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Was Kindern schmeckt

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Alltagsküche für Mini-Gourmets

Na klar, kochen für Kinder macht Spaß – aber jeden Tag?

Denn meistens haben doch alle irgendwie Stress! Zum Kochen und Essen bleibt nicht viel Zeit und die lieben Kinderlein sind zudem oft nicht wirklich motivierend (»Wir wollen Spaghetti mit Ketchup!«). Aber Tiefkühlpizza und Fast Food – nein danke! Schließlich möchten Sie für Ihre Kinder nur das Beste, und dazu gehört selbstverständlich gesundes Essen. Genau deshalb möchten wir Ihnen mit diesem Buch ein bisschen kreative Unterstützung anbieten:

  • mit absolut alltagstauglichen Gerichten, die (bis auf ganz wenige Ausnahmen) in maximal 20–30 Minuten auf dem Tisch stehen
  • mit gesunden Mahlzeiten, in denen alles drinsteckt, was Kinder brauchen, um groß und stark zu werden
  • mit spannenden Rezepten, die irgendwie neu, auch mal lustig und vor allem genau auf den Geschmack der kleinen Gourmets ausgerichtet sind
  • und natürlich mit vielen, vielen Tipps und Ideen, die Ihnen die Jeden-Tag-Küche für Kinder erleichtern.

Für uns ist es dabei ganz wichtig, die Bedürfnisse von Eltern und Kindern zu berücksichtigen und unter einen Hut zu bringen. Also gibt’s nichts als »Lieblingsessen« – sprich Pasta, Pizza, Burger und Süßigkeiten –, aber eben alle mit gesunden, frischen und besonders für Kinder geeigneten Zutaten. Dass der knusprige Nussmix für die Schulpause genau das richtige Gehirnfutter für kleine Mathe-Genies ist, der saftige Puten-Burger prima das Knochenwachstum fördert und die leckeren Erdbeer-Herzchen zum Nachtisch mit Ahornsirup statt mit Zucker gesüßt sind, müssen die Kids ja nicht unbedingt wissen. Hauptsache, es schmeckt – und Sie, liebe Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und Tagesmütter, haben ein echt gutes »Koch«-Gewissen!

Die Rezepte sind hauptsächlich für Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren konzipiert. Die Angabe »Für 1 kleinen Esser« bedeutet also eine normale Kinderportion. Für alle, die gerade wachsen oder einfach mehr Hunger haben, kann man die Rezepte aber problemlos vergrößern – natürlich auch auf Familiengröße. Oder Sie kochen einfach ein Rezept »Für 2 kleine Esser« für einen »Gutesser«. Ältere Kinder können, wenn sie Lust und Laune haben, auch gerne mithelfen oder – mit etwas Unterstützung – ruhig mal versuchen, ein Essen ganz alleine zuzubereiten: Das schmeckt natürlich gleich doppelt so gut. Und damit auch kleinere Geschwister Spaß beim Essen haben, gibt’s bei vielen Rezepten extra Deko- und Serviertipps für »Minis«.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Ihnen die Alltagsküche mit Kindern ein bisschen erleichtern können – so, dass möglichst keiner mehr rummäkelt, alle ganz zufrieden und mit vollen Bäuchen vom Tisch aufstehen und der Nachwuchs sich langsam aber sicher zu kleinen »Genussessern« entwickelt. Also dann: guten Appetit, viel Spaß beim Kochen und Ausprobieren – und noch mehr Vergnügen beim gemeinsamen Essen.

Gut zu wissen …

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1 | Einkaufen

Fast alle in den Rezepten verwendeten Produkte gibt es im Supermarkt. Da gibt es meist auch asiatische Hauptzutaten wie etwa Kokosmilch oder Sojasauce. Ist das nicht der Fall und auch kein Asienladen in der Nähe, können Sie diese Dinge auch im Internet bestellen (z. B. unter www.gourmondo.de). Einige »gesunde« Zutaten gibt es allerdings wirklich nur im BioLaden oder Reformhaus. Und falls in einem Rezept doch mal eine eher ungewöhnliche Zutat verwendet wird, finden Sie dazu auch immer einen »Clever-einkaufen«-Tipp.

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2 | Süßen

Ganz bewusst sind alle Gerichte nur mit Birnendicksaft, Honig und Ahornsirup gesüßt. Denn diese »natürlichen« Süßungsmittel schmecken nicht nur besonders gut, sondern sind auch noch gesünder. Sie stammen in der Regel aus Bio-Anbau, sind nicht industriell verarbeitet und enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Das ist aber nur ein Angebot: Wer das nicht möchte, kann natürlich auch normalen Zucker verwenden.

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3 | Trinken

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind immer genug trinkt! Unser Körper besteht zu 60–70 % aus Wasser und braucht unbedingt genügend Flüssigkeit, damit der Stoffwechsel funktioniert, Nährstoffe transportiert und Schadstoffe ausgeleitet werden. Wer zu wenig trinkt, wird schnell unkonzentriert und müde – deshalb auch für die Schule immer eine große Trinkflasche einpacken! Meine Empfehlung: natriumarmes, stilles Mineralwasser, das für mehr Geschmack auch mit einem Schuss ungesüßtem Fruchtsaft aufgepeppt werden kann. Unverdünnter Fruchtsaft sollte wegen der Säure kein Dauergetränk sein, Fruchtsäfte mit künstlichem Süßstoff streichen Sie am besten ganz von der Getränkeliste. Und Cola und Limo? Die sollten Sie am besten erst gar nicht zu Hause haben, dann gibt’s da schon mal keine Diskussionen. Eine sehr gute und bewährte Abmachung: Softdrinks dürfen im Lokal bestellt werden, wenn die Familie zum Essen ausgeht.

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4 | Gemeinsam essen

Gewöhnen Sie Ihre Kinder an gemeinsame Mahlzeiten – und machen Sie das Familienessen zum täglichen Ritual, auf das sich alle freuen. Das fördert die Kommunikation – und es schmeckt einfach am besten, wenn alle am Tisch sitzen. Deshalb ist es oft besser, erst abends »richtig« zu kochen und mittags nur eine Zwischenmahlzeit anzubieten. Wie wichtig Ess-»Kultur« ist, zeigt eine Umfrage unter englischen Schulkindern: Mehr als die Hälfte kannten nur das Allein-vordem-Fernseher-Essen, und ein Esstisch war vielen gänzlich unbekannt.

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5 | Essprobleme

Fast alle Kinder haben mal »Essmarotten«, wollen nur noch Spaghetti oder Brot ohne alles und auf gar keinen Fall irgend ein Stückchen Obst … Keine Sorge! Meist legt sich das von selbst. Also: Lassen Sie sich von den kleinen Stress-Essern nicht entmutigen, bieten Sie immer wieder etwas Neues an – und kochen und essen Sie selbst so, dass den Kindern irgendwann wieder das Wasser im Mund zusammenläuft.