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Mein Tagebuch 2020

Inhaltsverzeichnis

Jahreswechsel 2019 / 2020

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10 Oktober

11 November

12 Dezember

Nachtrag

Anhang
Bücherliste und Daten des Autors

Jahreswechsel 2019 / 2020

Das Jahr 2020 begann für uns mit einem, wie sich später herausstellte, orakelhaftem Feuerwerk. Das Hotel, in dem wir zum Jahreswechsel waren, hatte ein spektakuläres Feuerwerk vorbereitet, aber in der Nacht zum 01.01. herrschte ein solch dicker Nebel, dass die Leuchtraketen darin spurlos verschwanden. Statt bunte Lichter sehen zu können, verursachte der Zündungsqualm der Raketen Smog, so dass das Feuerwerk abgebrochen werden musste. „Gehen Sie bitte wieder ins Haus“, forderte die Hotelleitung die Gäste auf, die noch auf eine Fortsetzung des Feuerwerkes hofften. Tja, im Laufe des Jahres wiederholte sich dann die Aufforderung, sich nicht mit anderen draußen aufzuhalten …

Wir, Angelika und ich, waren zusammen mit einem befreundeten Ehepaar nach Attendorn gefahren. Das „Programm zum Jahreswechsel“ des Hotels im Sauerland war vielversprechend: Besuch der gegenüber dem Hotel liegenden Atta-Höhle, Besichtigung der Krombacher Brauerei, dreimal abends Tanz mit Live-Musik, Kaffee- und Kuchenbar, Themenbuffets und Silvestergala. Die Fahrt nach Attendorn verlief völlig problemlos, kein Schnee, kein Stau, keine Umleitung. Für Stimmung sorgte dann kurz vor Attendorn ein „Blitzgerät“: ca. 90 km/h statt erlaubter 80 km/h wurde wohl gemessen. Na ja, die Gebühr dafür würde sich in Grenzen halten. Die genaue Höhe erfuhr ich nicht, weil ich nicht gefahren war. Ein Kabarettist formulierte einmal in einer Fernsehsendung eine solche Verwarnungsgebühr so: „Ich habe mir eine zusätzliche Geschwindigkeit gekauft.“ Mit dem Hinweis darauf versuchte ich den Fahrer zu trösten.

Nach einem Begrüßungscocktail, Begutachtung des Hotelzimmers und dem Genießen der Kaffee-/Kuchenbar besuchten wir die Atta-Höhle - ein empfehlenswertes Erlebnis. Bei dem Rundgang bekamen wir zu hören:

„… Die Atta-Höhle ist eine der größten und schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Wir haben jährlich etwa 150.000 bis 200.000 Besucher, damit die meisten in einer deutschen Schauhöhle. Das liegt an der Mannigfaltigkeit und Farbigkeit, die es hier zu bestaunen gibt …

… Die Höhle wurde am 19. Juli 1907 beim Abbau von Kalkstein entdeckt und schon im selben Jahr vom Besitzer der Kalksteingrube touristisch erschlossen. Sie gehört den Erben des damaligen Steinbruchbesitzers …

… Eine Höhlenforschergruppe entdeckte 1986 weitere Teile der Höhle. Die bisher erforschte Gesamtlänge beträgt 6000 Meter. Für Besucher steht ein etwa 1800 Meter langer Rundweg zur Verfügung …

… Die Führung dauert etwa 40 Minuten. Dabei beträgt die Temperatur in der Atta-Höhle konstant 9°C …

… In einem Teil der Höhle wird Käse gelagert, der als Atta-Käse verkauft wird …“

Für Besucher war Fotografieren in der Höhle verboten. Um aber trotzdem eine optische Erinnerung an deren Schönheit zu bekommen, wandte ich mich später an die Verwaltung der Höhle. Dankenswerter Weise erhielt ich von ihr einige Bilder zur Verfügung gestellt. Hier kann man beispielhaft sehen, wie prachtvoll es in der Höhle ist:

Das Buffet am Abend im Hotel war sehr lecker, die Live-Musik eines Duos gekonnt, unser lange Zeit ungeübtes Tanzen zwar keine Spitzenleistung, aber doch noch besser und intensiver als bei den meisten anderen Teilnehmern.

Nach dem Frühstück fuhren ca. 100 Hotelgäste per Bus zu einer der größten deutschen Privatbrauereien nach Krombach. Unterwegs gab der Fahrer „unseres“ Busses launig interessante Informationen über Besonderheiten der Region. Per Busfahrt bekamen wir bei der Brauerei zunächst einen Eindruck von der riesigen Lagerhalle und den Transportwegen. Auf dem Weg zur Vortragshalle, in der ein Film über die Firmengeschichte zu sehen war, fiel uns diese Wandgestaltung auf:

Für den dann folgenden 90-minütigen Rundgang durch verschiedene Produktionshallen wurden fünf Gruppen gebildet und zum guten Verstehen der Erläuterungen Kopfhörer verteilt. Wir lernten die große Produktpalette kennen und erfuhren, dass mit knapp über 8 Millionen Hektolitern im Jahr 2019 ein Produktionsrekord erzielt worden war. Der Besuch endete mit freier Bierauswahl und einer sehr leckeren Vespermahlzeit (Brot, Käse, Schinken und Gurken).

Am Nachmittag spazierten wir zu viert durch die City von Attendorn (ca. 25.000 Einwohner). Dabei lernten wir: