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Hundesprache

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    und beschnuppern und dann friedlich ihrer Wege gehen.
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  • Was sich im Alter verändert, erfahren Sie auf >.
  • Spielzeit mit Hund ist angesagt! Wie Sie beim Spiel mit und ohne Objekt richtig vorgehen, zeigen die Bilder auf >.
  • Was Ihre Körpersprache beim Hund bewirken kann – positiv wie negativ –, sehen Sie auf den Bildern >.
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  • Sollen Hunde »Meinungsverschiedenheiten« immer unter sich regeln? Lesen Sie nach auf >.
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ABC der Hundesprache

Hunde und Menschen haben zwar jeweils eine eigene Sprache. Doch die differenzierten Möglichkeiten der Kommunikation bilden die Grundlage dafür, dass die Vierbeiner uns verstehen und wir sie.

Kommunikation – wozu?

Für die Vorfahren unserer Hunde, die Wölfe, ist eine differenzierte Kommunikation lebenswichtig. Ihr Überleben hängt unter anderem davon ab, wie gut sie auf der Jagd zusammenarbeiten. Nur mit der richtigen Taktik gelingt es ihnen letztlich, die Beute zu erlegen. Und auch sonst muss das Zusammenleben funktionieren. Wer geht mit auf die Jagd? Wer bleibt bei den Welpen? Wer ist Chef? Und wo droht Gefahr? Wenn sich Rudelmitglieder einmal nicht so grün sind, darf das nicht gleich in einen Kampf ausarten, denn Verletzte können nicht mit auf die Jagd. Dadurch wäre aber der Jagderfolg gefährdet. Also muss eine Meinungsverschiedenheit mit anderen Gesten bereinigt werden. Das Zusammenleben in einer Gruppe erfordert somit eine differenzierte Verständigung. Wölfe nutzen dazu viele, zum Teil sehr feine Signale, besonders im Bereich der Mimik. Durch die Domestikation, also auf dem Weg vom Wolf zum Hund, verloren sich viele Feinheiten. Zum einen deshalb, weil der Mensch gezielt züchtete und dabei andere Prioritäten setzte. Zum anderen lebt der Hund überwiegend mit dem Menschen zusammen. Das macht eine derartige Kommunikation weniger notwendig. Die »Hundesprache« ist daher im Vergleich zu der des Wolfes vergröbert.

Für die Kommunikation ist zum einen jemand nötig, der eine Botschaft sendet, zum anderen muss aber der Adressat in der Lage sein, diese Botschaft wahrzunehmen und richtig zu deuten. Dafür benötigt der Hund, aber auch der Mensch seine Sinne.

Die Sinne unterscheiden sich bei Mensch und Hund jedoch gewaltig. Spielen bei uns Menschen Hören und Sehen die wichtigste Rolle, kommt beim Hund die große Welt der Gerüche dazu. Besonders beim Hören und Riechen ist uns der Hund weit überlegen (Wahrnehmung durch die Sinne, >/>).

Höchstleistungen der Sinne

Ihre Sinne brauchen Hunde bzw. Hundeartige nicht nur zur Verständigung untereinander oder zum »Sprechen« mit uns Menschen, sondern in der Natur auch, um Beutetiere aufzuspüren oder Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Bei der Geburt arbeiten zunächst nur der Geruchssinn und das Wärmeempfinden ein wenig, erst nach und nach entwickeln sich alle Sinne bis zur vollen Leistungsfähigkeit.

Wie bei uns Menschen lassen die Sinne auch beim Hund im Alter aber wieder nach. Wir Menschen merken davon in erster Linie, dass der Hund schlechter hört und sieht.

Wie Hunde hören

Bestimmt haben Sie schon öfters festgestellt, dass Ihr Hund vermeintlich ohne Grund bellt oder plötzlich schwanzwedelnd zur Tür läuft. Sie selbst haben gar nichts bemerkt. Aber der Hund hat etwas gehört, vielleicht eine Katze, die draußen herumstreicht, oder Schritte, die sich dem Haus nähern.

Hunde nehmen Geräusche viel früher als wir wahr, können sie sehr gut voneinander unterscheiden und besser orten. Hunde hören Geräusche im Bereich bis zu 60000 Hertz, wir Menschen nur bis 20000 Hertz. Sehr tiefe Töne können sie zwar nicht hören, aber dafür solche im Ultraschallbereich.

Stehohren helfen zusätzlich bei der Wahrnehmung.

Wie Hunde sehen

Im Vergleich zu uns sehen Hunde anders. Nachts und in der Dämmerung ist ihr Sehvermögen durch ihre reflektierende Netzhaut (Tapetum licidum) viel besser als unseres. Dafür sehen sie in der Nähe weniger scharf als wir, haben aber ein größeres Sichtfeld (seitlich und nach hinten). Das Sichtfeld variiert je nach der Kopfform einzelner Rassen.

Bewegungen registriert ein Hund bis zu einen Kilometer weit. Durch ihr gutes Bewegungssehen können Hunde feine Signale in der Körpersprache untereinander, aber auch beim Mensch erkennen.

Deshalb ist unsere Körpersprache in der Verständigung mit dem Hund sehr wichtig.

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Durch seinen Geruchssinn findet der Labrador geschossenes Wild – ob in schwierigem Gelände, im Wasser oder im Dunkeln.

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Bei Lawinenunglücken wird der speziell ausgebildete Lawinenhund wegen seines Geruchssinns zum unentbehrlichen Helfer.

Wie Hunde riechen

Einen großen Teil der Infos aus ihrer Umwelt nehmen unsere Vierbeiner über Gerüche wahr. Das können sie mit etwa 225 Millionen Riechzellen viel besser als wir, denn wir haben nur 5 bis 7 Millionen. Ihre Riechschleimhaut ist mit ca. 150 qcm etwa 30-mal größer als unsere. Da können wir nur erahnen, was ein Hund so alles riechen kann. Aber einiges wissen wir schon. Ein Hund kann Menschen am Geruch erkennen, er riecht, ob jemand Angst hat, krank, fremd oder vertraut ist. Dem Geruch eines Artgenossen entnimmt er das Geschlecht, den sozialen Status, ob jung oder alt, und vieles mehr.

Außerdem hilft ihm sein Geruchssinn beim Verfolgen von Fährten. Hunde können auch sehr gut verschiedene Gerüche unterscheiden, selbst wenn sie durch stärkere überlagert werden. Das Riechvermögen ist allerdings nicht bei jedem Hund gleichermaßen gut ausgeprägt. Zum einen hängt es von der Veranlagung und auch von der Anatomie ab, zum anderen vom Training. Den Geruchssinn des Hundes machen wir uns auf vielerlei Weise zunutze, wie z.B. bei der Suche nach Vermissten, auf der Jagd oder zum Aufspüren von Rauschgift.