Logo weiterlesen.de
G’eata: Das Mädchen aus dem Eis

Über den Autor

Wenn man einmal Lehrer war, dann kann man es mit der Literatur einfach nicht lassen. Und da man nicht mehr Rechtschreibung, Grammatik und Interpretation mit den Schülern üben muss, so verlegt man sich auf die Dinge, die am meisten Spaß machen, nämlich das Geschichtenerzählen. Zumal wenn man eine gewissen Zeit seines Lebens in Afrika verbracht hat, dann hat man so viel gesehen und erlebt, dass die Fantasie noch lange Purzelbäume schlägt.

Außerdem ist das Palavern, also das lange Erzählen, dort Teil der Lebenskultur. Wenn man sich nicht die Zeit nimmt, ein wenig zu plaudern, dann kommt man nicht weit, weil jeder einen für langweilig und unhöflich hält.

Johannes O. Jakobi hat bereits einige Bücher für Kinder geschrieben:

Stories for Africa

und der E’EATER, auf den diese Geschichte von G’EATA aufbaut.

WAS BISHER GESCHAH:

MISSGLÜCKTE LANDUNG

WOHER KOMMEN DIE PYRAMIDEN?

ICH MÖCHTE DICH KENNENLERNEN

SEI SANFT ZU MIR!

IHR ERSTES DATE

DER DOKTOR KOMMT INS HAUS

G’EATA WIRD GEFUNDEN

G’EATA FINDET ERDGAS

GENUG GAS FÜR DIE HEIMREISE

WER IST DER E’EATER?

ABSCHIED VON MING SHU

DAMIAN HAT GEBURTSTAG

AUFKLÄRUNGSGESPRÄCH

KATASTROPHENALARM

TRÄNENREICHE VERSÖHNUNG

BLAU WIE EIN VEILCHEN

WAS BISHER GESCHAH:

G’EATA ist die Fortsetzung zu dem ersten Buch mit dem Titel „der E’EATER“. Damian, der Held der Geschichte, lebt zu dieser Zeit mit seinen Eltern im afrikanischen Namibia. Damian ist 14 Jahre alt und geht in Windhoek in die deutsche Schule DHPS. Sein Vater, ein Ingenieur für Wassertechnik und Staudämme, arbeitete erst im Nachbarstaat Botswana, wo er sich seinerzeit in Damians Mutter verliebte, einer ehemaligen Schönheitskönigin aus Molepulole. Beide heiraten und nennen sich gegenseitig zärtlich und höflich Mma und Rra, was in der Tswana Sprache Dame und Herr bedeutet. So kommt es, dass Damians Haut allerdings etwas dunkler ist als die seiner Mitschüler, was die Dinge in Namibia, wo die Familie jetzt wohnt, nicht gerade einfacher macht. Bis 1990 herrschte dort wie in Südafrika die Apartheid, jene scheußliche Rassentrennung zwischen Schwarz und Weiß. Heute gibt es auch unter den Jugendlichen leider noch etliche Vorurteile, und somit ist es für Damian durchaus schwierig, eine hellhäutige Freundin zu finden.

Das aber soll sich bald ändern, denn er trifft auf den E’EATER, mit dem sich eine enge Freundschaft entwickelt. Der E’EATER ist ein etwa 30 Zentimeter großes Wesen, das sich ausschließlich von elektrischem Strom und Batteriesäure ernährt (electricity eater = Stromfresser). Wenn er lacht, und das macht er oft und gerne, reichen seine wulstigen Lippen fast bis an die Ohren. Dann blitzen seine spitzen Zähnchen, mit denen er mühelos selbst Glühbirnen zerbeißen kann. Mit seinen goldenen Augen schaut er meist ganz harmlos drein, hat es aber faustdick hinter den Ohren; er weiß einfach alles von Elektrizität. Über seinen Kugelbauch lässt er je nach Stimmung lustige Flämmchen hüpfen und seine schuppige, grüne Haut schimmert dann in allen Farben. Mit seinem langen, dünnen Arm hängt er sich gerne an die Deckenlampen im Zimmer, und mit dem dickeren, kürzeren Arm saugt er den Strom aus der Steckdose. Mit seinen Froschfüßen kann er allerdings nur schlecht laufen, eher watscheln oder hüpfen. Deshalb wird er leicht unterschätzt. Doch dieser E’EATER hat es in sich. Mit Hilfe seiner sanften elektromagnetischen Wellen macht er die Menschen friedlich und glücklich, erobert für seinen Freund Damian damit sogar das Herz des begehrtesten Mädchens der ganzen Schule: Die schöne Jennifer. Bald sind Damian und Jennifer ein unzertrennliches Pärchen.

Doch der E’EATER hat selbst auch eine kleine Macke. Weil er nicht weiß, ob er ein Junge oder ein Mädchen ist, versucht er immer wieder herauszufinden, worin dieser, ahem, kleine Unterschied zwischen Mädchen und Jungs besteht. Natürlich kommt er zu keinem befriedigenden Ergebnis, weil Damian es selbst nicht weiß und Jennifer es ihm nicht erklären will.

Alle drei erleben gemeinsam viele schöne Stunden und Abenteuer, doch wie so oft im Leben, sie müssen voneinander Abschied nehmen, denn Damians Eltern gehen zurück nach Deutschland. Jennifer bleibt in Namibia zurück, aber der E’EATER begleitet Damian, weil er diesen ja beschützen muss.

Als schwierig erweist es sich, den E’EATER durch den namibischen Zoll zu bringen. Das geht nur in einer Hundekiste, was er als absolut schrecklich und demütigend empfindet. Auch stört ihn im Frachtraum der Maschine der Lärm, und so beschließt er, den Rest des langen Fluges draußen auf der Tragfläche zu verbringen. Damian ist entsetzt, als er seinen kleinen Freund dort sitzen sieht, aber der E’EATER hat alles im Griff. So nähern sie sich dem Frankfurter Rhein-Main-Airport.

MISSGLÜCKTE LANDUNG

Kurz vor der Landung der Air Namibia Maschine, aus Windhoek einfliegend, in der Damian mit seinen Eltern sitzt, kommt es zu einer ungewöhnlichen Verzögerung. Der Pilot hat vom Tower die Meldung erhalten, dass sich auf der rechten Tragfläche seines Flugzeugs irgendetwas befinde und seltsame elektrische Wellen aussende. Man fürchtet, dass die Bordinstrumente in Mitleidenschaft gezogen werden könnten und dreht deshalb mehrere große Runden über dem Rhein-Main Gebiet. Als die Freigabe durch den Fluglotsen erfolgt, weil die Signale nicht mehr zu orten sind, macht sich bei der Crew Erleichterung breit. Die weitere Landung verläuft glatt und ohne zusätzliche Verzögerungen.

Natürlich ist es der E’EATER, der es bei den bellenden Hunden und miauenden Katzen im Frachtraum nicht mehr ausgehalten hat und auf die Tragfläche geklettert ist. ‚Lieber draußen in der Kälte zittern, als hier drinnen vom Lärm taub werden‘ hat er sich gesagt und den letzten Teil des langen Fluges auf der Tragfläche unter Damians Fenster verbracht.

Zwei Tage später sitzt Damian in seinem Zimmer in der neuen Wohnung vor seinem PC. Er versucht, sich abzulenken, weil er ständig an den E’EATER denken muss, der irgendwo auf dem Frankfurter Flughafen verloren gegangen ist. Vergeblich hatten Damian und seine Eltern ihn mehrere Stunden lang gesucht. Der kleine Kugelbauch war wie vom Erdboden verschluckt. Dann hatten Damians Eltern aufgegeben, obwohl ihr Sohn trotz seiner Verzweiflung lieber weiter gesucht hätte. Doch irgendwann musste man ja schließlich nach Hause. Zwar war Damian noch mehrmals mit der S-Bahn zum Airport gefahren, hatte sich nach dem verschwundenen E’EATER umgesehen, ihn aber nicht finden können. Jedes Mal war er niedergeschlagen in die neue Wohnung zurückgekehrt, hatte sich deshalb dort noch gar nicht so recht zu Hause fühlen können. Wie sollte er auch, wenn sein kleiner Freund nicht mehr da war? Damian hat auch bereits mit Jennifer in Namibia telefoniert, die ihn getröstet und gesagt hat, dass der E’EATER bestimmt wieder auftauchen würde.

„Der kleine Kerl ist unverwüstlich!“

Damian bleibt nichts Anderes übrig, als Jennifer zu glauben und zu warten. Doch es klingelt nicht an der Wohnungstür, wie es eigentlich für Besucher üblich wäre, sondern es klopft von draußen an die Fensterscheibe. Kein Problem, könnte man meinen, wenn es nicht gerade im 12.Stock eines Hochhauses wäre. Genauso denkt auch Damian. Doch als er auf das Klopfen hin zum Fenster blickt, grinsen ihn die bekannten wulstigen Lippen und die spitzen Zähnchen so frech an, dass er sofort einen schrillen Freudenschrei loslässt. Drei schnelle Schritte zum Fenster, eine kurze Sekunde zum Öffnen, dann hält er den kleinen Kugelbauch glücklich in seinen Armen.

„Wo hast du bloß gesteckt? Wie konntest du mich finden? Bist du etwa an der Hauswand hochgeklettert?“

Der E’EATER, der sich genauso freut, tut so, als wäre gar nichts gewesen, bleibt cool wie eine Hundeschnauze:

„Damian, mein Freund, du redest ja gerade, als wäre ich eine Ewigkeit fort gewesen. Dabei habe ich nur einen kleinen Ausflug gemacht. Weißt du, ich bin rasch mal bis nach Köln gesurft, aber weil ich dich dort nicht finden konnte, habe ich die nächste Überlandleitung zurück nach Frankfurt genommen.“

„Du bist auf einer Starkstromleitung gesurft? Bis nach Köln und zurück? Donnerwetter!“

„Hat großen Spaß gemacht“, quietscht der Kugelbauch, „aber jetzt habe ich dicke Blasen auf den Fußsohlen, weil die Stromleitung so gescheuert hat. Willst du mal sehen?“

Tatsächlich. Unter den knubbeligen Froschfüßen haben sich etliche Blasen gebildet. Natürlich nutzt der E‘EATER die Situation wieder schamlos aus, indem er jammert und wehklagt. Allerdings kommt ihm sogleich die geniale Idee, wie die Schmerzen zu behandeln wären:

„Hättest du vielleicht ganz zufällig eine klitzekleine Batterie für mich, mein Freund? Davon gehen diese bösen Blasen bestimmt schnell wieder weg.“

Damian durchschaut den Kleinen, muss lachen:

„Oh, E’EATER, du bist einfach unverbesserlich! Du willst oben in dein gefräßiges Maul etwas reinstecken, damit unten deine wunden Gummifüße gesund werden? Du raffinierter Schlaumeier! Aber gut, hier in meinem Reisewecker ist zufällig eine kleine Batterie, die kannst du haben. Ich weiß zwar dann nicht, wie viel Uhr es ist, aber wenn davon deine Blasen schnell verschwinden, ist mir doch die Zeit egal. Aber erzähl mal, wie es kommen konnte, dass wir uns auf dem Flughafen verloren haben!“

Und der E’EATER berichtet, dass er sich, um nicht gesehen zu werden, unter den Koffern versteckt habe. Dann seien diese auf das unterirdische Fließbandsystem geladen worden, und dort habe er sich verirrt. Beinahe sei er auf einem der Förderbänder nach draußen transportiert worden, wo die Reisenden auf ihre Koffer warteten. Deswegen sei er durch einen Hinterausgang geflohen und auf die Überlandleitung nach Köln geraten.

Nachdem er geendet hat, will der E’EATER gekonnt lässig aufs Bett springen, als ihm Damian den Weg versperrt und auf ein Körbchen neben seinem Bett zeigt.

„Soll ich etwa dort drin schlafen?“

Der E‘EATER ist total entrüstet. Auch die Flämmchen, die über seinen Kugelbauch zucken, sprechen eine beredte Sprache. Damian hat ihm ein weichgepolstertes Körbchen in die Ecke neben seinem Bett gestellt.

„Bin ich neuerdings ein Hund?“ Der E’EATER scheint fassungslos.

„Du kannst nicht weiter bei mir im Bett schlafen. Dazu bin ich jetzt zu alt. Ich will kein Kuscheltier mehr. Außerdem ist das ein superfeines Körbchen. Darin wirst du dich richtig wohlfühlen.“

Damian hat noch nicht zu Ende gesprochen, da liegt der Kugelbauch bereits oben in der Ecke in Damians Bett, hat sich das Kissen bequem unter den Kopf geschoben und grinst diabolisch, ohne ein Wort zu sagen. Damian gibt noch nicht auf, fleht fast:

„Bitte, lieber E’EATER, ich will das nicht länger! Dieses Bett ist viel zu klein für zwei Personen. Außerdem machst du dich immer so breit, dass ich keinen ausreichenden Platz für mich habe und überhaupt nicht mehr schlafen kann. Also, sei kein Frosch, und husch, husch in dein eigenes Körbchen!“

Der E’EATER denkt gar nicht daran, auf Damians Argumente einzugehen, sucht sich stattdessen die schwächste Stelle für seinen Gegenangriff aus:

„Frosch! Frosch?“ quiekt er. „Du bezeichnest mich als Frosch?! Ist das freundlich? Etwa schmeichelhaft? Nein! So was ist hundsgemein! Und du willst mein Freund sein?! Jagst mich aus meinem warmen Bett! Zwingst mich, in ein altes, gebrauchtes Hundekörbchen zu klettern!“

Dann setzt er noch eine zusätzliche Dramatik drauf, quietscht mit höchster Fistelstimme:

„Frosch! Froosch! Frooosch! Nein! Neiein! Neieiein! Ich fasse es nicht! Ist das der Dank für all meine Freundschaft?“

So sehr steigert er sich in seine vorwurfsvolle Rolle hinein, dass man sehen kann, wie viel Spaß es ihm ...

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "G'Eata" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple Books

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen