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Inhalt

Zu diesem Buch

Verzeichnis therapeutischer Methoden

Kontaktaufnahme

Smalltalk 1

Smalltalk 2

Smalltalk 3

Blickkontakt

Für jemand anderen etwas tun wollen

Ein Geistlicher im Spiegel

Zu schnell persönlich

Zuerst auf die Toilette

Sehr bedürftig

Überspielen und Konfrontation

Dick und depressiv

Tim

Themenfindung: Worüber sprechen wir heute?

Vom Wetter zum Thema

Der erste Blick

Ich finde mich gut so!?

Schönes aushalten können

Ich bin bewohnt

Schuldverlagerung

Selbst organisierte Verwirrung

Neue Loyalität

Ein einfaches Gemüt

Zu wieviel Prozent sind Sie hier?

Eltern, Kinder, Familie

Kindablehnung

Mann-Sohn-Überraschung

Vater und kindliche Erotik

Ein kleiner Mann

„Unsere Tochter hat ein Problem.“

Die Lügen der Kosmetikerin

Widerstand vor Schuldgefühlen

Ein Arzt

Selbstwert und Selbstverantwortung

Fühlen contra Denken

Durch die Anerkennung der anderen

Etwas weglachen

Besondere Weisheit

Tragende Kraft

Ver … rückt

Noch einen Schritt

Selbstmitleid

Im Abseits

Weitreichende Projektion

Verlorener Vater

Eifersucht

Projektion des Professors

Einschüchterung

Suche nach der eigenen Freude

Heimat

1x1 der Gefühle

Schwächen werden nicht geduldet

Ein Vertriebsleiter Mitte 50

Verlust

Tod

Mitleid oder Mitgefühl

Mama und die anderen

Sexualität, Beziehung

Lustige Sexualität

Einen neuen Mann bitte

Immer wieder die „Alte“

Ständige Entladung

Mein Mann trinkt

Ein originelles Paar

Schwul? – Nein, missbraucht!

Nachwort

Zu diesem Buch

Schon im ersten Augenblick der Begegnung

liegt die Erkenntnis verborgen.

Eine Begrüßung ist wie ein Blumenstrauß, den man bei einer ersten Begegnung bekommt. An dem Strauß erkennt man die Vielfalt, Qualität und Absicht des Menschen, der einem gegenübersteht. Und man erkennt auch die eigene Reaktion auf diesen Strauß Blumen. Beides ist im Sinne dieses Buches wichtig und interessant wahrzunehmen. Was für Blumen, wie viele, wie sie gereicht werden, welche Erwartungen daran geknüpft sind und wie sie behandelt werden, bestimmen die Beziehungsqualitäten, die daraufhin zwischen Klient und Therapeut aufgebaut werden.

Meinen Blick auf die ersten Sekunden und Minuten der Gespräche habe ich seit langem geschult. Aus eigenem Interesse schaute ich seit meiner Kindheit auf die Art und Weise, wie wir uns in der Familie aufeinander beziehen; Vater und Mutter und wir Geschwister. Selbstverständlich sind die vielen, vielen Begegnungen und Begrüßungen ein elementarer Teil darin gewesen. Aus diesen Jahren der Empfindung und Betrachtung sind im Laufe der Zeit differenzierte Wahrnehmungen geworden.

Später in verschiedenen Ausbildungen war die bewusste Wahrnehmung der Gesten, Haltungen, Blicke, Stimmen, Bewegungen und Ausstrahlungen tragend. Bedeutsam war darin nicht nur der Blick auf die anderen, sondern auch die Erfahrung, wie andere meine Signale wahrnehmen und empfinden. Denn erst die Selbsterkenntnis in der Auseinandersetzung mit anderen formt den Charakter. Sie bildet eine angemessene Demut aus, die notwendig ist, um andere Menschen erkennen zu können, vielleicht sogar erkennen zu dürfen. Insofern waren später die vielen Klienten gute Lehrer für mich.

In der Ausbildungszeit und in den ersten Jahren meiner Praxisarbeit habe ich ein Werkzeug entwickelt, das mir viel geholfen hat, wichtige Augenblicke genauer empfinden zu können. Ich habe sie durch eine Art emotionale Augenblicksfotografie festgehalten und erinnerbar gespeichert. So sind viele flüchtige Situationen im Mittelund Kurzzeitzeitgedächtnis eingeordnet und für verschiedene Zwecke abrufbar. Insbesondere meine eigenen inneren Reaktionen und Bewegungen auf solche „Fotos“ wurden wichtig, um meine professionellen Wahrnehmungen von meinen privaten Gefühlen während der Therapiesitzung unterscheiden zu können. Eine Anforderung, an der viele Kollegen durchaus scheitern.

Die Fähigkeit zur professionellen Nähe ist etwas anderes als die zur privaten Nähe. Sie ermöglicht einen produktiven Blick in die Lebenswelten des Klienten, der in der privaten Nähe durch eigene blinde Flecken verhindert würde. Um den professionellen Blick beibehalten zu können und zu schärfen braucht es eine ständige Selbstreflexion, die die Gefahren der verschiedenen Formen der Übertragung und Gegenübertragung nicht verhindern aber in Grenzen halten kann. Insofern begegne ich mir in den Gesprächen oft selbst. Meistens begrüße ich mich auch im Stillen, um eine freundliche Nähe zu mir aufrechtzuerhalten.

Letztlich ist die Begrüßung ein komplexes universelles Ritual, das jeder durchführt. Hier kann man herausfinden, wen man vor sich hat, ob man einander vertraut oder nicht. In der Begrüßung, vor allem in der allerersten, offenbart sich durchaus für den Betrachter die ganze Persönlichkeit der begrüßten Person.

Manchmal entscheidet sich schon dort, ob die Begegnung im Sinne dieses Buches eine gute wird, ob die Therapie gelingen oder scheitern wird. Daher verdienen die Begrüßungen im therapeutischen Zusammenhang eine besondere Aufmerksamkeit.

Die Gespräche dauern in der Regel 60, manchmal 90 Minuten. Die Begrüßungen sind darin ein wichtiger Teil. Der dort ablaufende Smalltalk ist notwendig, um sich in der jeweiligen Tagesverfassung zu begegnen, anzunähern, Vertrauen aufzubauen und einen Einstieg ins Gespräch und in die therapeutische Beziehung zu finden.

Manche Begrüßungen fallen kurz aus, manche lang, manche sehr kurz und unscheinbar. In manchen fängt schon die Therapie an, in manchen zeigt sich, dass die Therapie nicht gelingen wird. Manche Begrüßungen sind wichtig, manche sind jedoch leere Floskeln.

Wie auch immer, wir Menschen begrüßen einander, wenn wir uns begegnen. Sei es durch offene klare Signale oder durch verstecktes Hinüberlinsen, begrüßende Gedanken oder kontaktierende Gefühle. Manchmal sind sie ohne Handkontakt, manchmal nur mit leisen Blicken, manchmal fragend und manchmal sehr bestimmt und kontrolliert. Die ausgetauschten Blicke, die wahrzunehmende Ausstrahlung, die zu hörende Stimme und der körperliche Begrüßungskontakt sind die elementaren Werkzeuge der Begrüßung.

Allein der Handkontakt, wenn er stattfindet, drückt im wahrsten Sinne des Wortes aus, wer man ist, wie man denkt und was man will. Es gibt: die Hand geben, die Hand hinhalten oder abgeben, die kalte Flosse reichen oder den Schraubstockgriff, der einsam, beherrschend oder frisch sein kann. Es gibt die ziehende oder gebende Hand, das übergriffige Ergreifen oder auch die halbe Hand.

Mein Umgang mit der handgebenden Person bzw. mit deren Ansprache begründet sich selbstverständlich aus meinem therapeutischen Erfahrungshintergrund. Meine verschiedenen Einfälle und Entgegnungen in den Therapiesitzungen entstehen spontan; ebenso die der Klienten.

Das kann nur funktionieren, wenn es eine gute Vertrauensbeziehung gibt, die nötig ist, damit das Wichtige und Notwendende entstehen und ausgedrückt werden kann.

Aus den Begrüßungen ergeben sich die Gesprächseinstiege. Ohne eine gute, eine passende Begrüßung ist der Einstieg als vertiefender Weg in die Problematik schwerer zu finden. Der Gesprächseinstieg folgt damit der atmosphärischen Kontaktaufnahme, nimmt deren Impulse auf und begibt sich auf den Weg in die Tiefe des Klienten. Mit anderen Worten: Eine gute Begrüßung ergibt einen guten Gesprächseinstieg.

Eine schlechte Begrüßung ist eine künstliche, eine mechanische, eine technische und förmliche Begrüßung. Eine gute Begrüßung ist echt; eine Begrüßung, in der sich niemand versteckt. Die Echtheit gelingt, wenn beide Seiten genug Persönlichkeit besitzen, einander vertrauen, Interesse am Thema haben und offen sind für den unbekannten Weg, der vor ihnen liegt. Nur dann kann Echtheit in den Gesprächseinstieg einfließen.

Der Therapeut hat die Aufgabe, durch seine Persönlichkeit, seine eigene Echtheit und Erfahrung eine Voraussetzung für so einen guten Einstieg zu schaffen. D.h. der Therapeut sollte sich selbst gut kennen und Möglichkeiten besitzen, solche Situationen im Sinne der gemeinsamen therapeutischen Arbeit zu meistern.

Der Gesprächseinstieg ist also die zweite Phase nach der Begrüßung. Wie zwei Wanderer, die einen passenden Wanderweg suchen, schauen Klient und Therapeut nach den Zeichen und Wegen, die die psychische Landschaft des Klienten anbietet. Wo geht`s lang? Worum geht es? Was besprechen wir? Was ist wichtig? Was bietet sich an? Diese Fragen werden hier möglichst gut beantwortet.

Wie das klappt und was dem im Wege steht, wird sich auf der Wanderung zeigen. Der Umgang mit dieser Phase der Annäherung an das Hauptthema ist schon ein wichtiger Teil der Therapie selbst. Klient und Therapeut schwingen sich aufeinander ein und schauen, wo es lang gehen kann.

Die folgenden kurzen und auch etwas längeren Begrüßungen und Gesprächseinstiege sind beginnende Gespräche zu einem vereinbarten Termin. Der Leser mag erkennen, dass schon im kurzen Zuwerfen der Worte die Therapie beginnen kann.

Die Kontaktaufnahme ist, wie oben beschrieben, der zentrale erste Schritt, gefolgt von der Themenfindung. Eltern, Kindern und Familie, Selbstwert und Selbstverantwortung nehmen einen großen Teil vieler Gespräche ein. Verlust, Sexualität und Beziehung schließen die Themen in diesem Buch ab.

Die jeweilige Struktur der beschriebenen Dialoge beginnt mit einer kurzen Einführung, die den Klienten und den Dialog selbst vorbeschreibt. Dadurch soll es dem Leser, der keinerlei Erfahrung mit dem Bereich Psychotherapie hat, leichter fallen, dem Gesprächsfaden zu folgen.

Außerdem ist in den meisten Fällen eine Kommentierung, ein Nachspann nachgestellt. Das dient dazu, den Sinn und die Dynamik des Dialoges ein bisschen zu erläutern; aber auch um den Ausgang und die Perspektive des jeweiligen Dialoges zu erörtern. Damit komme ich dem möglichen Interesse der Leser nach, die wissen möchten, was aus der Therapie bzw. der Person geworden ist, soweit ich das erfahren durfte.

Die Zeichen … am Schluss eines Dialoges meinen, dass das Gespräch weiterging und sich seinen sinngebenden Weg suchte. Zeichen „…“ innerhalb eines Dialogs meinen Denk- und Fühlpausen im Dialog, in denen das Gesprochene reflektiert oder weitergedacht wird. Diese Pausen sind in manchen Situationen sehr wichtig, um das nächste Gefühl und den nächsten Gedanken zu erspüren und kommen lassen zu können.

Um eine gewisse thematische Ordnung in die Begrüßungen und Gesprächseinstiege zu bringen, habe ich sie in sechs Erfahrungsbereiche unterteilt. Da sich viele Bereiche zum Teil auch in den anderen wiederfinden, d.h. viele Themen sich in vielen Menschen finden lassen, sind einige Themen nicht klar voneinander trennbar. Das Inhaltsverzeichnis ist auch der Versuch, eine kleine Übersicht menschlicher Themen zu schaffen.

Verzeichnis therapeutischer Methoden

In dem folgenden Verzeichnis therapeutischer Methoden werden einige Dialoge mit ihren verschiedenen therapeutischen Vorgehensweisen in einige bekannte therapeutische Ansätze beweglich eingefasst. Sie haben nicht den Anspruch an eine strenge Verfolgung eines Ansatzes in einer Therapiestunde. Vielmehr sind in so manchen Therapiesituationen sinnvolle Überschneidungen praktisch und notwendig, um der aktuellen Situation kreativ gerecht werden zu können.

So werden Sie erkennen, dass in einem Gespräch eine Imagination passte, in einem anderen aber nicht, sondern eher ein zirkuläres Gespräch; oder in dem Gespräch mit jener Person eher ein systemischer Blick in die Vergangenheit wichtig war. Das, was methodisch sinnvoll erschien, wurde eingesetzt und fortgeführt, wenn es für den Klienten weiterführte. Wenn nicht, wurde ein neuer Pfad eingeschlagen.

Meinen Lehrerinnen und Lehrern aus verschiedenen Therapiesystemen verdanke ich mein therapeutisches Verständnis: Biodynamische und Bioenergetische Psychologie, Verhaltenstherapie, Psychoanalytische Therapie, Traumatherapie, Phänomenologische Therapie, Morphologische Feldtheorien, Archetypische Psychologie, Systemische Psychotherapie. Dazu kommt meine eigene persönliche Lebenserfahrung.

Visualisierung / Katathymes Bilderleben / Wertorientierte Imagination

Ich bin bewohnt

Kindablehnung

Die Lügen der Kosmetikerin

Heimat

Systemische Therapie Stellvertreterarbeit mit Gegenständen (Stühlen, Schuhen, Familienbrett, …)

Kindablehnung

Verlorener Vater

Lustige Sexualität

Einen neuen Mann bitte

Tiefenpsychologische Gedanken- und Gefühlserforschung

Schwächen werden nicht geduldet

Ein Vertriebsleiter Mitte 50

Mitleid oder Mitgefühl

Schwul? – Nein missbraucht!

Bioenergetik (Ausdruck von Stimme, Körper, Gefühl)

Besondere Weisheit

Mama

Innehalten / Präsenz (auch gemeinsame/-s)

Selbst organisierte Verwirrung

Tod

Kontaktform Entspannungsmassage

Sehr bedürftig

Zirkuläres Fragen, Sprechen

Mann-Sohn-Überraschung

Durch die Anerkennung der anderen

Noch einen Schritt

Gezielte Projektion, Provokation

Ein Geistlicher im Spiegel

Ein Arzt

Einen neuen Mann bitte

Kontaktaufnahme

Die ersten kurzen Begrüßungen nenne ich einfach mal Smalltalk 1, 2 und 3, um den einfachen Start in einer Begegnung ohne thematische Richtung zu beschreiben. Es folgen tiefergehende Einstiege in den therapeutischen Dialog mit erklärenden Nachspannen danach.

Smalltalk 1

Ein zugeknöpfter Herr mit ordentlicher Frisur und weichem Gesicht betritt die Praxis. Mit wachsamen und freundlichen Augen blickte er mir entgegen.

„Guten Tag, Herr Sänger.“ (noch bei der Eingangstür)

„Guten Tag, Herr L.“

„Die Tür geht von selbst zu? ... ja, geht sie.“ (kommt herein)

„Hier bitte.“

„Danke. Kann ich schon reingehen?“

„Ja, nehmen Sie schon mal Platz. Ich bin sofort da.“ (hole noch etwas Wasser)

„Ok.“ (er geht in den Besprechungsraum)

(komme zurück und setze mich ihm gegenüber)

„Herr L., was kann ich heute für Sie tun?“

„Heute kommen Sie aber schnell zur Sache. Sonst fragen Sie mich noch irgendwas oder ... wir machen noch bisschen Smalltalk.“

„Ja, sehen Sie, es ist mal so mal so. Sie können aber gerne, wenn Sie wollen...“

„Nein nein, ist schon in Ordnung. Fiel mir nur auf.“

„Ok, wollen wir dann?“

„Ja, gut. Also, folgende Situation: ...“

Smalltalk 2

Eine junge Frau in kurzem Rock kommt herein. Es ist sehr warm draußen. Sie wirkt geschäftig und gibt sich offen für alles, was passieren möge.

„Hallo, Frau R.“

„Hallo, Herr Sänger. Schön kühl ist es bei Ihnen.“ (bläst die Hitze aus den Backen)

„Ja, das ist angenehm hier, wenn es draußen heiß ist.“ (ergreife ihre leicht schwitzige Hand)

„Ah ja, ich geh schon mal durch, oder?“

„Ja, bitte.“

„Ah ja, endlich sitzen.“ (setzt sich vorn auf die Kante, hält die Beine eng zusammen und zieht ihren Rock zurecht, die Sonnenbrille auf dem Kopf)

„Waren Sie noch in der Stadt unterwegs?“ (ich setze mich auch)

„Ja, ein wenig. Da ist vielleicht viel los. Kaum ist es warm, kommen die Menschen raus aus ihren Löchern, wenn ich das mal so sagen darf.“

„Dürfen Sie.“

„Habe etwas gekauft, dann war es mir zu viel. – Aber schön, dass es wirklich warm geworden ist, oder Herr Sänger?“ (lacht mich offen an)

„Ja, das tut gut.“ (lächle zurück)

„Ok, ich seh schon, Sie halten sich zurück. Ich bin ja auch aus einem anderen Grund hier, als über das Wetter zu sprechen. Aber stellen Sie sich mal vor, wir müssten sofort und ernst zum Thema kommen, das wäre ja furchtbar.“

„Sind wir das nicht schon?“

„Mmh?“

„Ich denke, wir kommen dem schon näher, um was es geht. Wir machen`s eben auf die angenehme Weise und tasten uns langsam heran. Das macht Spaß mit Ihnen.“

„Mir auch. Gut, dass das so geht. – Sagen Sie, Herr Sänger, ...“

(jetzt ging`s los)

Smalltalk 3

„Hallo, Rainer.“

„Hallo, Thomas. Komm rein.“ (geben uns die Hände)

„Puuh, ganz schön nass draußen.“ (vor der Garderobe, legt ab)

„Ja, wirklich.“

(gehen in Richtung Besprechungsraum)

„Oh, soll ich die Schuhe ausziehen?“ (schaut mich selbst überrascht an)

„Nein nein, geht schon. Du hast sie ja gut abgewischt.“

„Ja, wirklich?“

„Ja ja, kein Problem.“

„Du musst das nur sagen...“

„Ja, tue ich.“

„Ok.“ (wir setzen uns)

„Du bist sehr besorgt darum, dass du hier nichts verschmutzt. Verstehe ich dich richtig?“ (ein kleiner Versuch)

„Naja, wenn es draußen so uselig ist, kann man das doch verstehen, oder?“

„Ja, kann man.“ (gebe nach)

„Aber du hast auch recht. Ich schaue sehr, ob ich alles so weit es geht „richtig“ mache, wenn ich irgendwo hereinkomme. Finde das aber auch gar nicht schlecht.“

„Gestern kam jemand, der hat die Schuhe einfach sofort ausgezogen. Ich kam gar nicht dazu, etwas dazu zu sagen.“

„Soll ich auch?“ (schaut mich wieder bemüht an)

„Nein, ist schon gut. – Sag mal, worum geht es dir heute?“

„Ja, du hast recht, lass uns mal anfangen. – Mmh, ich habe gestern ...“

Auch wenn es immer wieder wie das gleiche scheint, der Smalltalk ist doch immer anders. Die Formulierungen ähneln sich sehr, aber die Tagesform bzw. das Empfinden der Personen zu sich selbst und zu dem anderen variieren. Daher ist der Smalltalk jedes Mal eine kleine, kurze gemeinsame Entdeckungsreise zum dem heutigen Blick auf das, was wichtig ist und worüber ich sprechen möchte. Eine wunderbare Form, einander näher zu kommen. Smalltalk.

Blickkontakt

Der folgenden Person war nicht bewusst, wie sie die Menschen schon ab dem ersten Kontakt anschaut. Sie wirkte sehr mit sich in Gedanken beschäftigt, hatte allerdings dabei die Eigenart, ihr Gegenüber dabei direkt anzugucken; gewissermaßen anzustarren, ohne dass sie sie wirklich sah.

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Viel Spaß!



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