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Natürliche Blutdrucksenker

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Wichtiger Hinweis

Die Gedanken, Methoden und Anregungen in diesem Buch stellen die Meinung bzw. Erfahrung der Verfasserin dar. Sie wurden von der Autorin nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für persönlichen kompetenten medizinischen Rat. Jede Leserin, jeder Leser ist für das eigene Tun und Lassen auch weiterhin selbst verantwortlich. Weder Autorin noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

MIT DER KRAFT DER NATUR

NATÜRLICHE BLUTDRUCKSENKER …

• … weiten und entlasten die Gefäße

• … schützen vor Arteriosklerose

• … verringern das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

• … harmonisieren den Cholesterinspiegel und die Blutfettwerte

• … beugen Thrombosen vor

• … lindern Begleiterscheinungen des Hochdrucks wie Kopfschmerzen

• … fördern die Durchblutung des Herzmuskels und der Herzkranzgefäße

• … entwässern und lassen Ödeme abklingen

• … wirken beruhigend und sorgen für einen entspannten Schlaf

Bluthochdruck verursacht meist keine Schmerzen, hinterlässt aber häufig bleibende Schäden. Die Behandlungssäulen einer natürlichen Bluthochdrucktherapie können eine gute Alternative zu Tabletten sein. Die Maßnahmen senken nicht nur den hohen Blutdruck, sondern verbessern grundlegend die Struktur der Gefäße sowie die Durchblutung.

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Claudia Ritter

ist Heilpraktikerin mit eigener Naturheilpraxis, ganzheitliche Ernährungsberaterin, Autorin mehrerer naturheilkundlicher Bücher und Sachverständige der Kommission E, einer wissenschaftlichen Zulassungskommission für pflanzliche Arzneimittel. Schwerpunkte ihrer Praxis sind Autoimmunerkrankungen, hormonelle Störungen und Volkskrankheiten wie Bluthochdruck. Im GRÄFE UND UNZER VERLAG ist auch ihr Buch »Natürliche Stresskiller« erschienen. Weitere Informationen über Claudia Ritter und ihre Arbeit finden Sie unter: www.heilpraktikerin-ritter-claudia.de

DEN BLUTDRUCK NATÜRLICH SENKEN

Wurde bei Ihnen Bluthochdruck festgestellt und möchten Sie in Zukunft weniger oder keine chemischen Medikamente mehr dagegen einnehmen? Sind Sie motiviert, selbst etwas gegen hohe Blutdruckwerte zu tun? Dann ist dieses Buch für Sie das richtige.

Dass ein anhaltend hoher Blutdruck auf Dauer die Gefäße und auch einige Organe massiv belastet und deshalb gesenkt werden muss, steht außer Frage. Dabei müssen aber nicht immer Medikamente zum Einsatz kommen. In vielen Fällen lassen sich erhöhte Werte durch naturheilkundliche Anwendungen senken. Die Erfolge sind im Idealfall so groß, dass auf Arzneien der Schulmedizin ganz verzichtet werden kann. Für alle, die dennoch konventionelle Medikamente brauchen, haben natürliche Blutdrucksenker den Vorteil, dass sie zusätzlich eingenommen werden können, da es meist keine unerwünschten Wechselwirkungen gibt.

Aus dem großen Topf der naturheilkundlichen Möglichkeiten zur Blutdrucksenkung stelle ich Ihnen in diesem Buch bewährte, schonende und nachhaltige Methoden vor. Vorrangig sind dies Heilpflanzenanwendungen, die Gabe von homöopathischen Mitteln und Vitalstoffen sowie Tipps zur Ernährung und zur Veränderung des Lebensstils. Nicht für jeden passt das gleiche Heilmittel. Suchen Sie sich die Anwendungen heraus, die Ihnen am meisten zusagen. Probieren Sie verschiedene Varianten aus und kombinieren Sie sie, um das optimale Ergebnis zu erzielen.

Legen Sie gleich los. Heute ist der beste Zeitpunkt, um zu beginnen!

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BLUTDRUCK GUT – ALLES GUT?

Unser Blutdruck, was ist das eigentlich? Und was passiert, wenn er aus dem Ruder läuft? Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers, um bei drohendem oder bereits bestehendem Hochdruck gegensteuern zu können.

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DIE GRUNDLAGEN VERSTEHEN

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereiten uns vielschichtige gesundheitliche Probleme. Unter dem Begriff werden Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße zusammengefasst. Bluthochdruck (Mediziner sprechen von Hypertonie) ist mittlerweile eine Volkskrankheit. Die Deutsche Hochdruckliga geht derzeit von rund 30 Millionen betroffenen Menschen in Deutschland aus. Rechnet man die unter 20-Jährigen heraus, sind etwas weniger als die Hälfte der Deutschen Bluthochdruckpatienten. Im reifen Alter von 70 bis 79 Jahren sind drei von vier Menschen betroffen. Bluthochdruck allein tut nicht weh – erst die Folgeerkrankungen führen zu teils massiven gesundheitlichen Einschränkungen. Je früher der Hochdruck aber erkannt wird, desto effektiver greifen die Maßnahmen.

WAS IST BLUTHOCHDRUCK?

Hypertonie ist ein chronischer Zustand, bei dem der Druck des Blutes in den Arterien erhöht ist. Heute spricht man ab einem Wert von 140/90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule, siehe >) von Hochdruck. Vor wenigen Jahrzehnten galten erst Werte ab 100 plus Lebensalter als erhöht (bei einem 65-Jährigen also 165 mmHg als erster Wert). Die Diagnose erfolgt nach drei Blutdruckmessungen an zwei verschiedenen Tagen. Im Idealfall liegt der Blutdruck bei 120/80 mmHg. Wer diesen Wert erreicht, hat gute Chancen, alt zu werden. Bluthochdruck schädigt auf Dauer wichtige Organe wie das Herz und seine versorgenden Gefäße (Herzkranzgefäße) sowie alle weiteren Blutgefäße wie die des Gehirns und der Nieren. Das kann lebensbedrohliche Erkrankungen nach sich ziehen. Doch so weit muss es nicht kommen: Bluthochdruck lässt sich vorbeugend verhindern. Liegt er bereits vor, kann er in den meisten Fällen gut behandelt werden. Neben präventiven Maßnahmen, einem frühzeitigen Erkennen und einer medikamentösen Therapie sind natürliche Heilverfahren von großer Bedeutung.

So alt wie die Menschheit

Vermutlich existiert Bluthochdruck schon so lange, wie es Menschen gibt. Bereits in der Antike gab es Beschreibungen der Symptome. Schwindel, Kopfschmerzen und in der Traditionellen Chinesischen Medizin auch der sogenannte Leberwind sind Beschwerden, die wir nach heutigen Maßstäben dem Bluthochdruck zuordnen können. Mit Kräutern, Aderlass oder Akupunktur rückte man diesen Symptomen zu Leibe. Der Begriff Bluthochdruck selbst ist eine Bezeichnung der modernen westlichen Medizin. Verlässliche Aufzeichnungen darüber gibt es erst, seitdem die Werte genau erfasst werden können. Erstmals beschrieb der englische Naturforscher, Physiologe und Erfinder Stephen Hales im Jahr 1713 eine direkte Blutdruckmessung.

UNDER PRESSURE – EIN VOLK UNTER DRUCK

Verlässliche Zahlen zu Bluthochdruckpatienten gibt es nicht, da nur vier von fünf Menschen von ihrer Erkrankung wissen beziehungsweise sich behandeln lassen. Weltweit hat schätzungsweise aber etwa ein Viertel der Erwachsenen Bluthochdruck. In den Industrieländern sind bis zu 50 Prozent der Volljährigen betroffen und global ist Hypertonie die führende Todesursache. Die Häufigkeit steigt mit dem Alter – auch Blutgefäße altern und werden weniger elastisch. Die durch Bluthochdruck entstehenden Kosten für das Gesundheitssystem gehen jährlich in die Milliarden.

Aufgabe des Blutdrucks ist es, die Blutzirkulation im gesamten Körper sicherzustellen, um ihn ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.

HERZ UND KREISLAUF

Das Herz-Kreislauf-System ist das Strömungssystem des Blutes im Körper, ausgehend vom Herzen zu den Organen und wieder zum Herzen zurück. Seine Aufgabe ist die Versorgung der Organe mit Nährstoffen, Signalstoffen sowie auch die Entsorgung von Stoffwechselprodukten. Beginnen wir mit dem Herz, dem faustgroßen Hohlmuskel, der in der Mitte des Brustkorbs, etwa zu zwei Dritteln links des Brustbeins und zu einem Drittel rechts davon liegt. Durch eine Scheidewand ist es in eine linke und eine rechte Herzhälfte geteilt. Jede Hälfte besteht aus einem kleineren Vorhof (rechtes / linkes Atrium) und einer größeren Herzkammer (rechter / linker Ventrikel). Vorhöfe und Herzkammern sind durch Herzklappen getrennt. Sie sorgen neben den Venenklappen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung strömt und kein Rückfluss möglich ist. Die Herztätigkeit selbst besteht aus einer rhythmischen Abfolge von Anspannung (Systole) und Entspannung (Diastole). Dies wird durch einen natürlichen Schrittmacher gesteuert, den Sinusknoten, der das Zusammenziehen des Herzmuskels durch elektrische Erregungen bewirkt. Mit jedem Herzschlag presst diese Pumpe beim herzgesunden Erwachsenen durchschnittlich 70 Milliliter Blut aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader (Aorta) und in den Blutkreislauf. Von dort fließt es zurück zur rechten Herzkammer und anschließend in die Lunge, wo es erneut mit Sauerstoff angereichert wird, um dann in die linke Herzkammer zu gelangen. Der Kreislauf beginnt also von Neuem.

Venen und Arterien

Gefäße, in denen das sauerstoffreiche Blut vom Herzen zu den Organen und Geweben bewegt wird, heißen Arterien. Als Venen werden jene Blutgefäße bezeichnet, die das sauerstoffarme Blut wieder zurück zum Herzen transportieren. Arterien und Venen verzweigen sich in eine Vielzahl hauchdünner Gefäße, die Kapillaren und Venolen. Sie sind der dritte Gefäßtyp im Blutkreislauf, der den Austausch von Sauerstoff und anderen lebenswichtigen Substanzen in Organen, im Gehirn und in der Muskulatur gewährleistet.

HERZ IN ZAHLEN

Das Herz pumpt ständig Blut durch unsere Gefäße: täglich rund 7000 Liter. 180 Millionen Liter sind es im Laufe von 70 Jahren. Dabei schlägt unser Herz innerhalb von 24 Stunden rund 100 000 Mal. Zusammen haben alle Blutgefäße eine Länge von etwa 100 000 Kilometer.

DAS HERZ-KREISLAUF-SYSTEM …

… ist ein verknüpftes Organsystem, das sauerstoff- und nährstoffreiches Blut (rot dargestellt) vom Herzen weg und mit Kohlendioxid angereichertes und nährstoffarmes Blut (blau dargestellt) zum Herzen hin transportiert.

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BLUTDRUCK UND BLUTDRUCKREGULATION

In dem geschlossenen Röhrensystem von Arterien und Venen findet also der Blutfluss statt. Nur ein bestimmter Druck in den Gefäßen kann einen ständigen Fluss gewährleisten. Der Druck, den der Herzschlag auf die Gefäßwände der Arterien, Venen und Kapillaren ausübt, wird als Blutdruck bezeichnet. Im klinischen Sprachgebrauch ist mit Blutdruck (kurz RR, siehe >) jedoch meist nur der Druck der größeren Arterien auf Herzhöhe gemeint. Er wird im Wesentlichen bestimmt durch die Herzfrequenz (Normbereich: 60–80 Schläge pro Minute), den Widerstand der Gefäße und das Blutvolumen (etwa 5–6 Liter pro Minute bei Erwachsenen). Die Blutdruckregulation des Organismus unterliegt komplexen Mechanismen, die bis heute noch nicht im Detail verstanden werden. Ein ausgeklügeltes System aus zentralen und lokalen Steuerungsvorgängen regelt den Blutdruck. Die Signale zur Gefäßweite können über Gefäßnerven (neuronal), über Botenstoffe (hormonell) oder lokal über Muskelkontraktion (Autoregulation) vermittelt werden. Eine kurzfristige Blutdruckregulation kann beispielsweise durch das Herz geschehen, indem es Druck und Schlagvolumen verändert. Die Elastizität und der Durchmesser der Gefäße sind weitere blutdruckbestimmende Faktoren. Zudem können auch die Nieren über die Regulation von Elektrolyten und die Ausscheidung von Wasser das Blutvolumen beeinflussen. Der Blutdruck ist in der Hauptschlagader, die von der linken Seite des Herzens bis in den Beckenbereich verläuft, am höchsten und sinkt auf dem Weg des Blutes durch den Blutkreislauf über Arterien, Kapillaren und Venen immer weiter ab, bis wieder das Herz erreicht ist.

ELEKTROLYTE

Elektrolyte sind elektrisch geladene Stoffe (Salze, Basen, Säuren) in Flüssigkeiten. Ihre Aufgabe ist es vor allem, Wasser im Körper zu verteilen, und damit sind sie auch an der Blutdruckregulation beteiligt. Sie können aber auch den Säure-Basen-Haushalt regulieren oder elektrische Reize zwischen Muskel- und Nervenzellen weiterleiten. Natrium und Kalium sind Beispiele für Elektrolyte. Sie fungieren als Gegenspieler und müssen ausgewogen vorhanden sein. Blutdrucksenkendes Kalium ist reichlich in pflanzlicher Nahrung enthalten, blutdrucksteigerndes Natrium eher in industriell verarbeiteten Lebensmitteln und Salz.

Höhen und Tiefen sind normal

Schwankungen des Blutdrucks sind in einem gewissen Ausmaß völlig normal und sogar notwendig. Ruhephasen, körperliche Tätigkeit und emotionale Faktoren bedingen Blutdruckveränderungen und sind eine Voraussetzung dafür, dass wir den Anforderungen des täglichen Lebens gewachsen sind. Nach einer Belastungsphase kann ein gesunder Körper den Blutdruck schnell wieder regulieren. Diese Feinregulation funktioniert beim Bluthochdruckpatienten jedoch nicht mehr so gut oder die normalen Schwankungen finden auf einem höheren Niveau statt. Die Kräfte, die dann fortwährend gegen die Gefäßwände drücken, können die Lebenserwartung des Patienten im ungünstigsten Fall sogar um bis zu zwei Jahrzehnte verringern.

BLUTDRUCK IM TAGESVERLAUF

Der Blutdruck unterliegt im Verlauf des Tages natürlichen Schwankungen. Ein Taktgeber im Inneren bestimmter Gehirnzellen beeinflusst ihn im Wechsel von Tag und Nacht. Nachts, gegen 3:00 Uhr, ist er am niedrigsten, danach steigt er gesteuert durch Sympathikusnerven allmählich wieder an, um das Aufwachen zu ermöglichen. Klingelt der Wecker, kann er schlagartig in die Höhe schnellen. Zwischen 8:00 und 9:00 Uhr erreicht er bei den meisten Menschen dann den ersten Gipfel. Nach dem Mittagessen wird mehr Blut für die Verdauung gebraucht und dadurch fällt der Druck etwas ab, um zwischen 16:00 und 18:00 Uhr am Spätnachmittag ein Tageshoch zu erreichen. Bei gesunden Menschen liegen die Werte in der Nacht um etwa 10 bis 20 Prozent niedriger als am Tag. Davon gibt es jedoch Ausnahmen. Ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus kommt vor allem bei Menschen mit höherem Lebensalter, bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei Diabetikern und bei Patienten mit sekundären Hochdruckformen (siehe >) vor. Fatalerweise wird hoher Blutdruck in der Nacht oft nicht bemerkt. Eine Langzeitmessung (siehe >) kann hier Aufschluss geben. Zudem ist dieses Phänomen auch mit einem besonderen Risiko für Herzversagen, Infarkt und Schlaganfall verbunden, weshalb diese Patientengruppe ärztlich betreut werden muss.

VIELFÄLTIGE EINFLÜSSE
  • Position: Im Liegen ist der Druck niedriger als im Sitzen oder Stehen. Beim Wechsel vom Liegen zum Stehen muss der Kreislauf rasch mit einer Erhöhung gegensteuern, damit das Gehirn ausreichend mit Blut versorgt wird. Menschen, denen diese rapide Druckerhöhung nicht gut gelingt, berichten von kurzzeitigem Schwindel und Flimmern vor den Augen.

  • Sport: Körperliche Bewegung und Sport erhöhen den Blutdruck, da der Körper mehr Blut in die Muskeln pumpt. Auf Dauer sorgt regelmäßige Bewegung aber dafür, dass der Blutdruck sinkt, denn Bewegung trainiert den Herzmuskel und die Blutgefäße und macht sie elastischer.

  • Nieren: Der Flüssigkeitshaushalt im Körper wird von den Nieren gesteuert. Scheiden sie vermehrt Flüssigkeit und Salze aus, sinkt der Blutdruck. Im Extremfall kann durch Flüssigkeitsverlust sogar der Kreislauf zusammenbrechen. Zudem regulieren die Nieren den Blutdruck, indem sie mithilfe spezieller Hormone (Aldosteron, Renin und der Hormonvorstufe Angiotensin) die Blutgefäße verengen oder weiten und dementsprechend der Blutdruck steigt oder sinkt. Mediziner sprechen vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus. Er ist ein wichtiger Angriffspunkt blutdrucksenkender Medikamente (siehe >).

  • Stress: Gerade in Stresssituationen stehen viele Menschen im wahrsten Sinne des Wortes »unter Druck«, was sich in hohen Blutdruckwerten ausdrückt. Auch Schmerzen und andere Leiden erzeugen über ein hormonelles Regelsystem – die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse – Stress und Blutdruckanstieg.

  • Gefühle: Eine Beziehung zwischen Emotionen und hohem Blutdruck ist unbestritten. Verliebtsein, Freude, aber auch Zorn, Wut und Trauer können die Spannung erhöhen und die Blutgefäße weiten oder verengen.

  • Umwelt: Auch Wetter und Klima haben Einfluss auf unsere Körperfunktionen. Der Blutdruck reagiert vor allem auf Temperaturunterschiede. Im Winter ziehen sich durch Kälte die Blutgefäße zusammen, weshalb die Werte um circa 5 mmHg höher sein können als in den Sommermonaten. Besonders ausgeprägt ist dies bei einem plötzlichen Kältereiz wie dem Sprung ins Tauchbecken nach einem Saunagang. Durch Sauerstoffmangel in großen Höhen steigt der Blutdruck ebenfalls. Bluthochdruckpatienten sollten sich generell bei einem Klimawechsel einige Tage Ruhe gönnen, um sich zu akklimatisieren, ehe sie die körperliche Aktivität steigern.

Herz und Gefäße sind Strömungswege für das Blut. Im Zentrum steht das Herz, das mit seinen Kontraktionen den Blutkreislauf in Bewegung hält.

VOM BLUTDRUCK ZUM BLUTHOCHDRUCK

Um den Blutdruck zu bestimmen, sind drei Messungen an zwei Tagen nötig. Eine einmalige Messung reicht zur Diagnose nicht. Die Maßeinheit, mit der der Blutdruck angegeben wird, ist historisch bedingt: Sie heißt mmHg = Millimeter Quecksilbersäule (siehe >). Der erste Wert gibt den maximalen Druck während der Auswurfphase des Herzens (Systole, systolischer Wert) an, der zweite Wert den Druck während der Füllungsphase des Herzens (Diastole, diastolischer Wert). Die Blutdruckwerttabelle auf > hilft Ihnen bei der Einordnung der eigenen Werte. Die Einteilung und Empfehlungen der Tabelle entsprechen den Vorgaben der europäischen Gesellschaften für Hypertonie und Kardiologie und wurden im Jahr 2018 neu angepasst.

ÜBERSICHT DER BLUTDRUCKWERTE

Schlägt das Herz dauerhaft mit erhöhter Kraft, sprechen Mediziner von Hypertonie (Bluthochdruck). Laut internationaler Übereinkunft gelten alle Werte, die mehrmals am Tag über 140/90 mmHg liegen, als zu hoch. Die neuen Leitlinien der European Society of Hypertension (ESH) empfehlen inzwischen systolische Blutdruckwerte zwischen 130 und 139 mmHg bei 65- bis 80-Jährigen.

Systolischer Blutdruck in mmHg Diastolischer Blutdruck in mmHg Empfehlung
Niedriger Blutdruck unter 100 / 110 unter 60 Wechselduschen, Bewegung, viel trinken, Medikamente (infrage kommen Medikamente mit Coffein, die den Sympathikus anregen, oder pflanzliche Mittel wie Weißdorn)
Normaler Blutdruck
optimal
normal


unter 120
unter 130


unter 80
unter 85
keine Therapie oder regelmäßige Kontrolle der Werte erforderlich
Hochnormaler Blutdruck 130–139 85–89 häufiger kontrollieren (Selbstmessung oder Messung duch den Arzt)
Hoher Blutdruck Leichte Hypertonie Grad 1
Mittelschwere Hypertonie Grad 2
Starke Hypertonie Grad 3



140–159


160–179

über 180



90–99


100–109

über 110



ärztliche Behandlung

ärztliche Behandlung

ärztliche Behandlung dringend empfohlen
Hypertensive Krise über 230 über 130 medizinischer Notfall

NIEDRIGER BLUTDRUCK – HYPOTONIE

Ist der Blutdruck zu niedrig, fließt nicht genügend Blut in alle Teile des Körpers. Eine Hypotonie ist nicht immer harmlos, dahinter können auch Organerkrankungen stecken.

Ergibt die Blutdruckmessung bei Frauen einen Wert unter 100/60 mmHg und bei Männern unter 110/70 mmHg, gilt dies als niedriger Blutdruck. Oft sind davon junge, schlanke Frauen betroffen. Aber auch bei älteren Menschen kommt Hypotonie vor.

SYMPTOME ERKENNEN

Durch die Unterversorgung mit Blut im Gehirn kann sich eine Hypotonie mit kalten Händen oder Füßen, als Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheit oder depressive Verstimmung äußern. Besonders nach langem Stehen oder raschen Positionswechseln wie etwa schnellem Aufstehen kann daraus Schwindel oder Bewusstlosigkeit resultieren. Senioren riskieren dadurch Stürze mit komplizierten Knochenbrüchen, da sie häufig auch an Osteoporose leiden.

URSACHEN HERAUSFINDEN

Wenngleich Menschen mit niedrigem Blutdruck tendenziell eine höhere Lebenserwartung als solche mit leicht erhöhten Werten haben, sollte ein Arzt nach der Ursache forschen. Primär kommen eine erbliche Veranlagung sowie Medikamente (Diuretika, Betablocker, Antihistaminika, Zytostatika), starker Flüssigkeitsverlust oder Salzmangel und als sekundäre Ursache organische Gründe wie Herzmuskelschwäche oder eine Schilddrüsenunterfunktion infrage.

EIGENINITIATIVE IST GEFRAGT

Liegt keine Grunderkrankung vor, werden meist keine Arzneimittel verordnet. Doch die Beschwerden lassen sich lindern:

  • Ehe Sie aufstehen, sollten Sie in der Luft Rad fahren. Die Kreisbewegungen bringen die Muskelpumpe auf Trab. Setzen Sie sich anschließend erst auf die Bettkante, bevor Sie sich hinstellen. Auch morgendliche Wechselduschen oder ein Rosmarinbad verbessern die Durchblutung. Bitte bei Herz- und Venenerkrankungen vorab den Arzt befragen.

  • Bleiben Sie aktiv. Frische Luft und Ausdauersportarten wie etwa Wandern, Radfahren oder Skilanglauf erhöhen die Sauerstoffversorgung und den Blutdruck.

  • Bei niedrigem Blutdruck dürfen Sie großzügiger mit dem Salzkonsum sein.

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