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Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen.

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© 2016 Eckhard Duhme, tredition GmbH
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
ISBN: 987-3-7345-4718-8 (Paperback)
987-3-7345-4719-5 (Hardcover)
978-3-7345-4720-1 (e-Book)

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Reisevorbereitungen

2 Der Tag vor dem Abflug

3 Clio

4 Ankunft im Hotel

5 Orosei

6 Im Hotelrestaurant

7 Erste Aktivitäten

8 Grottenbesuch

9 Spaziergang, Tennis, Terrasse

10 Olbia, Costa Smeralda, San Teodoro

11 Minigolf

12 Cagliari

13 Autowäsche

14 Ende ersten Urlaubswoche

15 Feiertag und Nuragher-Siedlung

16 Bosa, Alghero, Sassari

17 Castello della Fava

18 Siniscola, Schwimmen, Bayern München

19 Einfriedungen und Mirto

20 Kofferpacken

21 Am Flughafen Olbia

22 4 ½ Stunden Verspätung

23 Rückfahrt

24 Nach der Reise

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Bücherliste

Autor

Vorwort

Nach der Trilogie „Mir passiert so etwas doch nicht“ (2011, 2012, 2013) hatte ich mir vorgenommen, über andere Themen als Urlaubsreisen zu schreiben. Zwei Jahre hatte ich mich dann daran auch gehalten, aber 2016 passierten im Zusammenhang mit einem Urlaub auf Sardinien mal wieder so viele besondere Ereignisse, dass es „in den Fingern kribbelte“, darüber zu berichten. Um diese Erzählung nun aber keine Erweiterung der Tri- zur Tetralogie werden zu lassen, wählte ich einen anderen Titel, teilte den Text in Kapitel auf und stattete das Buch mit Fotos aus – so wurde es „ganz anders“ als seine Vorgänger. Oder etwa doch nicht?

Das Bild auf dem Einband vorne zeigt Mirto – eine Pflanze aus Sardinien, die nun bei uns im Garten blüht.

1 Reisevorbereitungen

Die Reisevorbereitungen verliefen zunächst einmal glatt. Routiniert hatte ich, um „Frühbucherkonditionen“ zu nutzen, schon Ende 2015 per Internet Hotel, Flug und Mietwagen für April gebucht. Wir hatten uns für eine Hotelanlage in Cala Liberotto, einem Ort in der Nähe der Stadt Orosei, ca. 75 km südlich von Olbia entschieden. Sie lag an der Ostküste „in etwa“ auf der Hälfte zwischen Norden und Süden der Insel, so dass wir dann bei den geplanten Erkundungstouren einigermaßen günstig in alle Richtungen fahren könnten.

Für Flüge nach Olbia kamen für uns - meine Frau Angelika und mich - von Neuwied aus die Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf und Köln/Bonn in Betracht. Ich entschied mich für das Angebot einer Fluggesellschaft mit Start in Köln/Bonn um 11:55 Uhr. Das war doch eine angenehme Startzeit; da könnten wir in einem Airport-Hotel in aller Ruhe ausschlafen und frühstücken. Der Rückflug sollte um 14:40 Uhr erfolgen, auch eine gute Zeit, um keinen Stress zu haben. Ich suchte und fand per Internet in Köln ein Airport-Hotel, das „Park, sleep and fly“ anbot, circa zehn Autominuten vom Flughafen entfernt lag. Der Preis war günstiger als bei einem Hotel direkt am Flughafen, zumal der Taxi-Transfer vom und zum Hotel im Preis enthalten war. Prima, es war alles geregelt.

Ende Januar 2016 kam Post von der Fluggesellschaft:

„Sehr geehrter Fluggast,

aus bislang nicht vorhersehbaren Gründen war es leider erforderlich, die Durchführung des Fluges teilweise zu ändern.“

Die neuen Abflugzeiten lauteten: 05:35 Uhr ab Köln/Bonn, 08:20 Uhr ab Olbia.

„Son Mist!“ ärgerte ich mich. „Da müssen wir ja jeweils schon vor 04:00 Uhr aufstehen; das ist ja blöde!“ Es ergaben sich aber noch zwei ganz andere Probleme. Das Hotel hatte bei der Buchung notiert: „Check-in ab 15:00 Uhr“ und der Mietwagen war für 14:30 Uhr gebucht. Hotel und Autovermieter wurden kontaktiert. Erfreulicherweise hieß es bei beiden: „Kein Problem!“. Der „15:00 Uhr-Check-In“ galt so grundsätzlich, aber nicht am 16.04., unserem Anreisetag; denn genau an dem Tag begann für das Hotel die Saison. Es gab also keine Gäste, die vor uns zunächst auschecken müssten. „Sie können die Suite nutzen, sobald sie ankommen.“ Na, dann würde das nächtliche Aufstehen mit „gewonnenen Stunden am Urlaubsort“ ausgeglichen. Komplizierter schien zunächst das „Autoproblem“ zu sein. Zwar war die Abholzeit von 14:30 Uhr auf 08:00 Uhr geändert worden, aber ich stellte im Internet fest, dass das Büro immer erst um 08:00 Uhr öffnete. Wir müssten am Rückflugtag den Wagen jedoch spätestens gegen 07:00 Uhr loswerden, um am Flughafen Olbia rechtzeitig genug einchecken zu können. Ich las auf der Homepage des Autovermieters: „Übergaben außerhalb der Bürozeiten kosten 40 € und müssen ausdrücklich vereinbart werden.“ Die Lösung gefiel mir nicht. Mittels Mailkontakt ergab sich eine viel einfachere Regelung: „Den Wagen können Sie zu jeder beliebigen Zeit in unserer Parkzone abstellen, den Autoschlüssel in eine Box bei unserem Schalter werfen.“ Diese Lösung hatte zwar das „Restrisiko“, dass es kein Übergabeprotokoll geben würde, der Autovermieter also nachträglich irgendwelche Mängel reklamieren könnte. Ich vertraute aber der Seriosität des Vertragspartners. Auch die warnenden Hinweise eines Tenniskollegen: „Da kann so viel passieren, mach Fotos vom Wagen, wenn Du ihn abgestellt hast“, beunruhigten mich nicht. Erneut war „alles geregelt“. Dazu gehörte die übliche Absprache mit den Nachbarn, sich „um Briekasten und Mülltonnen zu kümmern“.

2 Der Tag vor dem Abflug

Am 16.04. verlief die Fahrt zum Hotel in Köln völlig problemlos. Wir waren bewusst schon gegen 14:00 Uhr dort, weil ich bei der Buchung bemerkt hatte, dass in ca. 500 Meter Entfernung eine S-Bahn-Station war, von der aus wir in zehn Minuten noch zum Hauptbahnhof fahren könnten, um dann durch die City zu bummeln. Das wäre doch schon mal ein „guter Einstieg in den Urlaub“. Leider gab es an der Hotel-Rezeption keine S-Bahn-Karten: „Auf dem Bahnsteig steht ein Kartenautomat.“ Wir spazierten zur Station und ließen uns nicht verleiten, einen Sprint einzulegen, als wir aus etwa 200 Meter Entfernung eine Bahn abfahrbereit stehen sahen. „S-Bahnen kommen vermutlich innerhalb kurzer Zeitspannen; wir nehmen die nächste“, waren wir uns sofort einig. Ja, nur fünf Minuten später kam bereits eine. Die konnten wir jedoch nicht nehmen, weil wir reichlich hilflos und ein wenig verzweifelt versuchten, den Kartenautomaten zu besiegen. Auf einige Eingaben zeigte er gar keine Reaktion, mehrmals stellte er die Frage, wie viele Kinder mitfahren würden, mal akzeptierte er keine Geldscheine. Ein junger Mann, der unsere Fehlversuche beobachtet hatte, bot seine Eingabehilfe an, aber er kam im System nicht weiter als wir. Dann versuchte es ein anderes Ehepaar – ebenfalls vergeblich. Ich entdeckte auf dem Bahnsteig einen Bahnbediensteten, an den ich mich wendete. Er war ein Ausländer, der die deutsche Sprache (noch?) nicht beherrschte. Er verstand, dass es Probleme mit dem Kartenautomaten gab und machte einen „praktischen“ Lösungsvorschlag: „Du mit Handy Apparat fotografieren, Nummer aufschreiben, wenn Schaffner kommt, Foto zeigen.“ Ich fragte: „Gibt es hier denn noch einen zweiten Kartenautomaten?“ Nach mehreren Sekunden intensiven Nachdenkens wurde mir der Weg dorthin gezeigt. Ich ging zu dem Automaten – zack, innerhalb kurzer Zeit hatte ich die gewünschten Karten. Das mitleidende Ehepaar wurde entsprechend informiert. Es gelang ihm so gerade eben noch, auch die nächste einlaufende S-Bahn nutzen zu können.

Der Stadtbummel in der Kölner City war zunächst gemütlich, dann für Angelika auch noch erfolgreich. Seit längerer Zeit schon war sie auf der Suche nach einer „schönen bunten Tasche“, von der Firma, die „nur bunte Sachen“ hat. Mehrere Male hatte ich die Kauflust mit einem „Nö, sieht nicht so gut aus“ beenden können, aber von der Tasche in Köln war auch ich überzeugt. Angelika fragte vorsichtig: „Ist der Preis denn beim Urlaubsgeld noch drin?“ „Wir bezahlen die hier mit Karte, nicht vom Urlaubsgeld.“ Na, das strahlende Gesicht meiner Frau rechtfertigte die Entscheidung mehr als genug. „Die Tasche bleibt aber beim Hotel im Auto, die nehmen wir jetzt nicht noch mit“, ergänzte ich vorsichtshalber. Das fand Angelika ganz in Ordnung. Sie kaufte dann in einem Supermarkt noch zwei belegte Sandwiches: „Die sind für unser Frühstück morgen am Flughafen. Ich hoffe, es gibt dort dann schon irgendwo einen Kaffee dazu.“

Gegen 17:30 Uhr fuhren wir mit der S-Bahn zurück zur Hotelstation. Wir wollten ca. 18:00 Uhr mit dem Auto am Flughafen sein, um die Koffer schon aufzugeben. Dieses Abendangebot der Fluggesellschaften nutzten wir gerne, um morgens nicht in einer Warteschlange anstehen zu müssen. Das „Einchecken“ hatte ich per PC von zu Hause aus erledigt; wir hatten bereits unsere Flugkarten. So reichte es, wenn man am Abflugtag statt der sonst vorgegebenen zwei Stunden nur etwa eine Stunde vor Startbeginn am Flughafen eintraf. Wir mussten also „erst“ um 03:45 statt um 02:45 Uhr aufstehen. Die eine Stunde mehr Schlaf war mir wichtig.

Die Aufgabe der Koffer verlief völlig problemlos. Wir waren offensichtlich genau zum richtigen Zeitpunkt am Abendschalter. Vor uns waren nur drei „Kofferaufgeber“, hinter uns bildete sich bald eine Warteschlange. Die Gewichtskontrolle der Koffer auf dem Laufband bestätigte exakt die von mir zu Hause ermittelten (23 + 22) 45 kg; die erlaubten 46 kg für zwei Koffer waren eingehalten. Es gab keinen Diskussionsbedarf wegen „Übergewicht“.

Zurück im Hotel wollten wir im Restaurant etwas essen. Die Speisekarte war zwar nicht sehr umfangreich, aber wir fanden etwas „für den kleinen Hunger“. Der nahm dann zu, weil der Kellner uns anscheinend vergessen hatte. Nach etwa 25 (!) Minuten kam er wieder zu uns. Wir hatten gerade beschlossen, keine fünf Minuten mehr zu warten. Es kam noch schlimmer. Auf unsere Bestellung hin, sagte der Kellner: „Es tut mir leid, das haben wir heute nicht.“ Schon genervt wählten wir eine Alternative. „Das haben wir heute auch nicht, aber ich kann Ihnen ein sehr leckeres Bier bringen.“ „Nein, danke, es reicht!“

Wir verließen das Hotel, um irgendwo etwas zu essen. In wenigen hundert Metern entfernt war ein anderes Hotel. Dort an der Rezeption erfuhren wir: „Wir sind ein Bed- und Breakfast-Hotel, bei uns gibt es nur Frühstück.“ Wir marschierten weiter. Das einzige Restaurant, das es im näheren Umkreis gab, gehörte zu einer Kette, die „Döner und Hamburger“ anbietet. Das entsprach nicht unserer Geschmacksrichtung.

Wir gingen zu einer Tankstelle. „Dort gibt es doch bestimmt leckere Bockwürstchen mit Brötchen.&

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