Logo weiterlesen.de
Wohnformen im Alter

Wohnformen im Alter

Analysen, Konzepte, Best-Practice

Ihr exklusiver Bonus an Informationen!

Hier erhalten Sie Bonus-Material zum Download. Scannen Sie den QR-Code oder geben Sie den Buch-Code unter www.careinvest-online.net/bonus ein und erhalten Sie Zugang zu Ihren persönlichen kostenfreien Materialien!

Buch-Code: AH1170

Inhalt

Einleitung Michael Schlenke, CARE Invest – Redaktion

Teil I Analysen

Dr. Michael Held

1. Versorgungssituation und Investitionspotenzial für Betreutes Wohnen

Sebastian Meißner

2. Die Pflegebedarfsstatistik 2018

Klaus-Peter Hesse

3. Ambulant und stationär – Voraussetzungen für beides schaffen

Dr. Malte Maurer

4. Herausforderung Bauen im Bestand: Operation am offenen Herzen

Teil II Konzepte und Best Practice

Julian Weyer

1. Quartiersentwicklung als Lebensraum für Generationen

Prof. Ritz Ritzer

2. Genossenschaftliches Wohnen in einer Metropole

Maik Greb

3. Wohnen im Denkmal

Torsten Rieckmann

4. WOODIE – ein Universal-Design-Projekt, Hamburg

Prof. Dr. Christoph Metzger

5. Sinnvolle Gestaltung von Lebensräumen Neurowissenschaftliche Raumkonzepte

Einleitung

von Michael Schlenke

Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen und gerade die Bereitstellung von lebenslaufbeständigem Wohnraum ist eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft und im Besonderen für die Akteure der Wohnungs-, Immobilien- und Pflegewirtschaft.

In einem Land des langen Lebens ist es umso wichtiger, sich der Herausforderung, Wohnraum für alle zu schaffen, zu stellen. Der Fokus dieses Buchs liegt auf dem Wohnen im Alter und beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven, wie passgenaue Wohnformen für das Alter entwickelt werden können. Es basiert auf Vorträgen, die im Rahmen von Veranstaltungen der Redaktion CARE Invest gehalten wurden.

Wie also gehen wir mit der demografischen Struktur Deutschlands um und verwandeln das sich daraus ergebende Marktpotenzial in konkrete Strategien?

Das beschreiben unsere Autoren im Teil I ‚Analysen‘.

Michael Held von der Terragon AG untersucht in seinem Beitrag die ‚Versorgungssituation und Investitionspotenziale für Betreutes Wohnen‘. Sein Fazit: Es herrscht eine kaufkräftige Nachfrage nach differenzierten Angeboten. Diese trifft jedoch auf eine deutliche Versorgungslücke. Es gibt seiner Meinung nach reichlich Chancen für Investitionen und attraktive Renditen.

Wie aber kann man das Marktpotenzial exakt beziffern? Das fällt schwer, da die Begriffe Betreutes Wohnen oder Serviceswohnen nicht gesetzlich geschützt sind. Somit wird dieses Marktsegment auch nicht über die amtlichen Statistiken erfasst. Das macht Sebastian Meißner vom Datenanalysten Pflegemarkt.com in seinem Beitrag über die Pflegebedarfsstatistik deutlich. Für den Analyseprofi steht fest, dass die verschiedenen Teilmärkte sich aufeinander zubewegen und Versorgungsangebote wie Tagespflege, ambulante Pflege sowie das Betreute Wohnen zukünftig stark wachsen werden.

Die Perspektive der Immobilienwirtschaft nimmt Klaus-Peter Hesse vom Zentralen Immobilien Ausschuss ein. Unter der Überschrift ‚Ambulant und stationär – Voraussetzungen für beides schaffen‘ ruft er Politik und Immobilienwirtschaft dazu auf, an einem Strang zu ziehen. Denn die Aufgabe, moderne Quartiere zu schaffen, die ein selbstbestimmtes Leben bis in hohe Alter ermöglichen, wird sich nur gemeinsam, im Zusammenspiel aller am Prozess beteiligten Akteure, lösen lassen.

Neue Perspektiven für das Wohnen im Alter. Foto: Hospiz Djursland, C.F. Møller Architects / Adam Mørk

Angesichts immer knapper werdender Baugrundstücke und einer damit einhergehenden Kostenexplosion bei den Grundstückspreisen wird die Nachfrage nach lebenslaufbeständigem Wohnraum nicht ausschließlich über Neubau-Aktivitäten zu befriedigen sein. Deshalb zeigt Malte Maurer, Deutsche Wohnen SE, in seinem Beitrag ‚Herausforderung Bauen im Bestand: Operation am offenen Herzen‘ auf, was bei Sanierungsprozessen im laufenden Betrieb zu beachten ist. Der Spagat zwischen der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit und die Einhaltung von baurechtlichen Erfordernissen fordert ein gut aufeinander abgestimmtes Management. Am Ende können dann, gerade durch die Sanierung von Baudenkmälern, wertsteigernde Resultate erzielt werden.

Teil II ‚Konzepte und Best Practice‘ widmet sich klug und kreativ umgesetzten Strategien zur Schaffung von nutzergerechten Lebensräumen. Den Anfang macht Julian Weyer von C. F. Møller in seinem Beitrag, Quartiersentwicklung als Lebensraum für Generationen‘. Für C. F. Møller ist Architektur kein Selbstzweck, sondern sollte gestalterische Rahmenbedingungen schaffen, welche Lebensqualität, Selbstwertgefühl und Würde vermitteln.

Dass Immobilien kein spekulatives Gut sein sollten, ist der Kern des genossenschaftlichen Gedankens, der ein Generationen-Wohnprojekt in München beherrscht. Das genossenschaftliche Wohnen begreift sich als Prozess der Inklusion, meint Architekt Ritz Ritzer und stellt in seinem Beitrag ‚Genossenschaftliches Wohnen in einer Metropole‘ das Projekt Wagnisart vor.

Wie schwierig und doch lösbar es ist, ein Denkmal so in einen Neubau zu integrieren, dass selbst das Bauamt eine Ausnahme macht, zeigt das Beispiel des Hartwig-Hesse-Quartiers in Hamburg. ‚Wohnen im Denkmal‘ heißt dann auch der Beitrag von Maik Greb, der sich mit einem ebenfalls generationenübergreifenden Bau beschäftigt. Auch wenn die Kosten für die Sanierung höher liegen als für einen Neubau, ist es bei diesem Best-Practice-Beispiel gelungen, einen lebenswerten Sozialraum im Quartier zu schaffen.

Ein starkes Plädoyer für die Verwendung des Rohstoffs Holz als Basis für nachhaltiges Bauen ist ‚Woodie – ein Universal-Design-Projekt‘. Torsten Rieckmann vom Projektentwickler Senectus erklärt, wie man mit vorgefertigten Holzmodulen viel kostbare Bauzeit einsparen und gleichzeitig modular und flexibel bauen kann. Woodie ist ein Projekt, das für Studenten konzipiert worden ist. Es kann jedoch auch als Blaupause für das Wohnen im Alter verwendet werden.

Zum Abschluss vermittelt der Kunstwissenschaftler und Projektentwickler Christoph Metzger seine Vision davon, wie landschaftliche Qualitäten in urbane Räume integriert werden können. Sein Beitrag ‚Sinnvolle Gestaltung von Lebensräumen. Neurowissenschaftliche Raumkonzepte‘ zeigt auf sehr anschauliche Weise, welche sensorischen Fähigkeiten durch sinnvolle Architektur und Innenraumgestaltung gefördert und angesprochen werden können.

Michael Schlenke ist Redakteur bei CARE Invest. Einer seiner Schwerpunkte liegt auf zukunftsorientierten Formen des Wohnens im Alter.

TEIL I

Analysen

1

Versorgungssituation und Investitionspotenzial für Betreutes Wohnen

Dr. Michael Held

2

Die Pflegebedarfsstatistik 2018

Sebastian Meißner

3

Ambulant und stationär – Voraussetzungen für beides schaffen

Klaus-Peter Hesse

4

Herausforderung Bauen im Bestand: Operation am offenen Herzen

Dr. Malte Maurer

 

Versorgungssituation und Investitionspotenzial für Betreutes Wohnen

von Dr. Michael Held

Der demografische Wandel ist bereits in vollem Gange. Bis 2030 wird die Zahl der über 65-jährigen Deutschen voraussichtlich auf knapp 22 Millionen steigen, die der über 80-Jährigen auf mehr als sechs Millionen. Die weit überwiegende Mehrheit der aktuellen und zukünftigen Senioren wünscht sich, in der eigenen Wohnung alt zu werden. Nicht jede Wohnung ist dafür allerdings geeignet, und viele ältere Menschen benötigen – heute oder in der Zukunft – Unterstützung im Alltag, die bis zu professionellen ambulanten Pflegeleistungen reichen kann. Um möglichst vielen Bürgern ein Alter in Würde mit einer lebenswerten Umgebung und angemessenen Versorgung zu ermöglichen, braucht Deutschland einen flächendeckenden Ausbau von Angeboten des Betreuten Wohnens.

Der Bedarf an altersgerechten Wohnmodellen in Deutschland ist nicht zu übersehen. Das Angebot bleibt bislang allerdings weit dahinter zurück: 94 Prozent aller deutschen Kommunen sind im Bereich des Betreuten Wohnens unterversorgt, in den 30 größten Städten können im Durchschnitt nur 3,3 Prozent aller über 65-Jährigen in entsprechenden Einrichtungen versorgt werden. Vor allem in Klein- und Mittelstädten ist die Quote zu niedrig, obwohl hier mehr als die Hälfte der Bevölkerung (und ein entsprechend hoher Anteil der Senioren) lebt. Unter den Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern finden sich zwar einige der besten, aber auch die schlechtesten Quoten. Über alle Gemeindegrößen hinweg existiert also eine deutliche Versorgungslücke. Hinzu kommt, dass die potenziellen Nutzer unterschiedliche Ansprüche an die Einrichtungen haben, was deren bauliche und ästhetische Ausgestaltung, die angebotenen Dienstleistungen und mögliche zusätzliche Services betrifft. Das bedeutet, dass selbst diejenigen Senioren, denen ein Platz in einer Einrichtung des Betreuten Wohnens zur Verfügung stehen würde, Schwierigkeiten haben, unter den kleinteilig differenzierten Angeboten eine passende Auswahl zu finden, die ihren Wünschen entgegenkommt und gleichzeitig in der Nähe ihres aktuellen Wohnortes (und damit ihres sozialen Netzes) liegt.

Prognostizierte Bevölkerungsentwicklung bis 2030 der Altersgruppen ab 65: Die Anzahl der Deutschen im Rentenalter wird deutlich zunehmen. Das stärkste Wachstum weisen die Neurentner von 65 bis 69 Jahren sowie die Hochbetagten ab 80 Jahren auf.

Bevorzugte Wohnform von älteren Menschen: Mehr als 90 Prozent wollen in ihrem Zuhause bleiben. Vor allem Ältere bevorzugen das Wohnen mit Service als Alternative. Während sich die Altersgruppe zwischen 50 und 60 Jahren neuen Wohnformen wie Senioren-oder Generationen-WGs gegenüber offen zeigt, gehört auch dort das Servicewohnen für mehr als die Hälfte der Befragten zu den besten Alternativen.

Die Versorgung mit Betreutem Wohnen in den 30größten deutschen Städten: Spitzenreiter in dieser Hinsicht ist Frankfurt am Main, wo ...

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Wohnformen im Alter" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen