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Komm!

Adonis mit dem Eimer

Hannah Brandt

„Früher oder später erwarten sie von uns, dass wir für sie kochen und putzen.“

Aschenputtel

Lulu Bachmann

„Nur weil sich Schneewittchen auf Flittchen und Tittchen reimt, meinen alle, sie sei DIE sexy Märchenbraut, und nicht ich.“

Bergzauber

Gretchen Kowalski

„Die Arme, die uns gerettet hatten, gehörten einem etwa 40-jährigen, kernigen, bärtigen Mann in Holzfällerhemd und Lederhosen.“

Donnerstag

Alexandra Lüthen

„Die warme Luft flirrt über Deiner Haut, wir beide – eine Fata Morgana in der Wüste dieses Zimmers.“

Georgs Hände

Ludwig Schumann

„Er wolle mich zum Fliegen bringen, hat er gesagt.“

Das Weihnachtsgeschenk

Ute Gliwa

„So ’n Anzugtyp, Anwalt, eigentlich überhaupt nicht ihr Beuteschema.“

Adonis mit dem Eimer

Hannah Brandt

Verstehen Sie mich nicht falsch. Weder hasse noch verachte ich die Männer. Ganz im Gegenteil. Ich liebe sie, aber ich wollte nie dauerhaft mit ihnen zusammenleben müssen, denn sie haben die Tendenz, in ihren Freundinnen und Frauen einen Mutterersatz zu sehen. Früher oder später erwarten sie von uns, dass wir für sie kochen und putzen. Obwohl ich ersteres durchaus noch gern tue, verabscheue ich das Saubermachen wegen seiner Nutzlosigkeit abgrundtief. Egal, wie gründlich man putzt, es wird doch wieder dreckig.

Apropos putzen. Da ich nun schon seit einiger Zeit gut verdiene, begann ich mir vor Jahren eine Putze zu leisten. Nicht irgendeine freundliche polnische Gastarbeiterin, die mich mit ihrer fürsorglichen Art an meine eigene putzwütige Mutter erinnert und mir so ein schlechtes Gewissen gemacht hätte. Nein, ich leistete mir einmal die Woche einen Meister Proper vom Nacktputzservice. Meist war es ein junger Student, der sich mit dem Saubermachen das Studium finanzierte. Aber es gibt auch ältere Semester, die nackt putzen, doch da ich selbst erst Anfang Vierzig bin, bevorzugte ich frisches Fleisch, wie man so sagt.

Als ich mir das erste Mal einen Nacktputzer kommen ließ, wollte ich mich in erster Linie an ihm aufgeilen. Nicht, dass Sie denken, ich hätte keinen regelmäßigen Sex und wäre notgeil gewesen. Weit gefehlt. Als Frau von Welt hatte ich ein paar so genannte Spielfreunde, die jederzeit zu jeder Schweinerei und auch zu ganz gepflegtem Beischlaf bereit waren. Aber irgendwie hatte ich diese Rendezvous und meinen Vibrator für die ganz einsamen Nächte satt und wollte etwas Neues. Erregung ohne selbst etwas dafür tun zu müssen, hieß meine neue Devise. Sozusagen scheinbar gelangweilt auf dem Sofa sitzen, die Zeitung in den Händen, eine Tasse Kaffee dazu und dann kritisch begutachten, wie mein Meister Proper mit baumelndem Schwanz den Staublappen schwingt. Zu meiner Überraschung konnte Peter, so hieß mein erster Meister Proper, wirklich putzen. Ich weiß nicht, ob die Jungs vorher einen Vorbereitungskurs absolvieren müssen, in dem ihnen der richtige Umgang mit Putzmitteln und Gerätschaften beigebracht wird. Wie dem auch sei, ich war auf jeden Fall beeindruckt, aber wie gesagt, nicht nur von Peters Putzqualitäten, sondern auch vom Rest. Meister Proper Nr. Eins war ausgesprochen gut gebaut, nicht der Muskelmann wie auf der Plastikflasche des Reinigungsmittels gleichen Namens, sondern eher ein wohlproportionierter David mit ordentlichem Gehänge zwischen den Beinen. Einen langen, dicken Schwanz wusste ich schließlich schon immer zu schätzen, obwohl Sex beim Nacktputzservice nicht inbegriffen ist und die Jungs wohl in der Regel auch keine große Lust haben, mit älteren Damen, zu denen ich in ihren Augen gehöre, ins Bett bzw. auf die Couch zu steigen. Dass es Ausnahmen gibt, darauf komme ich später noch zurück.

Aber lassen Sie mich die Geschichte von Anfang an erzählen. Peter kam das erste Mal zur verabredeten Zeit um 10 Uhr zu mir. Ich bin übrigens beim Fernsehen, falls ich das noch nicht erwähnt habe, und arbeite meist nachmittags und abends. Deshalb konnte ich mir den Luxus des Ausschlafens und eines fremden nackten Mannes vor 11 leisten.

Mein erster Meister Proper stand in engen Jeans und einem weißen T-Shirt vor mir, seine Haare kurz geschnitten, im Gesicht einen leichten Dreitagebart, der mit Sicherheit zu seiner Arbeitsuniform gehörte. Er sah schon bekleidet extrem sexy aus. Ich ließ ihn herein, leicht verunsichert, ob er alle seine Sachen quasi gleich an der Garderobe abgeben würde oder ob ich ihm zeigen sollte, wo das Bad war, in dem er auch den Eimer und die Reinigungsmittel finden würde. Aber Peter war ein Profi. Nach einer kurzen Vorstellung mit Handschlag fragte er, was denn heute auf dem Programm stehen würde. Seine Frage irritierte mich zuerst. Fellatio? Striptease? Limbo Dancing unter dem Schrubberstil? „Fußböden, Staubwischen, Fensterbretter“, stotterte ich etwas unbeholfen.

Peter nickte und erkundigte sich dann, wo er alles finden würde.

„Im Bad, im hinteren Wandschrank“, gab ich zurück.

„Alles klar, dann verschwinde ich mal schnell“, erwiderte er, als würde er sich zum Ausgehen duschen und umziehen wollen.

Ich machte es mir im Wohnzimmer bequem und spielte Langeweile, obwohl ich äußerst erregt war. Mein Herz klopfte und ich fühlte, wie meine Möse feucht wurde.

Aus dem Bad hörte ich das Geräusch fließenden Wassers, das in einen Eimer stürzt. Ein Holzstiel knallte gegen die Tür. Und dann stand er plötzlich vor mir. Adonis mit dem Eimer! Ich war für einen Augenblick sprachlos. Es gab also wirklich noch Wunder auf dieser Welt. Ein gutgebauter junger Mann mit stolzem Gemächt stand mit einem Wassereimer und Wischmopp vor mir wie die Karikatur eines griechischen Standbildes. Peter schien meine Überraschung nicht zu bemerken und machte sich ohne Umschweife an die Arbeit. Er schob die Möbel beiseite, tauchte den Wischmopp ins Wasser und begann in langen, gekonnten Schwüngen mein Parkett zu wischen. Die Muskeln in seinen Oberarmen waren angespannt. Sein Oberkörper bewegte sich rhythmisch vor und zurück. Seine Beine waren behaart und kräftig. Ich konnte bei jedem Schritt die Sehnen in seinen Waden sehen. Er wischte in einem Winkel zu mir, so dass ich, immer wenn er mit seinem rechten Bein nach vorn trat, seinen Schwanz sehen konnte, der nicht einfach schlaff nach unten hing, sondern leicht angeschwollen war, aber noch nicht wirklich stand. Nach ein paar Sekunden bemerkte ich, wie ich ihn anstarrte. Peter und den Schwanz. Aber Adonis, ganz der Profi, ließ sich nichts anmerken. Er putzte zielstrebig und gründlich. Während der Fußboden trocknete, begann er Staub zu wischen. Mittlerweile hatte ich mich an die durchaus delikate Situation gewöhnt – hier saß eine attraktive Frau im frühen Mittelalter und beobachtete einen nackten jungen Mann beim Putzen, der fast ihr Sohn hätte sein können. Ich trank meinen Kaffee genüsslich und hielt Peter nicht von seiner Arbeit ab. Er war vom Putzen leicht ins Schwitzen geraten. Sein Schweiß vermischt mit einem teuren Deo verbreitete einen betörenden Duft in meiner Wohnung. Ich gab mich einen langen Moment mit geschlossenen Augen dieser olfaktorischen Orgie hin. Dabei stellte ich mir vor, wie ich dicht vor ihm stehen und mit Nase und Zunge seinen Körper erkunden würde: an seinen Brustwarzen lutschen, bis er leise vor Schmerz und Lust aufschrie. Dann von seinem Brustbein bis zu seinem Bauchnabel lecken. Von dort würde ich mich Zentimeter um Zentimeter bis zum Ansatz seiner Schamhaare vorarbeiten, um dann die krausen Haare zu küssen und seine Eier genüsslich in meinem Mund verschwinden zu lassen wie große Pralinen. Während ich mich dieser Tagträume hingab, war meine rechte Hand unbewusst zu meinen Brüsten gewandert und knetete sie. Meine linke strich über meinen Nacken. Mit peinlichem Erschrecken riss ich mich aus meinen Träumereien los. Eigentlich waren es Peters Hände, die ich gern dort gefühlt hätte, aber die seinen hielten den Mopp fest, mit dem er mein Parkett auf Hochglanz brachte.

Nachdem das Wohnzimmer quasi porentief rein war, machte er sich an die Bibliothek und das Arbeitszimmer. Beide Zimmer waren über eine große Flügeltür miteinander verbunden. Ich setzte mich in meinen Lieblingssessel am Fenster und schaute Peter beim Saubermachen zu. Es war ein Genuss, diesen jungen, knackigen Körper zu sehen, wie er sich beugte und streckte. Sein Schwanz war die ganze Zeit halb erigiert. Ich fragte mich, ob er das trainiert hatte, denn ein erschlaffter, kleiner Penis wäre peinlich, ein erigierter, hoch stehender Lustdolch in gewisser Weise lächerlich. Aber diesen Schwanz wollte man einfach anfassen, in den Mund nehmen, groß machen und in sich stecken. Plötzlich spürte ich unbändige Lust, mit meinem Meister Proper zu schlafen. Aber wie gesagt, dies gehörte nicht zum Putzprogramm, und am ersten Tag wollte ich das Gespräch noch nicht gleich darauf bringen. Die Entsagung erregte mich umso stärker. Wahrscheinlich hinterließ ich kleine Flecken auf allen Polstermöbeln, so feucht war ich.

Nachdem Peter mit Bibliothek und Arbeitszimmer fertig war, begab er sich zielstrebig Richtung Küche und Bad. Ich fragte mich, wie ich ihn dort beobachten sollte, aber auch hier kam er mir zu Hilfe.

„Die meisten Kundinnen stellen sich einfach in den Türrahmen oder setzen sich auf die Arbeitsfläche in der Küche“, sagte er, als spräche er aus jahrelanger Erfahrung. Sein Ausdruck „die meisten Kundinnen“ hatte mir einen Stich ins Herz versetzt. Natürlich war Peter nicht mein, doch der Gedanke, ihn mit anderen Frauen zu teilen, machte mich eifersüchtig. Aber ich folgte seinem Rat und stellte mich nonchalant in den Türrahmen des Badezimmers und ließ meinen Meister Proper nicht aus den Augen. Er wusste genau, dass ich nicht seine ohnehin makellosen Putzleistungen kritisch begutachtete, sondern mit meinen Blicken seinen ebenso makellosen Körper verschlang. Viel wusste ich nicht von ihm. Im Laufe der anderthalb Jahre, die Peter für mich putzte, erfuhr ich dann einiges über ihn, seine Familie, Vorlieben, Hobbys und dunkle Seiten, die man nur ...

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