbar, dass ihn Bettys Hartnäckigkeit zu nerven begann.

»Es wurde kein Termin vereinbart«, beharrte er. »Ich habe Anweisung, Sie nicht hereinzulassen. Bitte gehen Sie jetzt.«

»Aber ich bin extra aus New York hergekommen, nur um dieses Interview …«

»Es tut mir leid, Miss Sanders, doch ich kann Ihnen wirklich nicht helfen«, fiel ihr der Pförtner ins Wort. »Auf Wiedersehen.«

Bevor Betty Gelegenheit fand, noch etwas zu sagen, schloss er die kleine Luke in dem Glasfenster. Die Journalistin warf ihm zum Abschied einen bösen Blick zu, dann wandte sie sich resignierend ab.

Wäre sie nicht so zornig gewesen, hätte sie vor Enttäuschung heulen können. Sie hatte ihr Glück anfangs selbst kaum fassen können, dass sich Schneider zu einem Interview ausgerechnet mit ihr bereitgefunden hatte. Angesichts der Pressescheu, die er in den letzten beiden Jahren gezeigt hatte, war das schon eine kleine Sensation.

Aber statt in Schneiders Büro geführt zu werden, wurde sie erst gar nicht in das Forschungsgebäude hineingelassen, sondern wie ein lästiges Kind vom Pförtner abgewiesen. Die Welt war gemein und ungerecht, wie sich damit wieder einmal drastisch bestätigt hatte.

Irgendetwas war gründlich schiefgegangen, und es war ihr zumindest im Augenblick völlig egal, auf welcher Seite der Fehler lag. Sollte sie herausfinden, dass Bredham, ihr Chefredakteur, die Sache verbockt hatte, würde sie ihm gehörig die Leviten lesen, aber das war Zukunftsmusik.

Für den Moment kam sie jedenfalls nicht weiter. Das nächste öffentliche Telefon befand sich gut ein Dutzend Meilen entfernt, sodass sie auch nicht kurzfristig in der Redaktion anrufen konnte, um alles von dort aus klären zu lassen. Es war bereits später Nachmittag, sodass es an diesem Tag wohl ohnehin nicht mehr mit dem Interview klappen würde.

Glücklicherweise war sie nicht allein nur deshalb hergekommen, wie sie dem Pförtner gegenüber behauptet hatte. Das Interview mit Professor Carl Schneider, dem Chef des Wissenschaftlerteams, das sich mit DINO-LAND beschäftigte, sollte ihrer Planung zufolge zwar das Kernstück ihrer Reportage werden, doch sie musste sich auf jeden Fall auch noch um weitere Quellen kümmern, und vor allem musste sie einige persönliche Eindrücke gewinnen.

Frustriert verließ sie die Eingangshalle des Forschungszentrums. Sie blinzelte ins grelle Sonnenlicht, hob eine Hand, um ihre Augen damit abzuschirmen, während sie mit der anderen ihre Sonnenbrille aus der Tasche zog und aufsetzte. Wie so oft waren die Temperaturen hier draußen in der Wüste von Nevada, die zu den heißesten Landstrichen der Erde zählte, an diesem Tag wieder schier unerträglich, und nach der Kühle in der voll klimatisierten Eingangshalle kam die Hitze Betty doppelt schlimm vor.

Sie warf einen letzten wütenden Blick zu dem futuristisch anmutenden Forschungszentrum zurück, dann stieg sie in ihren Leihwagen. Sie hatte den hellbeigefarbenen Rover im Schatten geparkt, und während der Fahrt hierher hatte sie die Klimaanlage auf höchster Stufe laufen lassen. Dennoch hatte die kurze Zeit, die sie die Tür zum Ein- und Aussteigen hatte öffnen müssen, ausgereicht, die trockene Hitze ins Innere des Wagens gelangen zu lassen.

Betty lenkte den Wagen über eine kleine Zufahrtsstraße auf den US-Highway 95, der einst mitten durch Las Vegas geführt hatte, doch statt nach Henderson, der nächstgelegenen Stadt, zurückzukehren, fuhr sie in nördlicher Richtung weiter. Der Highway war kaum weniger stark befahren als in früheren Zeiten, vor den Zeitbeben, wie das Phänomen von den Medien bezeichnet worden war, auch wenn es sich jetzt um eine andere Form von Tourismus handelte. Damals waren die Menschen nach Las Vegas geströmt, um ihr Geld voller Hoffnung auf einen Gewinn in den Kasinos zu verspielen. Das war noch nicht einmal zwei Jahre her.

Mittlerweile gab es Las Vegas nicht mehr.

Als sie ihr Ziel erreichte, reihte sich Betty in die Autoschlange ein, die sich vor der Straßenschranke gebildet hatte. Ungeduldig wartete sie, bis sie an der Reihe war, und bezahlte den Eintritt von zehn Dollar. Obwohl es sich in ihren Augen um einen Wucherpreis handelte, war der riesige Parkplatz beinahe voll. Irgendein findiger Unternehmer hatte das vorher so gut wie wertlose Wüstengrundstück gekauft und in eine Goldgrube verwandelt.

Es gab unzählige Buden, an denen man zu überhöhten Preisen vom Dino-Burger bis zum Plüschsaurier alles kaufen konnte, was auch nur im entferntesten mit Dinosauriern zu tun hatte. Man bekam Getränke in Tassen und Gläsern mit DINO-LAND-Aufdruck verkauft, und Kinder konnten an den Karussells auf den verschiedenen Kunststoffsauriern reiten.

Betty verzog das Gesicht.

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